Fiats Elektro-Kleinwagen heißt Pandina

Der von Fiat geplante E-Kleinwagen wird den Namen Pandina tragen und auf drei Kontinenten produziert. Die Europa-Produktion wird aber nicht gemeinsam mit dem Technik-Spender Citroën ë-C3 in der Slowakei erfolgen.

fiat-concept-centoventi-genfer-autosalon-2019-05
Bild: Fiat

Das bestätigte Stellantis-CEO Carlos Tavares laut übereinstimmenden Medienberichten aus Serbien. Eine der Produktionsstätten wird das umgerüstete Stellantis-Werk im serbischen Kragujevac sein. Darüber hinaus soll der Pandina in Betim (Brasilien) und Kentira (Marokko) gebaut werden.

Lange Zeit wurde das angekündigte Elektroauto von Fiat für unter 25.000 Euro als der nächste Fiat Panda gehandelt. Der Name Pandina wurde laut den Berichten vom Balkan gewählt, um eben die Nähe zum Panda herzustellen, sich aber dennoch abzuheben. Denn wenn es keine strengeren Anforderungen bei der kommenden Euro-7-Abgasnorm gebe, könnte der Verbrenner-Panda bis 2027 weitergebaut werden.

Die offizielle Präsentation des Modells ist für den 11. Juli 2024 geplant. Der Kleinwagen soll sowohl als Hybrid- als auch als reines Elektromodell vorfahren. Für die Hybrid-Variante wird ein Basispreis von rund 15.000 Euro erwartet, die BEV-Version soll mit 200 Kilometern Reichweite ab 20.000 Euro und mit 320 Kilometern Reichweite ab 23.000 Euro kosten.

Das sind recht genau die Preise und Reichweiten-Angaben des Citroën ë-C3, der ab Anfang kommenden Jahres ausgeliefert werden soll. Für die preiswerten Elektro-Kleinwagen hat Stellantis seine Plattform e-CMP optimiert und vor allem die Kosten gesenkt. Dass die nun CMP Smart Car genannte Plattform direkt in zwei europäischen Werken eingeführt wird (Trnava und Kragujevac), verwundert nicht: Denn bereits kurz nach der Premiere des ë-C3 und der CMP Smart Car hieß es, dass Stellantis insgesamt sieben Modelle auf der Plattform erwägt. Gerüchten zufolge soll auch der Opel Crossland der nächsten Generation diese Basis nutzen und parallel zum ë-C3 und Fiat Pandina als preiswertes Elektroauto angeboten werden.

Der Fiat Pandina soll – wie der Citroën – rund vier Meter lang werden, beim Design soll sich das B-Segment-Crossover an der Studie Centoventi orientieren, das bereits auf dem Genfer Autosalon 2019 vorgestellt wurde. Bereits damals gab das Concept Centoventi einen Ausblick auf einen Elektro-Panda. 2024 könnte es also soweit sein, wenn auch unter leicht anderem Namen.

