ElectroMobility Poland will E-Auto-Werk mit Foxconn bauen
Zu dem Komplex soll neben dem Werk auch ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum gehören, wie EMP mitteilt. Das große Aber: Noch wird zwischen EMP und Foxconn über die mögliche Partnerschaft an sich verhandelt, nicht über die Details rund um das geplante Werk. „Bislang gibt es nur Gespräche auf hoher Ebene, verbindliche Vereinbarungen sollen in der zweiten Hälfte dieses Jahres unterzeichnet werden“, schreibt etwa das Portal Heise.
EMP hatte zunächst große Ambitionen: 2020 wurde das erste polnische Elektroauto der eigens geschaffenen Marke Izera vorgestellt, das ab 2023 in Jaworzno gebaut werden sollte. Der Bau des Werks sollte 2021 beginnen, die Produktion wurde auf 2024 verschoben. Später wurde bekannt, dass Izera auf die SEA-Plattform von Geely setzen wolle. Aber auch das hat dem Projekt nicht den erhofften Schwung gegeben, Anfang 2023 wurde die geplante Serienfertigung nochmals auf Ende 2025 geschoben. Da aber auch dann noch nicht die internen Ziele erreicht wurden und sich die Marktentwicklung der Elektroautos in Europa auch verlangsamt hatte, wurde das Projekt Ende 2024 von der polnischen Regierung still und leise eingestellt.
Angesichts der hohen Spritpreise und dem doch wieder steigenden Elektroauto-Anteil in der EU soll es nun wohl den zweiten Anlauf für EMP und Izera geben – wieder mit Unterstützung aus Asien. Der Elektronikkonzern Foxconn hat mit seiner eigens gegründeten Marke Foxtron bereits länger Ambitionen, als Auftragsfertiger in der E-Auto-Branche aktiv zu werden. Es gibt bereits eine Partnerschaft mit Mitsubishi und auch rund um Mitsubishis Allianz-Partner Nissan gibt es Gerüchte. Aber bisher waren diese Partnerschaften auf Asien begrenzt. Mit ElectroMobility Poland könnte sich nun auch ein Deal in Europa anbahnen.
Anfang Mai gab es in Polen Gespräche rund um die mögliche Zusammenarbeit. Das polnische Ministerium für Staatsvermögen hatte Vertreter von EMP und Foxconn eingeladen. „Die Gespräche mit dem polnischen Ministerium für Staatsvermögen und anderen am Projekt beteiligten Institutionen umfassen den Umfang der Zusammenarbeit und sollen zu einem detaillierten Abkommen führen. Die endgültige Vereinbarung basiert auf den Ergebnissen der Verhandlungen und der Vertragsunterzeichnung zwischen den Parteien und steht unter dem Vorbehalt der geltenden regulatorischen Bestimmungen“, teilt Foxconn mit.
„Foxconn engagiert sich stark für die Beschleunigung der Elektromobilität durch offene Plattformen, skalierbare Fertigung und intensive technologische Kooperationen. Wir freuen uns, EMP zu unterstützen, indem wir unsere EV-Plattformen, unser Know-how in der Fahrzeugentwicklung und unsere Ingenieurskompetenzen einbringen, um eine KI-gestützte Produktionsstätte aufzubauen“, sagt Jun Seki, Chief Strategy Officer für Elektromobilität bei Foxconn. „Gemeinsam mit Foxtron werden wir die lokale Forschung und Entwicklung fördern und die Lieferantennetzwerke stärken, um den europäischen Markt optimal zu bedienen.“
„Von Beginn an haben wir dieses Projekt so konzipiert, dass wir einen Partner benötigen, der industrielle Skalierbarkeit mit technologischer Expertise vereint“, ergänzt Cyprian Gronkiewicz, CEO von ElectroMobility Poland. „Foxconn erfüllt diese Anforderungen – sowohl in der Fertigung als auch in der Entwicklung und Sicherheit digitaler Lösungen, die heute integraler Bestandteil der Automobilindustrie sind und auch weiterhin eine wichtige Quelle für Wettbewerbsvorteile darstellen werden.“
heise.de, foxconn.com, electromobilitypoland.pl (auf Polnisch)





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