BMW bringt neue iX3-Version mit Heckantrieb ab 63.400 €

BMW präsentiert mit dem BMW iX3 40 die zweite Antriebsvariante seines neuen Elektro-Hoffnungsträgers iX3. Sie wird 7.500 Euro günstiger ausfallen als der schon erhältliche Allradler. Dafür bekommen Kunden einen kraftvollen SUV mit 635 Kilometern Reichweite. Der Marktstart in Deutschland ist für den Sommer geplant.

Bmw ix3
Bild: BMW

BMW legt nach und stellt dem BMW iX3 50 xDrive eine günstigere, einmotorige Variante an die Seite. Für den BMW iX3 40 rufen die Münchner ab 63.400 Euro auf. Damit fällt der Hecktriebler 7.500 Euro günstiger aus als der erste iX3-Aufschlag der Münchner: Der iX3 50 xDrive, der seit Anfang dieses Monats im Handel ist, steht für 70.900 Euro in der Liste. Allerdings erst seit ein paar Wochen. Zur Weltpremiere im Herbst war das E-SUV mit Allradantrieb noch 2.000 Euro günstiger angekündigt worden. Anfang Februar vergrößerte BMW allerdings den Preis-Abstand zum nun folgenden 40er. Dazu weiter unten die Details.

Schauen wir zunächst auf die Technik: Der iX3 ist bekanntlich BMWs erster Repräsentant der Neuen Klasse. Mit dem neuen iX3 40 zeigt der Hersteller, wie ein effizienter Hinterradantrieb der neuen Plattform aussehen kann: Das verbaute Aggregat – BMWs E-Motor der sechsten Generation – leistet hier 235 kW und ist mit einer 82,6 kWh großen Batterie kombiniert. Alle Komponenten sind dabei auf 800 Volt ausgelegt. Als Reichweite gibt BMW bis zu 635 km gemäß WLTP an. Damit kommt der iX3 40 etwas weniger weit als der iX3 50 xDrive mit seinen bis zu 805 Kilometern.

Gehen wir ins Detail: Bei dem E-Motor an der Hinterachse handelt es sich um eine stromerregte Synchronmaschine (SSM) mit „besonders hohem Wirkungsgrad“, so der O-Ton aus München. Sie leistet besagte 235 kW und erzeugt ein Drehmoment von 500 Nm. Für den Sprint von null auf 100 km/h benötigt der neue BMW iX3 40 damit 5,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit gibt der Hersteller mit 200 km/h an. Damit liegt das neue Einstiegsmodell nur unwesentlich hinter dem stärker motorisierten 50er, der im Sprint eine Sekunde schneller ist und beim Topspeed noch einmal 10 km/h drauflegen kann.

BMW iX3 40BMW iX3 50 xDrive
AntriebRWDAWD
Leistung235 kW345 kW
Drehmoment500 Nm645 Nm
Beschleunigung5,9 s4,9 s
Höchstgeschwindigkeit200 km/h210 km/h
WLTPReichweite635 km805 km
Batteriekapazität82,6 kWh108 kWh
Ladeleistung DC300 kW400 kW
Ladezeit DC 10-80%21 min21 min
Preis63.400 Euro70.900 Euro

Die Batterie des iX3 40 kommt auf einen nutzbaren Energiegehalt von 82,6 kWh und beherbergt nun Rundzellen. Der Wechsel auf dieses Format war eine der wesentlichen Ansatzpunkte bei der Kreation der Neuen Klasse. BMW spricht von einer um 20 Prozent gesteigerten Energiedichte gegenüber den zuvor genutzten prismatischen Zellen. Außerdem macht sich das Cell-to-Pack-Design der neuen Batterien bei der Energiedichte bemerkbar. Als DC-Ladeleistung nennen die Münchner 300 kW, der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent soll 21 Minuten dauern (analog zum iX3 50 xDrive mit größerer 108 kWh Batterie, aber 400 kW Ladeleistung). Beim AC-Laden sind ab Werk bis zu 11 kW drin, optional wird aber auch ein 22-kW-Onboardlader verbaut.

Apropos 22 kW: Hier ein kurzer Exkurs zur kurzfristigen Preissteigerung beim schon erhältlichen 50er. Nachdem für den iX3-Allradler zur Weltpremiere auf der IAA Mobility im vergangenen Herbst noch ein Basispreis von 68.900 Euro kommuniziert wurde, ist das Modell Anfang Februar im Konfigurator 2.000 Euro teurer geworden. Und zwar in Verbindung mit ersten Modellpflege-Maßnahmen, noch bevor das Modell im März überhaupt regulär auf den Markt gekommen ist. So ist seitdem als Sonderausstattung das „AC-Laden Professional“ bestellbar, das Wechselstrom-Laden mit bis zu 22 kW ermöglicht. Damit einher geht auch die zusätzliche Funktion Vehicle-to-Load (3,7 kWh). Und es gibt neue Lackfarben und Design-Optionen im Interieur.

