14.04.2022 - 13:28

Envision AESC baut US-Batteriefabrik in Kentucky

Der Batteriehersteller Envision AESC hat angekündigt, zwei Milliarden US-Dollar in eine neue Fabrik im US-Bundesstaat Kentucky zu investieren. Die Fabrik im Kentucky Transpark in Bowling Green in Warren County wird auf eine Jahreskapazität von 30 Gigawattstunden ausgelegt und soll Batteriezellen und -module für Elektroautos mehrerer Hersteller produzieren.

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Eine spätere Erweiterung der Fabrik, die rund 2.000 Arbeitsplätze schaffen soll, auf 40 GWh pro Jahr ist möglich, wie das Büro des Gouverneurs Andy Beshear (Demokraten) mitteilt. Ob die Erweiterung bereits in den umgerechnet 1,8 Milliarden Euro enthalten ist, geht daraus aber nicht hervor. Laut Beshear sei das „die zweitgrößte Investition in die wirtschaftliche Entwicklung, die Kentucky je gesehen hat“.

Einer der Abnehmer der Batteriezellen wird wohl Mercedes-Benz: Als die Stuttgarter Mitte März die Batteriemontage in Alabama eröffnet hatten, wurde ebenfalls verkündet, dass Envision AESC ein wichtiger Lieferant sein wird. „Envision AESC wird die Mercedes-Benz Batteriefabrik in Bibb County mit Hochleistungs-Batteriemodulen aus einem neuen Werk in den USA beliefern. Die Belieferung soll Mitte des Jahrzehnts beginnen“, hieß es damals. Im Fahrzeugwerk Tuscaloosa wird Mercedes den EQS SUV bauen, der in der kommenden Woche vorgestellt wird. Später soll der kleinere EQE SUV folgen.

Welche Zellformate und -chemien Envision AESC in Kentucky bauen wird, geht aus der Mitteilung des Gouverneurs nicht hervor. Dort heißt es, dass die Fabrik zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden soll, die teilweise vor Ort erzeugt werden. Partner für die Energieversorgung ist die Tennessee Valley Authority (TVA) – das Staatsunternehmen betreibt mehrere Wasserkraftwerke entlang des Tennessee Rivers.

„Das Bowling Green-Gebiet verfügt heute über hervorragende Arbeitskräfte in der Automobilindustrie sowie über die zukünftige Pipeline von benötigten Talenten, und wir freuen uns, dies mit neuen Arbeitsplätzen im stark wachsenden Elektrifizierungssegment zu unterstützen“, sagt Jeff Deaton, Managing Director von Envision AESC US. „Der Bau dieser neuen Einrichtung wird Kentucky zur neuen Gigafactory-Hauptstadt der USA machen, die gut positioniert ist, um das prognostizierte Wachstum von Elektrofahrzeugen zu bewältigen und zukünftige Investitionen anzuziehen.“

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Schaltbau Muenchen

Shoichi Matsumoto, CEO der Envision AESC Group, ergänzt: „Dieses Engagement bringt uns einen Schritt weiter in Richtung unseres Ziels, leistungsstarke Batterien mit größerer Reichweite für eine Vielzahl von Automobilherstellern weltweit herzustellen, um den Übergang zu Elektrofahrzeugen zu unterstützen.“

Kentucky fördert das Werk mit 116,8 Millionen Dollar aus staatlichen Anreizprogrammen, hinzu kommen fünf Millionen Dollar für ein Weiterbildungsprogramm.

Envision AESC hat seinen Hauptsitz in Japan und wurde 2007 als Joint Venture von drei japanischen Firmen gegründet. Da der Fokus der „Automotive Energy Supply Company“ (AESC) von Anfang an auf Elektrofahrzeugen lag, war Nissan mit 51 Prozent größter Anteilseigner. Im Jahr 2018 hat allerdings das chinesische Unternehmen Envision die Mehrheit an AESC übernommen.

Seit dieser Übernahme verfügt Envision AESC bereits über eine Zellfabrik in den USA: Unweit des Nissan-Fahrzeugwerks in Smyrna (Tennessee) fertigt Envision AESC Batteriezellen für den japanischen Hersteller.

Envision AESC ist immer noch ein wichtiger Lieferant der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz: Das Unternehmen baut neben der Nissan-Fabrik im britischen Sunderland eine neue Zellfabrik, ebenso im französischen Douai als Teil von Renaults eMobility-Industriecluster ElectriCity.

Update 31.08.2022: Der japanische Batteriehersteller Envision AESC hat den Grundstein für seine Fabrik im US-Bundesstaat Kentucky gelegt. Das im April angekündigte Batteriewerk im Kentucky Transpark in Bowling Green wird zunächst auf eine Jahreskapazität von 30 Gigawattstunden ausgelegt und kann später auf 40 GWh erweitert werden. Die dort gefertigten Batteriezellen sollen eine 30 Prozent höhere Energiedichte als die aktuelle Generation bieten. Envision AESC plant wie berichtet auch in Spanien eine Batteriezellen-Fabrik. Diese soll in Navalmoral de la Mata aufgebaut werden und im Jahr 2025 mit einer Kapazität von bis zu 50 GWh in Betrieb gehen.
kentucky.gov, kentucky.gov (Update)

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14.04.2022 13:57