Akasol mit neuen Batteriesystemen auf der Busworld

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Akasol wird auf der Busworld in Brüssel drei Neuheiten an Lithium-Ionen-Batteriesystemen für voll- und hybridelektrische Stadt-, Überland- und Reisebusse vorstellen. Mit dabei ist auch ein Batteriesystem für Brennstoffzellenfahrzeuge.

Zukünftiges Flaggschiff des Unternehmens ist das Batteriesystem AKASystem AKM CYC, welches im Rahmen eines kürzlich vereinbarten Serienauftrags für einen „weltweit führenden Nutzfahrzeughersteller“ ab 2021 in Darmstadt sowie ab 2022 in Detroit produziert wird.

Das in dieser dritten Generation verbaute Lithium-Ionen-Batteriemodul AKAModule CYC erreicht mit Hilfe von flüssiggekühlten, skalierbaren und auf Systemebene leicht integrierbaren Batteriemodulen eine Energiedichte von ca. 221 Wh/kg. So könnten beispielsweise vollelektrische Stadtbusse je nach Fahrzeuggröße mit Batteriekapazitäten zwischen 600 und 1.000 kWh ausgestattet werden, heißt es. Zudem könnte die Aufladung mit einer Laderate von 1C erfolgen. Akasol spricht von einer Ladeleistung von bis zu 500 kW. Herstellern soll es damit möglich sein, ihre Fahrzeuge in nur 45 Minuten auf bis zu 80 Prozent und in rund 1,5 Stunden sogar vollständig aufladen zu können. Um die hohe Energiedichte sowie die erforderliche Lade- und Entladeleistung zu erreichen, hat sich Akasol für die Verwendung von 21700-Rundzellen entschieden.

Das Batteriemodul AKAModule CYC wird dabei in zwei Standardausführungen erhältlich sein. Die kleine Version (AKAModule 64 CYC) ist von gleicher Größe wie der Batteriemodulstandard PHEV VDA und wird mittels systeminterner Kühlplatten wärmereguliert. Die große Version (AKAModule 150 CYC) verfügt über eine ins Modul integrierte Flüssigkeitskühlstruktur, die ein hocheffizientes Wärmemanagement jeder Batteriezelle auch in größeren Moduldesigns ermöglichen soll.

Darüber hinaus wird der deutsche Batteriesystem-Hersteller auf der Busworld die zweite Generation des AKASystems OEM PRC vorstellen, die im Vergleich zur ersten Generation 33 Prozent mehr Energie bereitstellen und im gleichen Bauraum eine Energiemenge von rund 400 kWh speichern können soll. Mit einer Laderate von bis zu 2C kann das System mit über 500 kW aufgeladen werden (auch mit kleineren Batteriesystemgrößen). Das AKASystem OEM PRC der zweiten Generation wird ab Mitte 2020 für zwei große Bushersteller in Serie gehen.

Zudem wird das System auch in Brennstoffzellenfahrzeugen zu sehen sein und bereits ab 2020 in 50 Fahrzeugen den Flottentest antreten. In der Folge ist der Ausbau der Zusammenarbeit mit einem nicht genannten asiatischen Nutzfahrzeughersteller geplant. Es könnte sich dabei um Hyundai handeln. Die Fertigung ist in Langen vorgesehen. Die dortige Produktion wird in Verbindung mit der zweiten Produktionslinie ab Anfang nächsten Jahres übrigens auf eine Gesamtkapazität von 800 MWh erweitert.

Ein weiteres Highlight auf der Busworld ist die 48-V-Lösung AKARack: Das 19 Zoll-Batteriesystem kann für verschiedene Anwendungen eingesetzt werden und bei einer Speicherkapazität von 6,5 kWh je Rack eine Laderate von bis zu 2C erreichen. Des Weiteren verfügt es über ein Thermomanagement. Das AKARack soll sich dadurch für Mild-Hybrid-Anwendungen auf 48-V-Basis sowie für die Bordnetzversorgung in Nutzfahrzeugen aller Art eignen. Ab Mitte 2020 wird es als Serienprodukt für Baumaschinen- und Schiffsanwendungen eingesetzt werden. Darüber hinaus plant Akasol, das AKARack nach Einführung der 48-V-Version Ende 2020 auch als Hochspannungslösung anzubieten.
electrive.net (PM als PDF)

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