ABB zeigt Ladesystem für 100+ Ladepunkte und 10 MW Gesamtleistung
Grundsätzlich ähnelt der Aufbau der neuen OM X-Series dem der neuen OM M-Series, die ABB E-Mobility vor wenigen Tagen vorgestellt hatte: Sie besteht aus zentralen Technikschränken namens „Power Cabinets“, die mit verschiedenen Dispensern verbunden werden können. Der Aufbau entspricht also einem Satelliten- bzw. Split-System.
Der zentrale Unterschied zur M-Series liegt jedoch darin, dass die X-Series noch deutlich größer dimensioniert ist: Während das kleine Schwesterprodukt eine Leistung von 200 kW bis 1,2 MW und bis zu 24 Ladepunkte bietet, skaliert die X-Series von 800 kW bis zu 10 MW und unterstützt mehr als 100 Ladepunkte.
ABB E-mobility gibt an, die X-Series für Standorte mit höchsten Leistungsanforderungen entwickelt zu haben. Als Beispiele dafür nennt das Unternehmen Transitdepots, Logistikzentren und öffentliche Schnellladekorridore. Dabei wurde die X-Series für dauerhaft hohe Auslastung, Megawatt-Skalierung auf Standortebene sowie unterschiedliche Einsatzprofile innerhalb eines gemeinsamen Energiesystems konzipiert.
„Laden entwickelt sich hin zu Einsatzprofilen, in denen Systeme über Jahre hinweg unter hoher Auslastung betrieben werden müssen, nicht nur in einzelnen Spitzenmomenten“, sagt Michael Halbherr, CEO von ABB E-mobility. „Auf diesem Nutzungsniveau sind thermische Stabilität und Energieeffizienz keine technischen Spezifikationen mehr, sondern der entscheidende wirtschaftliche Faktor. Die X-Series ist von ihrer Architektur her genau auf diesen Anspruch ausgelegt.“
Als immens wichtig für dieses Einsatzprofil hält der Hersteller u.a. das Thermomanagement, das für Effizienz und Zuverlässigkeit über die gesamte Lebensdauer der Anlage sorgen soll. Die X-Series regelt dies mit einem durchgängig flüssigkeitsgekühlten Leistungsweg: ein Power Cabinet mit integrierter Kühlung, eigens entwickelte liquid-cooled Leistungsmodule sowie liquid-cooled Ladekabel, die das Thermomanagement über alle Stufen hinweg sicherstellen sollen. Die Module erreichen dabei eine Umwandlungseffizienz von über 98 Prozent im kontinuierlichen Betrieb, nicht nur als Spitzenwert. Sie übertreffen damit laut ABB luftgekühlte Systeme in den relevanten Lastprofilen deutlich.
Die X-Series nutzt das selbe Dispenser-Portfolio wie die M-Series, konkret stehen die Dispenser namens Solo, Duo, Dock und Ultra bereit. Diese sind mit Ladesteckern der Typen CCS1, CCS2, NACS und MCS verfügbar, also auch für den neuen Megawatt-Ladestandard für E-Lkw. Die für beiden Ladesystem-Serien kompatiblen Dispenser bieten den Vorteil, dass ein Kunde zunächst mit der kleineren M-Series starten kann und dann später auf die X-Series-Struktur erweitern kann.
Quelle: per Mail, abb.com





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