China-Markt für E-Auto-Batterien wächst um 40 Prozent
Die Lithium-Eisenphosphat-Zellchemie hat sich damit wohl endgültig als Standard-Batterie in China etabliert. Einige Autobauer haben von Anfang an ausschließlich auf LFP-Batterien gesetzt, allen voran BYD. Andere haben inzwischen die Anzahl ihrer LFP-Modelle stark ausgebaut oder das eigene Portfolio komplett umgestellt – wie etwa Xpeng. Selbst in Oberklasse-Fahrzeugen sind NMC-Batterien in China also nicht mehr gesetzt, sondern werden zunehmend gegen die robusteren und günstigeren LFP-Zellen ersetzt, die mit der Weiterentwicklung der Technologie ihre bisherigen Nachteile nach und nach ablegen.
Das macht sich auch im Batteriemarkt bemerkbar: Konkret waren 625,3 GWh oder 81,2 Prozent des gesamten Markts für EV-Batterien in China LFP-Zellen. Das sind 52,9 Prozent mehr als 2024. Folglich entfielen noch 144,1 GWh entfielen auf NMC-Akkus, was einem Anteil von 18,7 Prozent entspricht. Dass dieser Batterietyp in China aber an Relevanz verliert, zeigt auch das geringe Wachstum von nur 3,7 Prozent. Im sich schnell entwickelnden EV-Markt in China ein bemerkenswert geringer Zuwachs – aus den oben genannten Gründen.
Wie Grafiken des Portals CN EV Post auf Basis der Daten der China Automotive Battery Innovation Alliance (CABIA) zeigen, lag 2025 die EV-Batterieproduktion in China jeden Monat über der des Vorjahres. 2024 war das nicht der Fall, dort war etwa im Februar die Produktion in 2023 höher. Auch 2025 war der Februar aufgrund der mehrtägigen Feierlichkeiten rund um das chinesische Neujahrsfest der schwächste Einzelmonat, jedoch war die Produktion deutlich höher als 2023 oder 2024.
Im Dezember 2025 hat die Batterieproduktion mit 98,1 GWh an der 100-GWh-Marke gekratzt, sie aber nicht ganz erreicht. Üblicherweise sinkt die Produktion zu Jahresbeginn deutlich, weshalb im Q1 kein neuer Rekord zu erwarten ist. Auch im Dezember waren die LFP-Zellen mit 81,3 Prozent des Volumens oder 79,8 GWh die dominierende Zellchemie in China. NMC-Batterien lagen bei 18,6 Prozent Marktanteil. 18,2 GWh bei den NMC-Batterien nur im Dezember bedeuten zwar einen neuen Monatsrekord, seit 2022 hat sich das Produktionsniveau für NMC-Zellen in China aber kaum erhöht – bei LFP-Zellen hingegen schon.
Für dieses Wachstum sind vor allem zwei Unternehmen verantwortlich: CATL und BYD. Mit alleine 333,57 GWh an produzierten Batteriezellen für Elektroautos ist CATL mit 43,4 Prozent weiterhin der Marktführer in China, auch wenn der Marktanteil zu 2024 leicht von 45,1 Prozent gesunken ist. Dahinter folgt BYD mit 165,77 GWh und 21,6 Prozent Marktanteil – auch hier ist der Marktanteil leicht von 24,7 Prozent gesunken. Die weiteren Hersteller können den beiden Marktführern also etwas Anteile abnehmen, aber deren Vormachtstellung nicht wirklich gefährden. Hersteller wie CALB, Gotion High-Tech, Eve Energy, Sunwoda und Svolt Energy kommen nur auf einstellige Marktanteile.
Noch dominanter als im Gesamtmarkt ist die Position von CATL bei den NMC-Batterien: Von den 144,1 GWh stammen alleine 101,6 GWh oder 70,9 Prozent von CATL. Dahinter schafft es kein weiteres Unternehmen auf einen zweistelligen Marktanteil: LG Energy Solution (13,75 GWh, 9,6 % MA), CALB (12,73 GWh, 8,9 % MA) und Svolt Energy kommen ebenfalls noch auf nennenswerte Marktanteile, dahinter bricht der Markt aber ein.
Im LFP-Markt ist ebenfalls CATL der größte Hersteller, wenn auch mit deutlich kleinerem Vorsprung auf BYD. 231,9 GWh von CATL entsprechen 37,1 Prozent Marktanteil, BYF folgt mit 165,7 GWh und 26,5 Prozent Marktanteil. Bei den LFP-Zellen liegt VW-Partner Gotion High-Tech auf Platz 3 vor CALB, muss mit 42,9 GWh und 6,9 Prozent Marktanteil aber schon einen großen Abstand zu den Top-2 verkraften.
cnevpost.com (Gesamtmarkt), cnevpost.com (nach Unternehmen)





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