Dongfeng soll neue Peugeot- und Jeep-Modelle für Stellantis produzieren
Dass Stellantis mit Dongfeng aktuell über eine stärkere Zusammenarbeit spricht, ist bereits im April durchgesickert. Bei jenen Gesprächen geht es laut Insidern darum, dass Stellantis dem chinesischen Hersteller Zugang zu ungenutzten Stellantis-Werken in Europa gewähren könnte. Im Gegenzug wiederum könnte Dongfeng in China Fahrzeuge ausgewählter Stellantis-Marken produzieren.
Zumindest der zweite Teil der Agenturmeldung aus dem Vormonat hat sich nun bestätigt: Stellantis gibt bekannt, dass es die bereits seit 34 Jahren bestehende Partnerschaft mit Dongfeng in China stärken will. Konkret soll das Joint Venture Dongfeng Peugeot Citroën Automobile (DPCA) voraussichtlich ab 2027 in seinem Werk in Wuhan zunächst zwei komplett neue New Energy Vehicles (NEV) der Marke Peugeot produzieren, wobei NEV in China für E-Autos, Plug-in-Hybride und Range Extender steht. Die CEOs beider Marken betonen dabei zugleich, dass moderne Elektrofahrzeugtechnologien zum Einsatz kommen sollen.
Diese neuen Peugeot-Fahrzeuge sollen auf der Designsprache der Konzeptfahrzeuge basieren, die Peugeot auf der Auto China 2026 vorgestellt hat. Dort hatte Peugeot den Concept 6* als „Vision einer kühnen neuen Generation großer Limousinen“ sowie den Concept 8* als „Wegbereiter für die Zukunft der großen SUVs von Peugeot“ präsentiert. Diese Autos, die im DPCA-Werk in Wuhan gebaut werden sollen, sind sowohl für China als auch für den Export in globale Märkte im Rahmen des internationalen Wachstumsplans von Peugeot vorgesehen.
Neben den neuen Peugeot-Modellen wird das Joint Venture zudem zwei neue Offroad-Fahrzeuge der Stellantis-Marke Jeep bauen, die ebenfalls New Energy Vehicles sein sollen. Auch diese Fahrzeuge wollen die Partner nicht nur in China, sondern weltweit vertreiben. Und zwar zeitlich noch vor den Peugeot-Modellen.
„Mit einer Erfolgsbilanz von mehr als 30 Jahren Zusammenarbeit und gemeinsamer Automobilkompetenz sind Stellantis und Dongfeng bereit, ihre Stärken weiter zu bündeln und völlig neue Fahrzeuge mit modernsten Elektrofahrzeugtechnologien von Marken einzuführen, denen Kundinnen und Kunden weltweit vertrauen und die sie lieben“, kommentiert Antonio Filosa, CEO von Stellantis. „Wir freuen uns auf dieses Projekt und darauf, in Zukunft noch enger zusammenzuarbeiten.“
„Dongfeng Motor hat die Transformation und Wiederbelebung der Dongfeng Peugeot Citroën Automobile stets als eine zentrale strategische Priorität betrachtet und deren nachhaltige Entwicklung uneingeschränkt unterstützt und vorangetrieben. Durch die Unterzeichnung dieser strategischen Kooperation und die Bündelung der industriellen Stärken von Hubei, der globalen Standortvorteile von Stellantis sowie der intelligenten Elektrofahrzeugtechnologien von Dongfeng wurde ein neuer Weg eingeschlagen, der sich durch komplementäre Stärken und Win-win-Ergebnisse für alle Beteiligten auszeichnet. Dies wird der Transformation von DPCA zweifellos starken Schwung verleihen“, äußert Qing Yang, Chairman der Dongfeng-Gruppe.
Mit dem Begriff „Wiederbelebung“ spielt der Dongfeng-Chef darauf an, dass das Joint Venture zwar seit Jahrzehnten gemeinsam Autos baut, aber zuletzt nur noch wenig erfolgreiche Verbrenner- und Hybridmodelle vor allem für den chinesischen Markt, wo seit einiger Zeit aber vor allem NEVs gefragt sind. Nun soll das Werk in Wuhan komplett in eine NEV-Fabrik umgerüstet werden. Die Investition soll dabei umgerechnet rund eine Milliarde Euro betragen, wovon Stellantis nur 130 Millionen Euro selbst tragen muss.
stellantis.com, stellantis.com (Konzeptfahrzeuge Auto China)





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