SVOLT richtet Batteriemontage in Thailand ein

Der aus dem chinesischen Autobauer Great Wall hervorgegangene Batteriezellen-Hersteller SVOLT hat in Thailand mit der Einrichtung eines Werks für die Montage von Batterie-Modulen und -Packs für Elektro- und Hybridautos begonnen. Die Fertigstellung soll noch in diesem Jahr erfolgen. (Update am Artikelende)

Bild: SVOLT

Geplant sind laut dem Portal „CN EV Post“ zwei Produktionslinien – eine für die Produktion von Batteriemodulen und eine für die Batteriepack-Montage mit einer Jahreskapazität von 60.000 Einheiten. SVOLT werde die Batterien an bestehende Kunden wie Great Wall Motor und Hozon liefern, verhandele aber auch mit potenziellen neuen Kunden in Thailand, heißt es in dem Bericht.

Das Werk wird nicht von Grund auf neu gebaut, sondern eine vor Ort gepachtete Anlage umgerüstet. Das erklärt auch die kurze Phase zwischen dem jetzigen Beginn der Bauarbeiten und der geplanten Fertigstellung in spätestens einem halben Jahr. Die in Thailand hergestellten Batteriemodule sollen in Vollhybriden, PHEV und Batterie-elektrischen Fahrzeugen zum Einsatz kommen können.

SVOLT selbst nennt dem Portal zufolge keine Investitionssumme, aber im lokalen Medium Cailian soll vergangenen Monat von einer Investitionssumme in Höhe von 30 Millionen Dollar die Rede gewesen sein.

Das Unternehmen verfügt derzeit über elf Produktionsstandorte in China und plant fünf Batteriezellenfabriken in Europa. Insgesamt strebt das Unternehmen bis zum Ende des Jahrzehnts eine Produktionskapazität von mindestens 50 Gigawattstunden in Europa an.

SVOLT hat bereits zwei Standorte in Deutschland angekündigt, von denen einer ab 2025 Stellantis beliefern soll. Der Umbau eines bestehenden Werks zu einer 12-Gigawatt-Anlage im brandenburgischen Lauchhammer läuft zurzeit. Der Baubeginn einer angekündigten 2-Milliarden-Euro-Fabrik im Saarland wurde jüngst aufgrund lokaler Proteste auf mindestens 2027 verschoben. Immerhin hat SVOLT aber im Dezember den Mietvertrag für seine künftige Fabrik zur Montage von Batteriemodulen und -packs am saarländischen Standort Heusweiler unterzeichnet. Diese fällt aber nicht unter die potenziell fünf Produktionsstätten in Europa, in denen Zellen vom Band laufen sollen.

Unabhängig davon hat SVOLT kurz vor Jahresende eine Batteriepack-Innovation vorgestellt, die für eine erhöhte Sicherheit sorgen und größere Reichweite ermöglichen soll. Die neue „Dragon Armor Battery“ kann seit Dezember weltweit vorbestellt werden und soll voraussichtlich 2023 in ersten Serienmodellen zum Einsatz kommen. Wie schon bei der Blade-Batterie von BYD und dem Qilin-Akku von CATL handelt es sich auch bei der Dragon Armor Battery von SVOLT nicht um eine neue Zellchemie mit höherer Energiedichte, sondern um ein neu konstruiertes Batteriepack. Je nach der Chemie der in der Dragon Armor Battery eingesetzten Zellen sollen Reichweiten von über 800 Kilometer (LFP) bis über 1.000 Kilometern (NCM) möglich sein.

Update 21.12.2023: SVOLT hat die Produktion von Batteriepacks in Thailand aufgenommen. Bei dem ersten Batteriepaket, das dort nun vom Band gelaufen ist, handelt sich um einen 60-kWh-Akku mit LFP-Zellen, der zuerst von Ora in seinem Elektromodell Good Cat eingesetzt wird. Das Werk verfügt über zwei Produktionslinien – eine für Batteriemodule und eine für Batteriepacks mit einer Jahreskapazität von 60.000 Einheiten.

cnevpost.com, cnevpost.comautonews.gasgoo.com (beide Update)

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