Einride bekommt bei SPAC-Börsengang weitere 113 Mio. Dollar

Der auf elektrische und autonome Gütertransporte spezialisierte Anbieter Einride erhält im Zuge des Zusammenschlusses mit der leeren Börsenhülse Legato eine Kapitalspritze von 113 Millionen US-Dollar. Diese kommen zu den 220 Millionen US-Dollar hinzu, die Legato in die Fusion einbringt.

Einride ebot
Bild: Einride

Dass Einride einen sogenannten SPAC-Börsengang mit Legato anpeilt, ist seit November bekannt. Durch den Zusammenschluss mit der bereits börsennotierten leeren Börsenhülle kann Einride eine Abkürzung an die Börse nehmen und muss kein so aufwändiges Verfahren durchführen wie bei einer regulären Erstnotiz (IPO) üblich.

Nun sind weitere Details bekanntgeworden: Neben dem Zugriff auf die bereits bekannten 219 bis 220 Millionen US-Dollar aus dem Vermögen von Legato wird die fusionierte Gesellschaft auch frische Mittel von 113 Millionen US-Dollar erhalten. Möglich macht das eine sogenannte PIPE-Finanzierung, also eine Privatplatzierung von Aktien bei institutionellen Anlegern noch vor der Notiz des fusionierten Unternehmens an der Börse. Somit stehen Einride nach der Fusion mit Legato rund 333 Millionen US-Dollar an zusätzlichem Eigenkapital zur Verfügung, die Einride für seine Expansion nutzen kann.

„Diese PIPE-Finanzierung spiegelt das starke Vertrauen der Investoren in Einrides Mission wider, den globalen Güterverkehr durch autonome und elektrische Technologien zu revolutionieren“, sagte Roozbeh Charli, CEO von Einride. „Mit diesem zusätzlichen Kapital sind wir unserer Ansicht nach bestens aufgestellt, um unsere kommerziellen Implementierungen von elektrischen und autonomen Güterverkehrslösungen sowohl bei bestehenden als auch bei neuen Kunden auszuweiten und gleichzeitig weiterhin in unser automatisiertes Fahrsystem und unsere intelligente Güterverkehrsplattform zu investieren.“

Im Zentrum des 2016 in Schweden gegründeten Unternehmens steht die Vision, einen vollautonomen Güterverkehr zu ermöglichen.  Dazu hat Einride bereits 2022 den selbst entwickelten und autonomen E-Lkw Gen 2 Rigid Large vorgestellt, der vergangenes Jahr in eBot umbenannt wurde. Das vollelektrische Fahrzeug hat keine Fahrerkabine und entsprechend auch kein Lenkrad, Gaspedal oder Bremse. Entsprechend steht mehr Platz für Waren zur Verfügung als in herkömmlichen Lkw.

Aktuell liegt das Hauptgeschäftsfeld von Einride aber noch in der Vermietung von durch Menschen gesteuerte E-Lkw und der dazu passende Flotten- und Lademanagement-Software. In Europa arbeitet das Unternehmen bereits mit Firmen wie ReweKauflandCarlsberg oder Heineken zusammen und setzt dabei E-Lkw von Herstellern wie Daimler Truck oder Scania ein. Auch in den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist Einride aktiv, z.B.  im Hafen von Jebel Ali in Dubai.

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