Hyundai Group: GV70 wird erster lokal gebauter US-Stromer

Nachdem die Hyundai Motor Group im Mai angekündigt hatte, ab 2022 Elektroautos in den USA herzustellen, gibt es nun nähere Infos: Das erste Elektromodell, das der Konzern in Alabama produziert, wird ab Anfang 2022 der Genesis GV70 EV sein. Unterdessen hat Hyundai ein erstes Teaserbild seiner Studie Seven veröffentlicht.

Zunächst in die USA. Über den elektrischen Genesis GV70 als Hyundai-Group-Debütmodell in den USA berichten koreanische Medien unter Berufung auf Angaben des Herstellers bei einem Treffen mit Gewerkschaftsvertretern. Weitere Elektro-Modelle wie der Hyundai Ioniq 5, der Hyundai Kona Electric und der Genesis GV60 sollen sukzessive folgen. Die koreanischen Medien berichten zudem, dass der GV70 EV als mittelgroßer SUV den Anfang machen wird, da sein im Juni in den USA eingeführtes Verbrenner-Pendant starke Verkaufszahlen aufweist.

Grundsätzlich sollen die kletternden Absatzzahlen ihrer Verbrenner-Modelle in den USA und die damit gestiegene Sichtbarkeit und Bekanntheit die Hyundai-Gruppe ermutigt haben, den Schritt zur lokalen Elektroauto-Produktion zu gehen. Allein die Premiummarke Genesis ist in den USA seit diesem Jahr mit dem GV80 als Limousine und SUV sowie dem oben genannten GV70 vertreten. Nun soll mit Blick auf den großen E-Auto-Markt, den die USA darstellen, die Elektrifizierung der Modellpalette in Angriff genommen werden.

Vor diesem Hintergrund hatte die Hyundai Motor Group bereits im Frühjahr angekündigt, ab dem kommenden Jahr Elektroautos für die Marken des Konzerns lokal produzieren zu wollen. Dies sei Teil von Gesamtinvestitionen in Höhe von 7,4 Milliarden US-Dollar (rund 6,1 Milliarden Euro) bis zum Jahr 2025 in das Geschäft des Konzerns in den Vereinigten Staaten, hieß es. Schon seinerzeit stand fest, dass die E-Modelle in dem Hyundai-Werk Montgomery im US-Bundesstaat Alabama gefertigt werden sollen.

Das bestätigen die Südkoreaner nun noch einmal. Im Werk Montgomery baut Hyundai derzeit die Modelle Elantra, Sonata, Tucson und Santa Fe – also Limousinen und SUV. Alle vier Baureihen gehören zum Kernangebot von Hyundai in den USA. Die vier Baureihen sollen offenbar vorerst unverändert weiter gebaut werden, da Hyundai in eine „Erweiterung der Produktionsflächen für Elektrofahrzeuge“ investieren will – Angaben zur genauen Fläche und geplanten Kapazität des Erweiterungsbaus machen die Koreaner aber weiterhin nicht.

Hintergrund des Vorstoßes ist nach Angaben in den Medienberichten auch die Politik der neuen US-Regierung unter Joe Biden. Hyundai Motor beabsichtige, auf die Politik der US-Regierung im Voraus zu reagieren, heißt es etwa bei „Business Korea“ unter Verweis auf den Planentwurf von Präsident Joe Biden, den Anteil von Elektroautos am Neufahrzeugabsatz bis 2030 auf 50 Prozent zu erhöhen.

Kurzfristig soll also der Verkauf der Batterie-elektrischen Baureihen vorangetrieben werden, mittelfristig setzt Hyundai weiterhin auf Wasserstoff. Gemeinsam mit der US-Regierung und Partnern soll ein amerikanisches Wasserstoff-Ökosystem aufgebaut werden, von dem Pkw wie der Nexo, aber vor allem FCEV-Lkw profitieren können. Für die Nutzfahrzeuge hat Hyundai zuvor eine Vereinbarung mit dem US-Unternehmen Cummins geschlossen, um den Einsatz von Brennstoffzellen-Elektrosystemen auf dem US-Markt zu beschleunigen. Zudem will Hyundai einen nicht näher genannten Teil der 7,4 Milliarden US-Dollar in die Urban Air Mobility und Robotik investieren.

Unterdessen hat Hyundai einen ersten offiziellen Teaser zum Batterie-elektrischen Konzeptfahrzeug Seven veröffentlicht, das am 17. November auf der AutoMobility LA präsentiert wird – offensichtlich handelt es sich dabei um einen Ausblick auf den Hyundai Ioniq 7. In einer Mitteilung der Südkoreaner heißt es dazu, die Studie gebe einen Ausblick „auf das erste SUV-Modell der (…) Submarke Hyundai Ioniq“.
businesskorea.co.kr, kedglobal.com, hyundai.news

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