In die neuen 40er-Variante scheinen diese Modellpflege-Features direkt einzufließen. Denn auch für diesen kündigte BMW besagtes optionales 22-kW-AC-Laden und „vielfältige bidirektionale Ladefunktionen“ an, konkret V2L und V2H (Vehicle-to-Load und Vehicle-to-Home). Beim Design ist die neue Version kaum vom schon vorhandenen iX3 zu unterscheiden. Beide folgen bei der externen Optik dem minimalistischen Ansatz der Neuen Klasse. Und: „Die Serienausstattung des neuen BMW iX3 40 ist ebenso wie das Exterieur- und Interieurdesign identisch zum BMW iX3 50 xDrive“, verkünden die Münchner. Eine detaillierte Übersicht zur Ausstattung lässt sich hier nachlesen.

Vom Band laufen alle iX3-Varianten im neuen BMW-Werk im ungarischen Debrecen. Dort läutete der Hersteller im Oktober die Serienfertigung ein. Da ab Sommer 2026 auch die 40er Variante erhältlich sein soll, dürfte das dortige Produktionsdebüt des Hecktrieblers nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Klar ist: Mit dem E-SUV sind in München große Hoffnungen verbunden. Und der Auftakt hat sich schon einmal gut angelassen. Schon mit den Blind-Bestellungen (ohne, dass die Kunden das Auto gesehen haben oder zur Probe gefahren sind) ist bereits quasi die gesamte, geplante Produktion des iX3 50 xDrive des Jahres 2026 vergeben. BMW selbst hatte zuvor publik gemacht, aufgrund der hohen Nachfrage eine zusätzliche Schicht einzuführen.

Der gute Start des iX3 war jüngst denn auch bei der Präsentation der BMW-Geschäftszahlen für 2025 ein erfreuliches Thema. Laut CEO Oliver Zipse, der im Mai nach der Hauptversammlung den Vorstandsvorsitz an Milan Nedeljković übergibt, ist die Nachfrage sowohl bei den Privat- als auch den Flottenkunden höher als erwartet. „Und wir gewinnen auch viele Neukunden, die zuvor noch keinen BMW gefahren sind“, so Zipse zu dem neuen Elektro-SUV.

