Milence eröffnet Lkw-Ladepark nahe Kaufland-Verteilzentrum

Kaufland und das Lkw-Lade-Joint-Venture Milence kooperieren bei einem öffentlichen Lkw-Ladepark in Barsinghausen. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Kaufland-Verteilzentrum, von dem aus Filialen im Raum Hannover versorgt werden. Die Partnerschaft ermöglicht es Kaufland bald, seine E-Lkw als Premium-Kunde von Milence priorisiert zu laden.

Kaufland milence kooperation
Das Bild zeigt Tobias Hartmann (SCM International Transport Logistics), Tobias Prenzel (Milence) und Pascal Siegmund (SCM International Transport Logistics).
Bild: Milence

Unter den von Barsinghausen nach Hannover pendelnden Trucks in der Kaufland-Logistik sind seit 2024 auch drei E-Lkw. Das strombetriebene Trio erhält seine Energie bisher direkt am Logistikzentrum aus zwei mobilen Ladeeinheiten. Nun folgt eine stationäre Alternative: Die E-Lkw der Kaufland-Logistik erhalten priorisierten Zugang zu einem öffentlichen Milence-Ladepark in unmittelbarer Nähe zum Verteilzentrum. Dort stehen ab dem zweiten Quartal vier CCS-Ladesäulen mit bis zu 400 kW Ladeleistung bereit, wobei es laut einer begleitenden Mitteilung geplant ist, die Ladekapazität künftig noch zu erweitern, indem auch Megawatt-Ladepunkte installiert werden.

Mit der bevorstehenden Eröffnung des Ladeparks in Barsinghausen will Kaufland auch die E-Lkw-Flotte in seiner Logistik aufstocken – und zwar um sechs weitere Einheiten. „Die vier Ladestationen ermöglichen den verstärkten Einsatz von E-Lkw mit größerer Reichweite, sodass auch weiter entfernte Filialen in Norddeutschland von Barsinghausen aus beliefert werden können“, meldet das Unternehmen.

Laut Pascal Siegmund, Leiter SCM International Transport Logistics bei Kaufland, soll die eigene Logistik dank starker Allianzen nachhaltig und zukunftsorientiert aufgestellt werden. Und die Partnerschaft zwischen Kaufland und Milence bezeichnet er im Lebensmitteleinzelhandel bisher als einmalig. „Sie eröffnet uns die Möglichkeit, auch an weiteren Standorten die notwendige Ladeinfrastruktur auszubauen. Mit Milence […] können wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag zur CO2-Reduktion in der Logistik leisten.“

„Unsere Partnerschaft mit Kaufland zeigt, wie Frachteinkäufer die Elektrifizierung von Lkw beschleunigen können, indem sie die Nachfrage bündeln und ihren großen und kleinen Transportpartnern die ersten Schritte zur Elektrifizierung ihrer Flotte ermöglichen“, betont auch Tobias Prenzel, Business Development and Partnership Lead bei Milence. „Durch die Sicherung TCO-freundlicher Konditionen ist Kaufland ein Vorreiter in seiner Branche und trägt dazu bei, die Risiken einer frühen Umstellung zu verringern und Vertrauen in den Wandel aufzubauen.“ 

Tobias Prenzel sieht in der Kooperation durchaus eine Blaupause für künftige Allianzen: „Unsere Ladezentren können sowohl den Fernverkehr als auch den regionalen Güterverkehr unterstützen. Wir freuen uns darauf, dieses Projekt voranzutreiben und diesen Ansatz mit weiteren Partnern in ganz Europa zu verfolgen.“

milence.com, unternehmen.kaufland.de

5 Kommentare

zu „Milence eröffnet Lkw-Ladepark nahe Kaufland-Verteilzentrum“
Why Not?
22.01.2026 um 11:09
Es ist für mich total unverständlich warum die gigantischen eigenen Flächen auf Dächern Wänden und Zäunen nicht für PV in Verbindung mit Speichern und Speicherladesäulen als Insellösung genutzt werden um den eigenen und Zulieferverkehr mit Energie zu versorgen sowie den Gebäudestrom daraus zu beziehen. Ebenso bei den Supermärkten bestehen diese Möglichkeiten. Bei den großen Handelskonzernen wird doch eigentlich immer spitz gerechnet und dann wird so ein großes Einsparpotential ignoriert ⁉️
Mike
18.05.2026 um 08:46
Wissen sie wieviel Strom ein E- Lkw benötigt? Kleiner Praxis Hinweis. Neuer E-Lkw 96% Akku hatte er. Um auf 100%zu kommen brauchte er über 20kwh. Ich bin auch dafür freie Fläche für pc zu nutzen aber. Eine insellösung bei dem Stromverbrauch?
Matthias
23.01.2026 um 15:11
Die üblichen Fabrik-Flachdächer sind nicht für die nachträgliche Montage von PV-Modulen geeignet. Einen PKW-Parkplatz kann man mit Solar überdachen, aber LKW und Sattelzüge brauchen mehr Höhe und vor allem viel größere Abstände zwischen Stützen um rangieren zu können. Bei Neubauten liegt es nahe es so wie Kaufland zu machen, also einen Parkplatz überbauen mit Gebäude auf Stelzen, darauf Solar, evtl. auch Fassaden-PV.
Volker Jaschke
22.01.2026 um 12:23
Wie funktioniert denn ein "priorisierter Zugang"? Muss man absöpseln wenn ein Kaufland LKW kommt?
Thorsten Schreiber
04.02.2026 um 21:46
Gute Frage. Vielleicht stellt der Pförtner auch einen Pylonen auf einen Ladeplatz, sobald bekannt ist, dass demnächst ein Kaufland LKW laden muss.

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