balkangreenenergynews.com, n1info.rs, ekapija.com, rts.rs

25 Kommentare

zu „Fiats Elektro-Kleinwagen heißt Pandina“
Achim Meyer
06.12.2023 um 22:47
im Wettbewerb wer das hässlichste eAuto baut, wird diese Pandina sicher ganz vorne liegen .....
Frank
07.12.2023 um 09:34
Naa. So schön waren die VW auch nicht. Langweilige Schuhkartons ( quadratisch, praktisch aber auch gut. Punkt). Aus der Studie Scirocco ist ein "plattgedrückte Golf" herausgekommen ;-?! Wer schön will, muss Tesla oder Mazda kaufen. Silhouette heißen die. Kein Kompaktwagen eben.
Spock
07.12.2023 um 09:22
Na das ist ja wohl Geschmacksache.
Schmidt
07.12.2023 um 09:40
Auf den Fall ist der besser als diese ID-Einheitsbrei. Gut, ein E-Kühlergrill wäre auch Symbol, als die anderen Hersteller ohne Front, nur Flugschnauzer eben.
Kusche
06.12.2023 um 23:42
Die E- Version des Citroen heißt dann wohl Citrus und die des Peugeot Petrosilius.
Frank
07.12.2023 um 09:51
Nein. Nur E-Caktus und Lion oder eben Ladybug:-) oder Cincentello, wie früher halt.
Udo Hohnert
07.12.2023 um 07:34
Stellantis arbeitet ja auch an der STLA Small Ausprägung ihres Elektroplattformangebots. Ob diese Modelle dann in wenigen Jahren wiederum Nachfolger von Pandina et al. darstellen werden oder parallel angeboten werden sollen? Da wäre meines Erachtens mehr Klarheit für den Kaufinteressenten gut, schon jetzt durch Statements der Verantwortlichen im Konzern. Go, Stellantis, go!
Frank
07.12.2023 um 08:06
Schön und günstig. Das wird VW nicht gefallen. Endlich mal eine Autofirma die kapiert, dass E-Auto nicht viel teurer sein müssen als normale Verbrenner. Wenn das mit der Fiat Qualität dann stimmt und die Ladezeiten nicht zu lange wird, ist das nee Sensation. Ich würde weil Mitwohnnung nur Hybrid kaufen können. Schade .
Marina B.
07.12.2023 um 21:40
Wir haben auch eine Mietwohnung und der Vermieter hat sich in Teilen an der Wallbox beteiligt und es ist für spätere Vermietung interessant. Kommt immer drauf an
Markus
05.01.2024 um 16:58
Bin auch Vermieter der unteren Wohnung und hab mir 2 Wallboxen fördern lassen weil eben 2 Wohnungen. Wenn der Mieter will kann er jederzeit wenn man die Abrechnung klärt. Meiner will halt nicht. Pauschalaussagen sind immer schwierig.
Kurt K
07.12.2023 um 11:02
Ich wünsche den Konzepten, hin zu bezahlbaren E-Autos, viel Glück. Wenn es nur durch kleinere Reichweiten geht…. so muß es wohl so sein. Alle müssen sich für die Zukunft eben fragen, was jede(r) bereit ist, zu investieren. Evtl eben etwas Zeit bei häufigeren Ladezyklen.
Gregor
07.12.2023 um 11:37
Die electrive Zahlen zu den Neuzulassungen zeigen, das BEV erst seit 2 Jahren ein Massenmarkt sind. Das gleich jeder Hans und Franz den Anspruch hat, dass BEV "bezahlbar" sein müssen und das BEV "nicht für jeden sind" finde ich etwas grotesk. Natürlich wird sich der Markt entwickeln. Natürlich werden Gebrauchte bezahlbar sein. Natürlich werden Neuwagen auch bald "bezahlbar" sein. Rückfahrkameras und anderes Elektronik Gedöhns war immer zuerst in den Luxusautos der Marken zu haben. Bis all die Gimmiks dann in die Sparautos getropft ist. Das hat alles ein paar Jahre gedauert. Warum schreien also alle das gerade bei den BEVs auf einmal alles anders sein muss. Warum wollte der Polo Fahrer von damals nicht auch Rückenmassage und Berganfahrhilfe? Warum hat der Pololenker damals nicht danach geschriehen?
Ralf
08.12.2023 um 08:45
e-Autos sind schon lange "bezahlbar". Sie sind nämlich billiger als Verbrenner. Nur halt nicht im Moment der Anschaffung. Wer aber 10 Zentimeter weiter über den Tellerrand denkt, der weiss das....
Mark Thielgen
08.12.2023 um 18:12
