Walmart setzt auf Schnelllader von ABB

Die US-Handelskette Walmart und ABB E-mobility haben erste Schnelllade-Standorte an sieben Walmart-Filialen im Großraum Phoenix in Betrieb genommen. Diese Standorte mit den A400-Ladesäulen von ABB gehören zu den ersten einer geplanten US-weiten Einführung.

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Bild: ABB

Neben den sieben Standorten rund um Phoenix, Arizona, wurden in der ersten Phase der Partnerschaft auch Walmart-Filialen in den Bundesstaaten Colorado, Florida und Georgia mit Schnellladesäulen ausgestattet, wie ABB E-mobility mitteilt. Die beiden Unternehmen wollen mit ihrer Zusammenarbeit das Hochleistungsladen breiter verfügbar und das Laden von Elektrofahrzeugen während des wöchentlichen Einkaufs bei Walmart bequemer machen.

Die potenzielle Zielgruppe ist enorm groß, denn es gibt über 5.200 Walmart- und Sam’s Club-Filialen in den USA. Laut der Mitteilung leben 90 Prozent der US-Amerikaner in einem Umkreis von 16 Kilometern um eine Walmart-Filiale. „Durch die Integration von Ladestationen für Elektrofahrzeuge in bestehende Einzelhandelsstandorte gestalten Walmart und ABB E-Mobility den Umstieg auf Elektromobilität einfacher, zuverlässiger und zugänglicher für Millionen von Autofahrern“, so ABB. Und auch für die Einzelhändler werden Ladestationen zu einem wichtigen Faktor für die Kundenbindung und damit auch der Umsatzsteigerung. So kann der Ladevorgang nicht nur über die üblichen Anbieter, sondern auch direkt aus der Walmart-App gestartet werden.

Bei der US-Partnerschaft und auch an den ersten Standorten in Mesa, Tempe, Apache Junction und Queen Creek baut ABB seine A400-Ladesäule auf. Dieser Schnelllader bietet Leistungen von bis zu 400 kW, wenn ein Fahrzeug lädt. Sind beide Ladepunkte einer Säule belegt, werden beide Fahrzeuge mit bis zu 200 kW parallel geladen. Die Säulen bieten sowohl NACS- als auch CCS-Anschlüsse. „Da eine vollständige Ladung in der Zeit eines typischen Einkaufs möglich ist, profitieren Walmart-Kunden von einem schnellen und reibungslosen Einkaufserlebnis“, schreibt ABB E-mobility.

In den kommenden Monaten sollen insgesamt 38 A400-Einheiten an neun Walmart-Standorte im Großraum Phoenix installiert werden – zu den sieben Standorten zum Start der Partnerschaft kommen also noch zwei weitere hinzu. Zu den konkreten landesweiten Ausbauzielen äußert sich ABB E-mobility jedoch nicht.

„Im Rahmen unseres Engagements, Kunden beim Sparen und einem besseren Leben zu unterstützen, freuen wir uns, den Gemeinden, in denen wir tätig sind, ein in unsere Filialen integriertes Ladeangebot für Elektrofahrzeuge anbieten zu können“, sagt Adam Happel, General Manager Walmart EV Charging. „Wir bauen ein komfortables und zuverlässiges Netzwerk auf, das es unseren Kunden ermöglicht, ihre Elektrofahrzeuge schnell und kostengünstig aufzuladen, ohne ihren täglichen Einkaufsrhythmus ändern zu müssen.“

„Der Start im Großraum Phoenix ist der erste Schritt des ehrgeizigsten Ausbaus von Ladeinfrastruktur im Einzelhandel in den USA“, sagt Brandt Hastings, Präsident Nordamerika bei ABB E-Mobility. „Gemeinsam mit Walmart kombinieren wir zuverlässigen Zugang zu Ladestationen im Einzelhandel mit Ladesicherheit auf Telekommunikationsniveau und schaffen so eine Infrastruktur, die den heutigen Bedürfnissen der Autofahrer gerecht wird und mit dem zukünftigen Bedarf skalieren kann.“

abb.com, linkedin.com

2 Kommentare

zu „Walmart setzt auf Schnelllader von ABB“
Volker
29.04.2026 um 12:25
Erstaunlich überdimensioniert, aber sie werden es sich schon überlegt haben. An die gleiche Leistung könnte man auch 8 Ladepunkte hängen, die für den Usecase Einkaufen ideal sind.
Howley
30.04.2026 um 01:05
Gut, man weiß ja nicht, ob der Netzanschluss wirklich auf eine volle gleichzeitige Nutzung aller saülen ausgelegt ist oder bspw. für 4x400 kW Säulen in Summe nur 1 MW Leistung bereit steht, was den Kunden vermutlich die auffallen würde, wenn nicht gerade 4 Elektro LKW gleichzeitig laden wollen, denn sonst ist vermutlich immer ein Auto schon bei 70+ % SoC und lädt langsam, manche Autos laden eh nur mit 100 kW etc.

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