CATL startet regulären Großserienbau von Batteriemodulen in Ungarn
CATL hatte den Bau seiner Batteriefabrik in Debrecen im August 2022 angekündigt mit dem Ziel, dort sowohl Batteriezellen als auch Batteriemodule für europäische Autohersteller zu fertigen. Damals nannte CATL ein Investitionsvolumen von 7,34 Milliarden Euro verteilt über verschiedene Ausbaustufen hinweg – und Mercedes-Benz wurde damals als erster Großkunde genannt. Ein weiterer Kunde soll laut Medienberichten BMW sein, das ebenfalls ein neues Werk in Debrecen errichtet hat und dort den vollelektrischen BMW iX3 baut. Der Standort in Debrecen gilt zugleich als die zweite Zellfabrik von CATL in Europa nach dem Werk in Arnstadt bei Erfurt.
Beim Bau der Fabrik in CATL hat der chinesische Konzern nun ein wichtiges Zwischenziel erreicht: Ab sofort werden in einer neu errichteten Halle Batteriemodule mit einer Jahreskapazität von 5 GWh gefertigt. Das würde rein rechnerisch z.B. für 50.000 E-Autos mit einem großen 100-kWh-Akku reichen oder für 125.000 elektrische Kleinwagen mit 40-kWh-Akku.
Die Batteriezellen für die Batteriemodule stammen allerdings übergangsweise noch aus anderen CATL-Fabriken, denn die Zellproduktion selbst ist in Debrecen bislang noch nicht angelaufen. Laut Unternehmensangaben ist der Bau der Zellfabrik mit einer geplanten Jahreskapazität von zunächst 40 GWh aber mittlerweile beendet und auch die Produktionsanlagen sind bereits errichtet. Sobald die letzten ausstehenden Genehmigungen vorliegen, will CATL auch unmittelbar mit der Testproduktion der Batteriezellen beginnen.
Damit liegt CATL allerdings hinter seinem Zeitplan, denn noch im Dezember hatten die Chinesen den Start der Serienproduktion in Debrecen für März oder April anvisiert. Da es vom Start der nun angestrebten Testproduktion noch Wochen wenn nicht Monate dauern dürfte, bis die Serienproduktion starten kann, dürfte das Vorhaben also mittlerweile mehrere Monate hinter dem Zeitplan liegen. In einer späteren Ausbaustufe will CATL die Zellfabrik dann auf 100 GWh erweitern.
Doch nochmal zurück zu den Batteriemodulen: Zwar ist die nun gestartete Fertigung auf dem eigenen Werksgelände ein wichtiger Meilenstein, doch bereits seit Herbst 2024 fertigt CATL in einer angemieteten Halle in Debrecen auf zwei Linien Batteriemodule. Dort wurden bereits 240.000 Module gefertigt, die nun rund 60.000 E-Autos mit Strom versorgen können.





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