Lacroix beginnt mit dem Bau bidirektionaler Ladegeräte für Renault

Der Elektronikspezialist Lacroix fertigt ab sofort bidirektionale Ladegeräte für die Renault Group. Dieser Tage startete die Fertigung der Mobilize PowerBox auf der neuen Produktionslinie im Lacroix-Elektronikwerk im südwestlich von Paris gelegenen Beaupréau-en-Mauges.

lacroix renault v2g ladestation 2024
Bild: JALLAIS, Yannis / LACROIX

Gefertigt wird die Mobilize PowerBox in vier verschiedenen Ausführungen: drei funktionieren klassisch unidirektional und eine bidirektional. Hintergrund ist, dass Renault mit seinem angekündigten Elektro-5er bidirektionales Laden fahrzeugseitig einführen will. Die anfängliche Produktionskapazität für die Mobilize PowerBox soll 65.000 Einheiten pro Jahr betragen. Ziel sei es, die Ladestation in Kürze für alle Elektrofahrzeuge der Marken der Renault Group einzuführen, heißt es in einer begleitenden Mitteilung.

Die neue AC-Ladelösung eignet sich laut Renault-Tochter Mobilize für alle einphasigen oder dreiphasigen elektrischen Installationen und kann sowohl innen als auch außen, an der Wand oder freistehend installiert werden. Sie liefert bis zu 22 kW Leistung und wartet zudem mit einem dynamischen Energiemanagement auf.

Bei der Entwicklung des Ladegeräts wirkte Technologiepartner IoTecha Corp. sowie die „Software République“ mit, ein Innovationsökosystem aus den Mitgliedern Orange, Renault, STMicroelectronics und Thales. Die Fertigung bei Elektronikspezialist Lacroix kann künftig „bei größeren Stückzahlen angepasst oder sogar verdoppelt werden, um die potenziell steigende Nachfrage am Markt zu erfüllen“, heißt es. Dies stehe im Einklang mit dem Ziel der Renault Group, den Elektroniksektor in Frankreich zu stärken.

Die einzelnen Versionen der PowerBox unterteilen sich in Uno, Uno Plus, Uno Pro und Verso. Erstere richtet sich an Privatpersonen, die nächste an Unternehmen oder Wohnviertel, die eine Ladelösung für einen geschlossenen Kreis an Menschen suchen. Die Uno Pro ist eine öffentlich zugängliche und bei Mitarbeitern zu Hause installierbare Ladestation, die über einen MID-Zähler (Measurement Instruments Directive) für die Stromabrechnung verfügt.

Die Verso-Version ist schließlich die bidirektionale Ladelösung, die die Rückspeisung von Strom aus der Antriebsbatterie in das Hausnetz oder in das öffentliche Netz beherrscht. „Dank der Wechselstromtechnologie ermöglicht die Mobilize PowerBox VERSO breiten Kundenkreisen den Zugang zum bidirektionalen Laden ihres Fahrzeugs und maximiert den Nutzen des intelligenten Energiemanagements. Die bidirektionale Ladestation wird zum Marktstart des elektrischen Renault 5 erhältlich sein“, teilt Mobilize mit.

Alle Versionen profitieren von automatischen Updates und Ferndiagnose (FOTA, Firmware over the Air) per Internet. Sie werden mit einer Typ-2-Steckdose oder außerhalb Frankreichs mit einem 6,5 Meter langen Kabel ausgeliefert. Die Versionen Uno Pro und Verso verfügen zudem über eine 4G-Verbindung.

Der rein elektrische Renault 5 wird wie erwähnt das erste Fahrzeug von Renault sein, das mit einem bidirektionalen Ladegerät ausgestattet ist. Der zugehörige V2G-Service wird ab der Markteinführung des Renault 5 in Frankreich und Deutschland im Jahr 2024 und in Großbritannien im Jahr 2025 verfügbar sein. Weitere V2G-fähirge Modelle sollen anschließend auf den 5er folgen.

Begleitend zur Markteinführung des Renault 5 will die Renault-Mobilitätsmarke den sogenannten Mobilize V2G Service inklusive einer Smartphone-App launchen, mit der sich das bidirektionale Laden programmieren lässt. Als Kriterien können dort etwa ein gewünschter Batteriestand und/oder die Zeit festgehalten werden, zu der das Fahrzeug das nächste Mal genutzt wird.

presse.mobilize.co.de

3 Kommentare

zu „Lacroix beginnt mit dem Bau bidirektionaler Ladegeräte für Renault“
Thomas Wagner
12.02.2024 um 08:11
Da bekommt die Neuerscheinung des R5 eine ganz neue Qualität ! Bravo Renault !
Hansruedi Wuersch
12.02.2024 um 08:57
Welche Preis Grössenordnung könnte eine Bidi Verso Wallbox 11kW ausmachen ? emq@gmx.ch Ambassador V2X AC Onboard
Oliver
12.02.2024 um 16:57
Bravo ! Ein sehr wichtiger Schritt um seinen eigenen Strom aus der PV sinnvoll zu verteilen anstatt ihn für wenige Cent an die Stromkonzern abgeben zu müssen. Bin nur mal gespannt, ob Renault ähnlich wie VW einen Counter hat, der das bidirektionale Laden auf einige tausend Zyklen begrenzt.

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