Aus für China-Produktion: Polestar 3 kommt künftig nur noch aus den USA
Der Polestar 3 für die Weltmärkte soll künftig nur noch aus den USA kommen. Volvo Cars und Polestar wollen die Produktion des Stromers im Volvo-Werk in Ridgeville bei Charleston bündeln. Ergo wird das Modell aus Chengdu in China abgezogen. Dort wird es seit Anfang 2024 gefertigt. Die weitere Fertigungslinie im Volvo-Werk Ridgeville ging ein halbes Jahr später ans Netz.
Die Gründe nennen die Partner nicht explizit. Volvo schreibt, die strategische Bedeutung des US-Werks von Volvo als wichtigen Produktionsstandort für Volvo Cars und Polestar stärken zu wollen. Im Kern dürfte es aber um Kostensenkungen und auch Zollvermeidungen gehen: Denn die Schweden schreiben, dass die eigene globale Produktionsstruktur mit Standorten in China, Europa und den USA es ermögliche, „die Werke hinsichtlich höchster Effizienz zu optimieren“. Im Umkehrschluss waren die zwei Fertigungslinien des Polestar 3 auf zwei Kontinenten eben nicht das Optimum. Zumal auf China-E-Auto-Exporte nach Europa und auch in andere Weltregionen hohe Zölle anfallen.
Klar ist: Volvos Werk in den USA ist bereits globaler Produktionsstandort für den vollelektrischen Volvo EX90. Und der EX90 basiert wiederum auf der SPA2-Architektur von Volvo Cars, auf der auch der Polestar 3 aufbaut. „Die Zusammenlegung der globalen Polestar-3-Produktion in Charleston trägt zur Effizienzsteigerung beider Unternehmen bei und unterstreicht gleichzeitig unser Vertrauen in das Werk und seine Rolle in unserer Produktionsstruktur“, kommentiert Håkan Samuelsson, CEO von Volvo Cars. „Die USA sind ein sehr wichtiger Markt für Volvo Cars, sowohl zur Unterstützung unserer Wachstumsziele als auch als strategischer Produktionsstandort zur Deckung der regionalen und Exportnachfrage.“
Neben der Produktion des Polestar 3 in den USA kündigt Volvo Cars bereits an, auch das Mittelklasse-SUV Volvo XC60 in South Carolina fertigen zu wollen. Dieser fährt als Plug-in- oder Mild-Hybrid vor. Und: Nach dem XC60 soll noch vor 2030 ein neues „Hybridmodell der nächsten Generation“ in das Werk in Ridgeville Einzug halten. Es zeigt sich: Den Erfolg rein elektrischer Stromer traut Volvo Cars den USA in den kommenden Jahren nicht mehr unbedingt zu.
Gebaut wird also, was Gewinne verspricht. Denn: Volvo Cars hat nach eigenen Angaben in den vergangenen zehn Jahren 1,3 Milliarden US-Dollar in das Werk in South Carolina investiert. Die Produktionskapazität beträgt derzeit 150.000 Fahrzeuge pro Jahr. „Zusammen mit den Werken in Europa und China spielt das Werk in Charleston eine wichtige Rolle in den Wachstumsplänen von Volvo Cars und dem verstärkten Fokus auf regional angepasste Produkte“, betont die Marke.
volvocars.com, media.polestar.com





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