Österreich: E-Auto-Neuzulassungen wachsen beständig weiter

4.439 Elektro-Pkw wurden im Februar in Österreich neu zugelassen. Das sind 4,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und entspricht einem BEV-Neuzulassungsanteil von 20,9 Prozent.

Oesterreich
Bild: electrive

Damit konnten die rein elektrischen Autos ihren Marktanteil im Vergleich zum Januar sogar leicht ausbauen, damals kamen die E-Autos auf 20,5 Prozent. Mit 4.439 Elektroautos von 21.288 Neuzulassungen im Februar insgesamt sind die BEV damit weiterhin die drittbeliebteste Antriebsart der Österreicher.

Grundsätzlich gilt in Österreich: Deutlich mehr als die Hälfte aller Neuzulassungen haben ein „alternatives Antriebssystem“. Dazu zählt Statistik Austria neben den BEV (als „Elektro“ bezeichnet) auch die Benzin-Hybride und Diesel-Hybride sowie „andere alternative Antriebe“ – in letztgenannter Kategorie gab es aber im Januar und Februar 2026 keine einzige Neuzulassung. Bei den beiden Hybrid-Kategorien wird aber nicht weiter nach dem Grad der Elektrifizierung unterschieden, vom Mildhybrid über den Vollhybrid bis zum Plug-in-Hybrid werden hier alle Arten zusammengezählt.

Und gerade die Benzin-Hybride sind in Österreich gefragt: 7.903 Neuzulassungen bedeuten hier einen Zuwachs von 28,7 Prozent zum Februar 2025, womit diese Antriebsart für 37,1 Prozent des Marktes steht. Dabei kann aber wie erwähnt nicht gesagt werden, wie viele davon Mildhybride sind (also beim Kundenverhalten de facto Verbrenner) und wie viele Plug-in-Hybride auch nennenswerte Strecken rein elektrisch fahren könnten. Die Diesel-Hybride liegen mit 913 Einheiten 10,6 Prozent unter dem Vorjahr – im Januar lag das Minus noch bei über 30 Prozent.

Neben den Diesel-Hybriden haben auch die reinen Benziner weiter verloren, sie sind noch mit 5.530 Neuzulassungen in der Februar-Statistik geführt – 3,6 Prozent unter dem Vorjahr. Das bedeutet 26,0 Prozent Marktanteil. 2.503 neue Diesel sind sogar 0,6 Prozent mehr als im Februar 2025 und deutlich über dem Januar, wo es im Jahresvergleich noch deutliche Rückgänge gab. 11,8 Prozent der Neuzulassungen entfallen damit auf die Selbstzünder.

Zu den beliebtesten Marken und Modellen mit Elektroantrieb äußert sich Statistik Austria nicht, sondern nur über alle Antriebsarten hinweg.

„Der heimische Neuwagenmarkt hat auch im Februar im Vorjahresvergleich zugelegt. 21.288 neue Pkw wurden für den Verkehr zugelassen, das sind um 8,5 Prozent mehr als im Februar 2025“, bilanziert Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria. „Damit gab es im Jänner und Februar in Summe 44.217 Pkw-Neuzulassungen, ein Plus von 10,4 Prozent im Vergleich zu den ersten beiden Monaten 2025. Der Anstieg geht vor allem auf Benzin-Hybride zurück.“

statistik.at (PDF)

