ZF liefert erneut E-Achsen für Elektrobusse in Indien
Bereits vergangenes Jahr meldete ZF einen Auftrag über die Lieferung von mehreren Tausend elektrischen Antriebsachsen an einen führenden Bushersteller in Indien. Der Unterschied zwischen damals und heute: 2025 handelte es sich um die AxTrax 2, die in elektrischen Überlandbussen verbaut werden sollte. Diesmal aber geht es um die AxTrax 2 LF, wobei das Kürzel LF für Low Floor wie Niederflur steht. Entsprechend wurde diese Modellvariante speziell für die Anforderungen im öffentlichen Nahverkehr entwickelt, wo ein niedriger Einstieg wichtig ist.
Um welchen Hersteller es sich genau handelt, darf ZF einmal mehr nicht verraten – die bekanntesten E-Bus-Hersteller in Indien sind Tata Motors, Ashok Leyland / Switch Mobility und JBM EV. Dabei hat JBM EV vergangenes Jahr angekündigt, seine E-Busse auch nach Europa bringen zu wollen – und verweist in einem Produktblatt für den elektrischen Solobus Ecolife e12 tatsächlich auch auf E-Achsen von ZF, ohne allerdings das konkrete Modell zu nennen.
Vorgestellt wurde die AxTrax 2 LF auf der Busworld 2023. Sie wird in zwei Varianten mit Dauerleistungen von 260 kW und 360 kW und Spitzendrehmomenten von 22.700 Nm und 37.300 Nm angeboten. Gegenüber dem Vorgängermodell AxTrax AVE soll die moderne E-Achse 20 Prozent weniger Energie benötigen. Das reduziert die erforderliche Batteriegröße und ermöglicht Betreibern somit niedrigere Kosten, eine größere Reichweite oder eine Komibnation daraus.
„Dieser Auftrag unterstreicht die Stärke von ZF als verlässlicher Partner bei der Weiterentwicklung emissionsfreier Mobilität und spiegelt die anhaltend hohe weltweite Nachfrage nach Produkten in allen wichtigen Nutzfahrzeugbereichen wider“, sagt Andreas Moser, Leiter der Division Commercial Vehicle Solutions und verantwortlich für die Region Indien bei ZF.
Die vollständig integrierte Niederflurachse vereint dabei Antriebs-, Brems- und Fahrwerksysteme in einer kompakten Architektur, die zugleich den verfügbaren Raum für Batterien und Fahrgäste vergrößert. Im System kommen dabei duale PSM-Hairpin-Motoren und ein 800-Volt-SiC-Wechselrichter zum Einsatz. Damit erreicht ein 30-Tonnen-Gelenkbus laut ZF mit lediglich einer angetriebenen Achse eine Steigfähigkeit von 25 Prozent.





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