Strom für e-Autos ist derzeit so teuer, dass ein sparsamer Diesel oder sogar Benziner spürbar günstiger pro Kilometer fährt. Der Bremssverschleiß ist beim Elektroauto deutlich höher etc . Hinzu kommen geradezu irrwitzige Wartungskosten (Für was eigentlich?). Die Geschichte vom "längst günstigeren e-Auto" bleibt ein modernes Märchen mit dem sich so manche ihren Kauf rechtfertigen. Mehr nicht.
Markus
05.01.2024 um 17:03
Der Beitrag zeigt nur wieder was alles an Falschinfos noch immer durch Stammtisch, „Bekannte“ und „Bekannte/Kollegen von Freunden“ verbreitet wird. Glückwunsch. Bremsenverschleiß höher… zu geil… vermutlich wegen höherem Gewicht zusammengereimt als ultimative Wahrheit ^^
Jörg B
10.12.2023 um 12:42
Seit wann ist der Bremsverschleiß beim e Auto höher? Ich Frage nur für einen Freund, weil wir de facto in 4 Jahren nicht eine einzige Bremse für irgendein Fahrzeug in unserem Firmenwagen Pool instandsetzen mussten... Die einzige Gefahr ist, dass sich Mitarbeiter so sehr ans rekapurieren gewöhnen (vor allem beim Tesla), das die Bremse rostet, weil sie nicht benutzt wird . Auch der Rest ihrer Berechnung geht vorne und hinten nicht auf, da in unserem Pool immer (!) Das e Auto den entsprechenden Verbrenner betriebswirtschaftlich schlägt....
Günther Huck
07.12.2023 um 13:29
Wichtig ware halt, ob die im Centoventi zusätzlichen, selbst wechselbaren Akkus noch erhalten bleiben. Allein das, ware ein Grund auf den Fiat Pandina zu warten. Die Größe der Basisakkus ware dann nicht so wichtig. Gut wäre halt auch ein 22kw on board charger, ein offener CAN Bus fur Erweiterungen und da Lego-Austauschsystem. Verschiedene selbst austauschbare Dachversionen aus Recycling Kunststoff ...
Marko Weiß
07.12.2023 um 15:49
Alles lustige Nahverkehrsvehikel. Ab zum Ausflug, oder gar Urlaub, spielts damit nicht. Das ist der große Unterschied zu Verbrennerkleinwagen. Aus 200km WLTP werden 120 von laden zu laden und aus den 320km bestenfalls 200km von Säule zu Säule. Im Stadtverkehr, nicht bei 120 km/h. Ich hatte 5000km lang den E-Twingo mit 22kWh Akku. Im Winter 60km von laden zu laden, Akku von 100-20% An sich ein recht guter Kleinstwagen, Hinterrad, aber halt zu kleiner Akku und kein DC-Laden.
ChV
11.12.2023 um 09:31
Richtig, Nahverkehr ist beim Stand der Technik sicher eine der besten Anwendungen des Elektroantriebs. Daß man mit einem Kleinwagen in einem Wochenende 1100km problemlos reisen kann, wie ich es im Sommer mit meinem Italienischen, 27 Jahre alten tat, bleibt in der schönen, neuen Welt wohl ein Wunschtraum.
Streitl Martin
07.12.2023 um 19:45
Bitte baut keine Hybridautos mehr, das ist einfach eine Mogelpackung Allen einen schönen Abend
Reymond
08.12.2023 um 19:37
Richtig, plug-in hatte ich, war nicht so effizient, nun einen Toyota voll Hybrid, der verbraucht die hälfte von normalen Verbrennern.
Paul
07.12.2023 um 23:12
Sie meinen wohl Plug in Hybrid. Ich fahre einen Voll-Hybrid von Toyota. Der Verbrauch ist bei richtiger Fahrweise signifikant geringer als bei einem vergleichbaren Verbrenner.
Fritz
08.12.2023 um 09:12
Ich verstehe die ganze Diskussion nicht. Angebot und Nachfrage regelt den Preis, so funktioniert die Marktwirtschaft. Der Staat hat sich da auch nicht einzumischen! Das heißt alle Größen, Formen und Antriebsarten, E-Autos sowie Verbrenner werden angeboten und der Kunde entscheidet was er möchte.
ChV
11.12.2023 um 11:47
Das wäre ideal, wenn sich nicht Politik und Lobbyismus zu sehr einmischen würden. Es gibt Bereiche, wo Elektroantrieb unschlagbar ist, aber auch viele, wo seine Grenzen mehr als deutlich zutage treten.
R. D.
11.12.2023 um 07:01
Seit wann regelt die freie Marktwirtschaft alles? Abertausende Gesetze regeln alles mögliche... auch rund ums Auto.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert