Batterie

Baubeginn für Teslas Lithium-Raffinerie in Texas

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Tesla hat offiziell mit dem Bau seiner eigenen Lithium-Raffinerie in Texas begonnen und plant, diesen im kommenden Jahr abzuschließen. Im Jahr 2025 will Tesla an dem Standort bei Corpus Christi dann bereits genug Lithiumhydroxid in Batteriequalität für eine Million E-Autos produzieren.

Künftig soll die Anlage auch Lithium aus recycelten Batterien und Produktionsabfällen verarbeiten. Tesla hatte die Lithium-Raffinerie bei seinem Investoren-Tag im März 2023 angekündigt und dabei eine jährliche Verarbeitungskapazität von 50 GWh genannt.

Erste Berichte zu einer solchen Anlage an der Golfküste gab es bereits im Herbst 2022 – nach damaligen Informationen hoffte Tesla, noch im vierten Quartal den Spatenstich setzen zu können. Die „Groundbreaking Ceremony“ hat sich zwar nun rund ein halbes Jahr verzögert, dennoch verfolgt das Unternehmen einen straffen Zeitplan: Wie Tesla-Manager Drew Baglino im April angab, sollen Teile der Anlage noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden.

„Diese Investition ist von entscheidender Bedeutung für unsere Mission, den Übergang der Welt zu nachhaltiger Energie zu beschleunigen, und steht für unsere Bemühungen, das Angebot an Lithiumhydroxid in Batteriequalität in Nordamerika aggressiv zu erhöhen“, schreibt Tesla in einer seiner seltenen Mitteilungen.

In der Anlage selbst soll das angelieferte Material nicht mit herkömmlichen Methoden zu Batterie-tauglichem Lithiumhydroxid verarbeitet werden, sondern wie Baglino im April ankündigte mit einem „sulfatfreien Raffinationsverfahren mit reduzierten Prozesskosten, ohne Säure- oder Laugenreagenzien und mit weniger grauer Energie“. Das wird im Kern auch in der Mitteilung bestätigt und auch eine weitere Andeutung Baglinos wird näher ausgeführt: Das Nebenprodukt dieser Anlage, eine Mischung aus Sand und Kalkstein, kann für die Herstellung von Baumaterialien verwendet werden, wodurch Abfallströme sinnvoll genutzt werden können.

Tesla gibt an, dass in der Anlage später 250 Menschen in Vollzeit beschäftigt werden sollen, für den Bau sollen fast 1.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Die 250 Vollzeit-Mitarbeitenden, unter anderem Produktionstechniker, Betriebsleiter und Ingenieure, sollen zum Teil vor Ort ausgebildet und rekrutiert werden. Dafür investiert Tesla in einige Bildungsprojekte in der Region.

Das in den USA veredelte Lithiumhydroxid wird Tesla wohl in seinen US-Batteriefabriken selbst zu Batteriezellen verarbeiten. Neben der 4680-Pilotlinie im kalifornischen Fremont verfügt Tesla über eine Batterieproduktion mit Panasonic in Nevada sowie eine eigene 4680-Produktion in Texas. Auch die im März angekündigte Giga Mexico soll später um eine eigene Zellfertigung erweitert werden.
electrek.co, techcrunch.com, tesla.com, texas.gov

1 Kommentare

zu „Baubeginn für Teslas Lithium-Raffinerie in Texas“
Daniel B
10.05.2023 um 08:42
Tesla ist nur ein Autobauer. Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen ;-)

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