press.bmwgroup.com

18 Kommentare

zu „BMW bringt neue iX3-Version mit Heckantrieb ab 63.400 €“
Karl-Heinz Oehling
31.03.2026 um 13:53
Da hätte ich doch eine Longrange Variante mit Heckantrieb und 108kWh Batterie erwartet (viellicht kommt die noch?) und dann noch die relativ schwache Ladeleistung mit max. 300kW bei einem 82,5kWh-Akku mit einem 800V-System! Da muss man leider feststellen, dass die asiatischen - und insbesondere die chinesischen Hersteller, wie Xpeng & Co mehr zu bieten haben (Preis-/Leistung).
Branchenkenner
01.04.2026 um 00:39
Haben sie nicht. Der BMW iX3 hat das bessere Gesamtpaket
Stefan
01.04.2026 um 15:48
Also ich finde den iX3 ja auch recht gelungen aber mal absehen vom größeren Akku, wo ist der iX3 so viel besser als der Xpeng G6, damit er einen Aufschlag von knapp 20k rechtfertigt?
Branchenkenner
02.04.2026 um 11:31
100km mehr Reichweite?! Standardmäßig hat der iX3 das Panoramic Vision Display an der Windschutzscheibe, optional gibt es HUD. Beides gibt es im Xpeng nicht. 2000kg Anhängelast ist auch super, der Xpeng hat 1500kg? Optional beim BMA erhältlich ist auch ein sehr guter hands-free Autobahnassistent, das gibt es beim Xpeng nicht. Auch das Fahrwerk des BMW ist besser als beim Xpeng G6. Und da gäbe es noch weitere Unterschiede. Der BMW iX3 ist auf jeden Fall das bessere Gesamtpaket im Vergleich zum G6 LR
ChriBri
31.03.2026 um 14:40
Eine sehr vernünftige Entscheidung, hier akkuseitig zu downgraden, ähnlich, wie es Mercedes ebenfalls macht. Der iX3 ist effizient und hat einen guten cW Wert. Er kann kleinere Akkus gut vertragen, nicht jeder braucht die mehr als 800 km WLTP Reichweite. Eine halbe Akkugröße als iX3 30 da drunter wäre sicherlich auch noch darstellbar. Warum nicht?
Sebastian
31.03.2026 um 17:04
Schon bei der Vorstellung dachte ich: Das Auto gefällt mir, aber 108kWh Akku? Dieses Gewicht möchte ich nicht ständig rumfahren, um davon vielleicht 2x im Jahr zu profitieren. Insofern finde ich es gut, dass BMW auch den Akku etwas verkleinert. Die 82kWh sind für die Mehrheit der Interessenten wohl völlig ausreichend. Und dass mit der Akkugröße auch die Ladegeschwindigkeit etwas reduziert werden muss, ist völlig nachvollziehbar, und auch mit 300kW ist das Auto schneller fertig als ich aufs Klo gehen kann und vom Barista meinen Kaffee gereicht bekomme.
Philipp
31.03.2026 um 17:25
so, jetzt bitte Heckantrieb mit großem Akku, dann bin ich dabei :-)
Wele
31.03.2026 um 19:18
Jetzt Allrad mit 82er Akku, dann bin ich auch dabei!
Axel
31.03.2026 um 22:43
Aaah 63500€ voll der schnapper, aber mal ehrlich , die Dinger sind einfach nur unbeschreiblich teuer.
Branchenkenner
01.04.2026 um 16:19
Es gibt immer ein wenig Rabatt, man landet IMMER unter €60k. Für die technischen Daten, die serienmäßige Ausstattung und die Marke ist das ein guter Preis
Branchenkenner
01.04.2026 um 14:09
Ist ein gutes Gesamtpaket mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis. Versuch mal was besseres für den Preis zu finden
Robert
01.04.2026 um 09:06
bei der geringen Preisdifferenz glauber ich kaum das viele dann den kleineren nehmen und auf 170km reichweite verzichten
Rolf Billing
01.04.2026 um 09:27
„Als Reichweite gibt BMW bis zu 635 km gemäß WLTP an. Damit kommt der iX3 40 etwas weniger weit als der iX3 50 xDrive mit seinen bis zu 805 Kilometern.“ 635 km versus 805 km wird hier als „etwas weniger weit“ bezeichnet? Für mich sind das „deftig weniger“ Kilometer!
MWF
01.04.2026 um 09:36
Ausverkauft? vielleicht die Vororder an die Handelsorganisation. Auf mobile.de und auch auf anderen Plattformen kann man sofort über 150 neue und gebrauchte iX3 zu günstigen Konditionen kaufen. ; ) Gutes Auto, aber viel zu teuer im Vergleich zu anderen Anbietern die auch noch deutlich mehr Serienausstattung bieten. Und gar nicht geht das Hartplastik an den unteren Bereichen des Innenraums und Kofferraums. Nicht zu dem Preis.
M.R.
01.04.2026 um 10:02
Preis Leistung passt wohl nicht ganz. Ich rechne ja immer Euro pro kWh. Da ja der Akku das teuerste Bauteil sein soll !!! Bisher lagen wir bei 656€ , bei der Variante mit kleinen Akku sind es 767€. Und wir haben nur noch Heck statt Allradantrieb. Also ca. 10.000€ zu teuer das Fahrzeug.
Branchenkenner
01.04.2026 um 19:23
Warum den Listenpreis (ergibt nicht viel Sinn in Zeiten von Rabatten, Leasing und Finanzierung und unterschiedlichen Ausstattungen) pro kWh heranziehen? Eine bessere Methodik wäre die WLTP-Reichweite bzw. noch besser falls vorhanden, die EPA-Reichweite zu vergleichen. Welches SUV für €60k hat deutlich über 635km WLTP Reichweite? Aber Reichweite alleine ist ja auch nicht alles, was ist mit technischen Faktoren wie Ladegeschwindigkeit, Motorleistung, oder auch Kleinigkeiten wie Anhängelast? Was ist wie gesagt mit den Unterschieden bei der Ausstattung? Chinesische Hersteller aber auch deutsche Hersteller sind weit vorne was Ausstattung und Qualität angeht, wird das nicht gewürdigt? Chinesische Modelle können teilweise sehr schnell laden und haben große Akkus verbaut, die erreichte Reichweite ist aber eher gering siehe Zeekr 7X. Ein BMW iX3 40 mit 82.5kWh netto kommt von der Reichweite genauso weit wie ein Zeekr 7X Facelift(!) mit 100kWh netto (das Vor-Facelift-Modell kommt auf ca. 96,5kWh netto und 100kWh brutto, das Facelift-Modell hat 100kWh netto und 103,5kWh brutto). Ich denke mit man muss auf das Gesamtpaket schauen und da sind deutsche Hersteller sehr gut
M.R.
05.04.2026 um 17:03
Warum den Listenpreis ??? Na weil der leicht verfügbar ist, und ich keine Lust habe jetzt alle Preise zu vergleichen. Und warum ich kWh vergleiche und nicht Reichweite, ganz einfach weil die Akkugröße ein wichtiger Kostenfaktor ist. Und irgendwelche Chinese hab ich garnicht erwähnt. Ich habe nur zwei BMW iX3 miteinander verglichen. Und da ist der Preisunterschied in meinen Augen nun mal zu gering. Nur Heckantrieb und 26kWh kleineren Akku.
Elektro Upgrade
01.04.2026 um 18:04
Genau. 7500€ für 26 kWh und zweiten Elektromotor sind nicht viel. Rechnerisch könnte man für 30000€ einen Antriebsstrang mit 104 kWh und 4 Motoren bekommen. Wo kann ich das für mein Upgrade bekommen?

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