Xiaomi mit Verlust im E-Auto-Geschäft in Q1/2026

Der chinesische Technologiekonzern Xiaomi hat in seiner jungen Elektroauto-Sparte den Umsatz im ersten Quartal 2026 leicht gesteigert. Allerdings gab es nach einem Jahresgewinn in 2025 nun auf Quartalsbasis einen Verlust von umgerechnet ca. 400 Millionen Euro.

Xiaomi su7 facelift
Facelift des Xiaomi SU7
Bild: Xiaomi

Gerade einmal zwei Jahre jung ist das E-Auto-Geschäft von Xiaomi – und einmal mehr legt die Sparte fürs erste Quartal 2026 beeindruckende Zahlen vor: So kam das Unternehmen auf 80.856 ausgelieferte Fahrzeuge, ein Anstieg von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und das schaffte Xiaomi mit nur zwei Modellen am Markt, nämlich dem gerade überarbeiteten ersten Modell SU7 sowie dem im Sommer 2025 eingeführten zweiten Modell YU7. Bis Ende 2025 hatte Xiaomi bereits 411.082 Fahrzeuge ausgeliefert, so dass der kumulierte Wert Ende März 2026 bereits bei fast 500.000 Fahrzeugen lag.

Das Elektroautogeschäft weist Xiaomi in seinen Finanzberichten innerhalb des Segments „Smart EV, AI and other new initiatives“ aus, das faktisch aber fast nur aus den Fahrzeugen als Umsatzbringer besteht. Der Umsatz entwickelte sich nahezu parallel zu den Absatzzahlen und wuchs im Jahresvergleich um 6,9 Prozent auf 19,9 Milliarden Yuan (ca. 2,5 Milliarden Euro). Davon stammten 19,0 Milliarden Yuan direkt aus dem E-Auto-Verkauf, die restlichen 0,9 Milliarden Yuan wurden u.a. mit After-Sales-Services erwirtschaftet.

Hatte Xiaomi in seinem EV-Geschäft in Q3/2025 und Q4/2025 erstmals einen Gewinn erzielt, schrieb der Bereich im absatzschwächeren Q1/2026 – die beiden Quartale zuvor lagen deutlich über 100.000 abgesetzten Fahrzeugen – aber wieder rote Zahlen. Das Segment verzeichnete diesmal einen operativen Verlust von 3,1 Milliarden Yuan (ca. 400 Millionen Euro).

Die Bruttomarge des EV-Bereichs lag bei 20,1 Prozent (Q1 2025: 23,2 Prozent). Der Rückgang wird von Xiaomi im Quartalsbericht auf geringere Auslieferungsanteile des Highend-Modells Xiaomi SU7 Ultra, Subventionen des Unternehmens für die Fahrzeugkaufsteuer in China sowie gestiegene Preise für Schlüsselkomponenten zurückgeführt.

Xiaomi sieht sich für die Zukunft im EV-Geschäft gut aufgestellt. U.a. verfügte das Unternehmen Ende März bereits über 490 Elektroauto-Verkaufsstellen in China, verteilt über 143 Städte. Zum weiteren Erfolg soll die weitere Diversifizierung des Portfolios beitragen, etwa durch die neue Basis- und Highend-Variante des Xiaomi YU7.

carnewschina.com, mi.com (PDF-Quartalszahlen)

4 Kommentare

zu „Xiaomi mit Verlust im E-Auto-Geschäft in Q1/2026“
Heinrich Ziesinger
27.05.2026 um 13:03
Wer Investitionen "Verlust" nennt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
Karl Hafer
27.05.2026 um 16:08
... Kommentierende leiden ebenfalls unter Kontrollverlust. Bitter!
Bernd
27.05.2026 um 22:04
Er hat recht, Investitionen sind keine wirkliche Verluste wenn man einen Gegenwert bekommt und in zukünftige Modelle investiert die sich mit hoher Wahrscheinlichkeit gut verkaufen lassen. Xiaomi hat zurzeit wieder gute Absatzzahlen
Philipp
28.05.2026 um 20:55
Investitionen werden auch nicht als Verluste ausgewiesen. die sorgen vielleicht für einen negativen cash flow, aber keine bilanzierten verluste, da ja nur eine wandlung von aktiva in passiva stattfindet ...

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