VW ID.3 ist das verbreitetste E-Auto in Deutschland
Bereits Ende Februar hatte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die Zahlen zum Pkw-Bestand zum Stichtag 1. Januar 2026 veröffentlicht. Damals wurde offiziell bestätigt, dass die reinen Elektroautos die Marke von zwei Millionen Fahrzeugen im Bestand geknackt hatten. Jetzt legt die Flensburger Behörde mit einigen Details nach.
So wurden etwa die Top Ten der Modellreihen im Fahrzeugbestand veröffentlicht – mit einem Wechsel auf dem Spitzenplatz. Zum 1. Januar 2025 lag noch das Tesla Model Y mit 97.608 Einheiten vorne, gefolgt vom VW ID.3 mit 91.813 Fahrzeugen im Bestand vor dem Duo ID.4/ID.5, die das KBA zu einer Modellreihe zusammenfasst. Die VW-Modelle konnten im Laufe des Jahres 2025 zweistellig zulegen, das Model Y jedoch „nur“ einstellig. Die Folge: Zum Stichtag Anfang Januar 2026 ist nun der VW ID.3 das am häufigsten anzutreffende E-Auto im deutschen Fahrzeugbestand. Auf das kompakte MEB-Modell aus Zwickau entfielen 116.053 Fahrzeuge in der Statistik. Das heißt auch: Bei 2.034.260 E-Autos im Bestand sind 5,7 Prozent aller Elektroautos in Deutschland ein ID.3.
Während der ID.3 um 26,4 Prozent zulegen konnte, hat der bisherige Spitzenreiter Model Y seine Bestandszahlen lediglich um 8,8 Prozent erhöht. Das reicht mit 106.184 Einheiten zwar immer noch für ein sechsstelliges Ergebnis, aber eben nur noch für Rang zwei. Mit einem Plus von 17,8 Prozent legt auch das Duo ID.4/ID.5 deutlich zu, bleibt mit 97.120 Fahrzeugen aber knapp fünfstellig – in etwa auf dem Niveau, welches das Model Y Anfang 2025 hatte.
| Modell | Bestand 01.01.2026 | Bestand 01.01.2025 | Veränderung in Prozent |
|---|---|---|---|
| VW ID.3 | 116.053 | 91.813 | 26,4 |
| Tesla Model Y | 106.184 | 97.608 | 8,8 |
| VW ID.4, ID.5 | 97.120 | 82.420 | 17,8 |
| Tesla Model 3 | 81.352 | 80.436 | 1,1 |
| Skoda Enyaq | 80.970 | 64.914 | 24,7 |
| Renault Zoe | 79.417 | 81.292 | -2,3 |
| Fiat 500 | 60.571 | 58.694 | 3,2 |
| Cupra Born | 60.256 | 44.197 | 36,3 |
| Smart Fortwo | 57.341 | 58.634 | -2,2 |
| VW Up | 56.334 | 56.909 | -1,0 |
Bei der Modellstatistik der Bestandszahlen fällt auf, dass die größten Gewinner in den Top Ten allesamt auf der MEB-Plattform von Volkswagen basieren und (größtenteils) aus dem Werk Zwickau stammen. Der Skoda Enyaq (aus Mlada Boleslav) hat um 24,7 Prozent zugelegt und sich mit 80.970 Einheiten bis auf Platz fünf vorgearbeitet. Das größte Plus von 36,3 Prozent entfällt aber auf den Cupra Born aus Zwickau, also das Schwestermodell zum ID.3. Mit 60.256 Fahrzeugen ordnet sich der Born auf Rang acht der deutschen Top Ten ein.
Bei anderen Fahrzeugen hat sich das Wachstum spürbar verlangsamt. Lange Zeit war das Model 3 ein Bestseller von Tesla, da es nach wie vor das günstigste Tesla-Modell ist. 2025 hat sich der deutsche Bestand jedoch um weniger als 1.000 Einheiten erhöht, was einem Zuwachs von nur noch 1,1 Prozent entspricht. Mit der guten Basis aus den Vorjahren mit höherer Nachfrage liegt das Model 3 mit 81.352 Fahrzeugen aber immer noch auf Rang vier. Drei Modelle haben im Jahresvergleich sogar etwas verloren, was aber einfach zu erklären ist: Die Renault Zoe (79.417 Exemplare, -2,3 %), der Smart Fortwo (57.341 Fahrzeuge, -2,2 %) und der VW Up (56.334 Einheiten, -1,0 %) werden allesamt nicht mehr gebaut und als Neuwagen angeboten.
Neben den Details zu den Modellen hat das KBA auch noch einige Daten zu den Bundesländern veröffentlicht, die teils deutliche regionale Unterschiede zeigen. Die höchsten Bestände verzeichnen die bevölkerungsreichen und wirtschaftsstarken Bundesländer. An der Spitze steht Nordrhein-Westfalen mit 454.782 Fahrzeugen, gefolgt von Bayern (395.271) und Baden-Württemberg (322.060). Auch Niedersachsen (221.823) und Hessen (179.213) weisen hohe Zahlen auf.
In den westlichen und südlichen Bundesländern (Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden‑Württemberg, Hessen) liegt der BEV‑Anteil am Pkw‑Gesamtbestand zwischen 4,3 und 4,7 Prozent. In den neuen Bundesländern (Sachsen, Sachsen‑Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Mecklenburg‑Vorpommern) schwankt der Anteil zwischen 2,0 und 2,3 Prozent. Ganz vorne liegt aber Hamburg als Stadtstaat, in der Hansestadt sind schon 5,3 Prozent aller Autos Batterie-elektrisch angetrieben.





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