6 Kommentare

zu „Österreich: E-Auto-Neuzulassungen wachsen beständig weiter“
Volker Jaschke
11.03.2026 um 11:03
Knapp 80% der Neuwagenkäufer rechnen offenbar damit, ihr Verbrenner Fahrzeug in 10 Jahren noch wirtschaftlich betreiben zu können. Das ist erstaunlich. Mehr Ehrlichkeit wäre angebracht und da ist der Autoverkäufer nicht zwingend die erste Adresse.
Branchenkenner
11.03.2026 um 14:36
Man kann Autos auch nach z.B. 5 Jahren verkaufen und dann auf ein vollenteickeltes E-Auto umsteigen. Aktuelle E-Autos sind oft einfach noch nicht gut genug, man schaue sich mal die eher niedrigen realistischen Reichweiten auf der Autobahn und die langem Ladezeiten an, insbesondere bei Tesla. Erst E-Autos mit großer Reichweite und damit auch einigermaßen großem Akku und 800V Schnellladefähigkeit mit einer Ladezeit von maximal 20 Minuten, lieber sogar 10-15 Minuten, sind voll alltagstauglich und ersetzen einem Benziner/Diesel komplett. E-Autos die nicht ausreichend modernisiert wurden und leider eben auch E-Kleinwagen, sind zu teuer für das was sie wirklich leisten können und gerade nach mind. 10% Batterie-Degradation ist der Wertverlust dadurch sehr hoch weil die Reichweite noch weiter eingeschränkt wird und die Ladezeit nicht kürzer wird. Vollständig alltagstaugliche und moderne E-Fahrzeuge der Mittelklasse sind der Mercedes CLA, BMW iX3, BMW i3, Volvo EX60. Bei den chinesischen Modellen wie z.Bm Zeekr 7X reicht die Reichweite und Effizienz nicht aus um wirklich einen Benziner zu ersetzen, auch wenn die Ladezeiten zwischen 5-10 Minuten schneller sind als bei der westlichen Konkurrenz. Das kann und wird sich aber schnell ändern, ein Blick auf kommende Modelle reicht um zu verstehen das hochmoderne und nun auch effizientere 900V Fahrzeuge aus China auch eine Rolle spielen werden. Bei den Kleinwagen und Kompaktwagen sind das der VW ID. Polo, Cupra Born, VW ID. Cross (Skoda Epiq fällt raus da Ladeleistung eingeschränkt wurde und auch die Ausstattung wurde deutlich verkleinert im Gegensatz zu den anderen Plattform-Fahrzeugen), VW ID.3, Skoda Elroq und der kommende Audi A2 e-tron. So viel Auswahl gibt es da nicht. Es kann also durchaus in Ordnung sein für die nächsten 5 Jahre einen Benziner-Hybrid zu nehmen.
Efahrer
21.03.2026 um 15:44
Komisch, ich fahre einen 400 V ID.4 und komme damit super zurecht. Und ich bin kein Schleicher auf der Autobahn. Dafür freue ich mich aktuell jeden Tag, dass Skeptiker wie du beinahe das dreifache für ihre Mobilität zahlen.
Martin Seiler
21.03.2026 um 20:57
Top! - Larmoyante Branchenkennerei kennen wir. Davon hört man immer wieder, dass Vielfahrer mit 60 - 80 T km pro Jahr keine nennenswerte Probleme mit ihren Fahrzeugen haben.
Tom
11.03.2026 um 13:32
Nein, die erste Adresse vielleicht nicht... Aber die erzkonservativen Strömungen verbreiten genau das - keine Änderung notwendig. Ein Sieg der Öl-Lobby auf auf breiter Front. Und wann die europäischen Hersteller ein Problem haben, dann jetzt umso mehr. Die notwendigen Informationen wurden niemandem vorenthalten.... ehrlich.
whilee
11.03.2026 um 12:36
Ist die Schlussfolgerung zulässig? Der Leasing-Anteil ist hoch, die durchschnittliche Behaltedauer eines Neuwagens zwischen 5 und 6 Jahren. Das Problem der Wirtschaftlichkeit in 2036 wird wohl zumeist an den Zweitbesitzer abgewälzt. Abgesehen davon können im momentanen politischen Umfeld nicht einmal Konzerne zuverlässig auf 10 Jahre planen. Wie sollen es private Haushalte können? Aber ja, der Autoverkäufer ist da selten hilfreich.

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