31.01.2022 - 11:20

Tesla öffnet wohl weitere Supercharger für Fremdmarken

Nachdem Tesla vor drei Monaten in den Niederlanden zehn Supercharger-Standorte für Fahrer von E-Autos anderer Marken geöffnet hat, ist es nun offenbar auch in Norwegen soweit. In dem skandinavischen Land wurden erste Nicht-Teslas an Superchargern beim Laden gesichtet. Aber auch in Frankreich sind weitere Standorte geöffnet worden.

Ein Video des norwegischen Portals „elbil24“ zeigt einen Audi e-tron, der an einem Supercharger nahe Oslo lädt. Nebbenes ist mit 44 Stalls der größte Supercharger in Europa, in Hilden sind 40 Stalls verbaut. Auch an anderen Standorten in Norwegen wurden Elektroautos anderer Marken an Superchargern gesichtet.

Eine Nahaufnahme der Status-LED am Ladeport des e-tron in Nebbenes deutet darauf hin, dass das Fahrzeug tatsächlich geladen hat. Welche Leistung der Audi aus dem V2-Supercharger erhalten hat, geht aus dem Video nicht hervor.

Nachdem es zunächst keine offizielle Bestätigung von Tesla – wie bei dem ersten Test in den Niederlanden – gab, hat der Autobauer inzwischen die Karte mit den geöffneten Ladepunkten aktualisiert. Darunter sind nicht nur 15 Standorte in Norwegen, sondern auch 16 Supercharger-Sites in Frankreich.

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Klar ist, dass Fahrzeuge anderer Hersteller in Europa technisch gesehen kompatibel mit den nachgerüsteten V2- und den V3-Superchargern sind. Über das CCS-Kabel ist eine Verbindung möglich, bisher limitiert die Software den Zugang auf Tesla-Fahrzeuge.

In den USA ist die Lage anders, dort setzt Tesla auf einen eigenen Ladeport und nicht auf das CCS1-Layout. Aber auch dort sollen die bisher strikt getrennten Ladewelten zusammenwachsen: 2022 soll es in den USA bald einen Adapter geben, mit dem Teslas an den dortigen CCS-Stationen laden können. Auch umgekehrt sollen über einen „Magic Dock“ genannten Adapter Fremdmarken an US-Superchargern laden können. Das „Magic Dock“ soll im Rahmen eines Pilotprogramms ab dem dritten Quartal 2022 erprobt werden.
elbil24.no, teslamag.de tesla.com (Karte)

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5 Kommentare zu “Tesla öffnet wohl weitere Supercharger für Fremdmarken

  1. Sebastian

    Tesla hat nun die Karte aktualisiert, heute morgen war das noch nicht online. Komisch ist, das ausgerechnet Frankreich stellenweise geöffnet wurde. Nicht gerade eine Hochburg der E-Mobilität. Denke Tesla möchte Daten sammeln was passiert und wird hier und da strategisch öffnen. Für echte roadtrip von non-Teslas ist die Öffnung nicht gerade geeignet, man tastet sich also langsam daran. Unterm Strich eine gute Sache, da neuen Standorte besser umgesetzt werden können und vereinfacht gebaut werden können.
    .
    sollte das ähnlich Abo-Verfahren wie in den Niederlanden ablaufen, könnte sich der eine oder andere dazu entscheiden.

    • Felix

      Frankreich ist insofern interessant, als es da bislang sonst wenig gibt jenseits von 50 kW Ladern und ein paar Ionitys auf der Autobahn Richtung Provence.

      • Sebastian

        Interessant wird sein, wie es weiter geht. In Norwegen sieht man innerhalb von 14 Tagen knapp 8 neue genehmigte SuC Standorte. Wenn die Öffnung das voran treibt kann das nur gut sein. Zumal die Konditionen gut sind die Tesla für den Strom verlangt. Ulkig ist halt dennoch, das Ionity meint mit 4 Säulen den Massenmarkt bedienen zu wollen und Tesla mal eben 20 Säulen hinknallt, zu den bereits vorhanden 20 Stück. Wie aktuell in Stuttgart oder in Ulm. Ist halt doch einen andere Hausnummer.
        .
        okay, EnBW macht auch mal 20 Stück, aber vereinzelt irgendwo im Nirvana…
        .
        ein gigantischer Vorteil bei den Supercharger… die machen das wieder selber. Jetzt 2 Fabriken dafür, in 2 Jahren dann wie viele ?!!
        .

        OT
        Das Enyaq Coupe wird aktuell vorgestellt… LieferTermin ist wann, ich ich HEUTE „online“ bestelle…?

  2. Marko Junker

    Auch als Tesla Fahrer halte ich die Öffnung der Supercharger grundsätzlich für konsequent und richtig. Daumen hoch !!!

    Man kann daran u. a. erkennen, dass es eine der Philosophien Teslas ist, den Menschen regenerative Energien attraktriv und zugänglicher zu machen. Wo geht es schließlich besser für uns zu oft beschränkt denkenden, als bei der eMobilität !?

    Wichtig wird sein, dass Wartezeiten für alle gering gehalten werden müssen, vor allem für die Tesla kaufenden Fahrer, die die Ladeinfrastruktur ja schließlich mitbezahlt haben und auch noch werden. Dabei wird ein gutes und RESTRIKTIVES Blockiermanagement genutzt werden müssen !

    Nur mal so ein paar wenige Gedanken …

    • Sebastian

      Es werden sich nur wenige finden, die nach Ablauf des Ladevorgangs noch ewig weiter pausieren, sooo schöön sind die Ladepunkte nun auch wieder nicht. Wie im ersten Björn Nyland Video zu sehen wird das Grundproblem die Anordnung des Ladeports zu Schwierigkeiten führen. So was kann die App nicht ahnden und in Rechnung stellen.
      .
      Nach wie vor mein Vorschlag für öffentliche Supercharger:
      1. Stall mittig platziert
      2. Kabel ca. 50 cm länger
      – fertig.
      .
      Damit erreicht man JEDES BEV ohne zu Probleme zu führen.

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31.01.2022 11:52