Seat eröffnet Batterie-Montage in Martorell

Seat und Cupra haben ihr Batteriesystem-Montagewerk in Martorell eingeweiht. Dort werden bis zu 300.000 Batteriesysteme pro Jahr für die in Spanien gebauten Elektro-Kleinwagen des VW-Konzerns montiert. (Update am Artikelende)

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Bild: Seat

Das Werk wurde mit einer Investition von 300 Millionen Euro in etwas mehr als zwei Jahren gebaut. Es erstreckt sich über eine Fläche von 64.000 Quadratmetern und hat die Kapazität, alle 45 Sekunden ein Batteriesystem zu produzieren, was 1.200 Batteriesysteme pro Tag und 300.000 pro Jahr entspricht. Ab 2026 wird es ausschließlich die Produktionslinien des Cupra Raval und des VW ID. Polo beliefern und die Batteriesysteme über eine 600 Meter lange Brücke automatisch in die Montagehalle transportieren.

Seat bezeichnet die Eröffnung als „entscheidenden Meilenstein in der Transformation des Unternehmens und des Landes, da es Spanien als Hub für Elektromobilität in Europa positioniert“. Die Inbetriebnahme ist auf alle Fälle ein wichtiger Schritt für die Serienproduktion des ID. Polo und Raval, die im kommenden Jahr beginnen wird. Die ersten Produktionsanlagen für die beiden Fahrzeuge sind schon seit November in Betrieb.

Insgesamt 11.000 Solarpaneele auf dem Dach sollen laut Seat „70 Prozent des für den Montageprozess der Batteriesysteme benötigten Stroms liefern“, was den CO2-Fußabdruck senke. Auch ein Wasserauffangsystem „mit einer Kapazität von drei olympischen Schwimmbecken“ soll die Nachhaltigkeitsbemühungen stärken.

Einen entscheidenden Punkt verrät Seat aber noch nicht: Woher die Batteriezellen stammen, die in dem neuen Montagewerk zu einbaufertigen Batteriesystemen verarbeitet werden. Bei der Ankündigung im Jahr 2023 hieß es noch, dass die Zellen aus der Volkswagen-Batteriefabrik in Sagunt bei Valencia stammen sollen, deren Bau im März startete. Diese Fabrik ist aber noch nicht in Betrieb, daher dürfte wohl vorerst die PowerCo-Zellfabrik in Salzgitter einspringen, die aber ihrerseits erst in diesem Dezember die Produktion aufnehmen soll.

Klar ist: Die Einheitszelle von PowerCo wird unabhängig von der Zellchemie als Cell-to-Pack-System ausgelegt, bei der Montage wird also auf die bisherige Modul-Ebene verzichtet. Das soll die Energiedichte erhöhen und durch den Wegfall einiger Komponenten die Kosten senken – entscheiden bei den preissensiblen Kleinwagen.

„Wir wechseln bei der Schlüsseltechnologie der elektrischen Welt vom Beifahrersitz auf den Fahrersitz. Die in Martorell produzierten MEB+ Batteriesysteme sind in allen wesentlichen Aspekten voll wettbewerbsfähig und ein klarer Fortschritt, weil wir die Einheitszelle einführen“, sagt Günther Mendl, Leiter des konzernweiten Center of Excellence Battery. „Sie ist nicht einfach eine weitere Batteriezelle, sondern unsere globale Technologieplattform, die eine bislang unerreichte Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und Flexibilität über Marken, Regionen und Segmente hinweg ermöglicht. Zugleich stellen wir auf kompakte Cell-to-Pack-Bauweise um und ergänzen Lithium-Eisenphosphat als alternative Zellchemie.“

„Die Einweihung dieses Batteriesystem-Montagewerks ist ein Wendepunkt in der Geschichte von Seat und Cupra. Heute sehen wir, wie unsere Ambition Realität wird: Wir sind bereit, 100 Prozent elektrische Fahrzeuge ‚Made in Spain‘ zu produzieren, die Elektromobilität in ganz Europa zugänglich machen werden“, sagte Markus Haupt, CEO von Seat und Cupra „Martorell ist nun das Epizentrum der Mobilität der Zukunft. Wir sind stolz darauf, das Projekt der urbanen Elektrofahrzeugfamilie für die Markengruppe Core des Volkswagen Konzerns zu leiten und zwei der Modelle zu produzieren, die die Spielregeln der Elektrifizierung verändern werden, beginnend mit dem Cupra Raval.“

Update 25.03.2026: Die VW-Marken Seat und Cupra haben  im spanischen Werk in Martorell die Serienproduktion von Batteriesystemen für die elektrische Kleinwagenfamilie gestartet. Die in Martorell montierten Batteriesysteme werden zunächst im Cupra Raval und VW ID.Polo zum Einsatz kommen, die in diesem Werk produziert werden sollen.

Die neue Batterie-Montage wurde Mitte Dezember eröffnet. Die Kapazität liegt bei bis zu 300.000 Batteriesystemen pro Jahr, in die neue Montagehalle hatte das Unternehmen rund 300 Millionen Euro investiert. Die Vorserienproduktion der Fahrzeuge – vor allem des Cupra Raval, der als erster der Kleinwagen auf den Markt kommen wird – ist im Februar angelaufen. Die Serienfertigung der Batteriesysteme ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Serienproduktion der Elektroautos in großen Stückzahlen.

„Der Produktionsstart von Serienbatteriesystemen markiert einen entscheidenden Meilenstein in der Endphase der Transformation unseres Unternehmens und bringt uns der Serienproduktion des Cupra Raval einen Schritt näher“, sagt Markus Haupt, CEO der Marken Seat und Cupra. „Mit dem Beginn der Elektrofahrzeugproduktion stärkt Martorell seine Position als vollflexibles Werk und ist bereit, Spaniens Übergang zur Elektromobilität durch die Produktion von Elektro-, Hybrid- und hocheffizienten Verbrennermodellen anzuführen.“

seat-media.de, seat-cupra-mediacenter.com (Update)

1 Kommentar

zu „Seat eröffnet Batterie-Montage in Martorell“
F.
28.03.2026 um 09:33
Woher kommen die Zellen? Doch sicher nicht aus Salzgitter. Gotion?

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