17.06.2022 - 09:10

Tesla öffnet erste Supercharger in Deutschland für Fremdmarken

Tesla hat nun auch ausgewählte Supercharger-Stationen in Deutschland für Elektroautos anderer Marken geöffnet, ebenso wie in Dänemark, Finnland, Luxemburg und der Schweiz. Damit erfolgt die Öffnung vor dem Sommerferien in vielen europäischen Ländern.

Zuvor waren wie berichtet bereits Supercharger in den Niederlanden, Norwegen, Frankreich, Österreich, Belgien, Spanien, Schweden und Großbritannien für Fremdmarken zugänglich gemacht worden.

Hinweise auf eine baldige Öffnung einiger Standorte in Deutschland hatte es bereits zuvor gegeben. Der neue Supercharger-Standort in Limburg an der Lahn auf dem Parkplatz eines Autobahn-nahen Schnellrestaurants War Anfang Juni sowie im Laufe des Donnerstags zwischenzeitlich in der Tesla-App als Supercharger für Nicht-Tesla-Fahrzeuge erschienen – das Laden war aber noch nicht möglich.

Am Donnerstagabend wurde die Funktion für Limburg und weitere 13 Standorte in Deutschland aktiviert. Diese befinden sich vorrangig im Süden und Westen der Republik – in Ostdeutschland wurde nur ein Standort für Fremdmarken freigegeben.

Der Preis für Nicht-Teslas liegt wie auch in anderen Ländern über dem Tarif für Teslas. Da für Teslas in Deutschland je nach Standort zwischen 56 und 58 Cent pro Kilowattstunde verlangt wird, zahlen die Nutzer mit markenfremden Elektroautos 0,70 €/kWh. Mit einem Abo (12,99 € Monatsgebühr) können auch die Nutzer mit anderen Elektroautos die Kilowattstundenpreise auf das Niveau für Tesla-Fahrer senken – also zwischen 56 und 58 Cent je kWh.

Das Procedere entspricht jenem der bereits geöffneten Standorte: Die Nutzer benötigen die Tesla-App, um ihr markenfremdes Fahrzeug an den Superchargern zu laden. Über die App können die Nutzer den jeweiligen Stall freischalten, die Abrechnung erfolgt über die im nötigen Tesla-Konto hinterlegte Kreditkarte.
twitter.com, tesla.com, teslamag.de

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15 Kommentare zu “Tesla öffnet erste Supercharger in Deutschland für Fremdmarken

  1. lenzano

    auf dem ersten Blick klingt das gut.
    ABER – dürfen die das?
    Wie sieht es aus mit öffentlich zugänglichen Ladesäulen im Bezug auf Ladesäulenverordnung, Eichrechtskonformität etc.?
    Kann das jemand beantworten?

    • Sebastian

      Mit einer eichrechtskonformer App wäre es möglich. Mit der bisherigen Öffnung macht es kaum Sinn sich für die Tesla Supercharger zu orientieren. Bisher ist nicht möglich am Stück irgend wohin zu fahren. Also aktuell für Deutschland / Österreich /Schweiz etc. einfach nur ein nice to have. Bei Kosten zwischen 58 und über 70 cents, zudem so etwas wie Oktan 120 bei Aral.

      • notting

        U.a. bei Fastnet und Aral Pulse ist der Ad-hoc-Preis 0,69EUR/kWh, also fast 0,70EUR/kWh. Immerhin kann man dort die Tarife von EnBW (max. 0,55EUR/kWh) und Maingau (in D max. 0,59EUR/kWh) nutzen. Bei Maingau zahlt man im Ausland aber teilweise bei diesen Anbietern sogar 0,79EUR/kWh während Maingau auch im Ausland bei Ionity „nur“ 0,75EUR/kWh verlangt.
        Fazit: Deinen Vergleich mit dem Oktan 120 von Aral finde ich nicht so gut, weil Ionity längst vorgelegt und die meisten anderen Anbieter spätestens Anfang diesen Jahres stark aufgeholt haben.

        notting

        • Sebastian

          Mit EnBW kann ich aber quer durch D-A-CH fahren und hab alle 5 KM irgend eine brauchbare Ladesäule. Selbst bei Einstellung +150kW kann ich die Deutschland Karte kaum erkennen.
          .
          Cool wäre gewesen, Tesla öffnet auf einen Schlag mehr oder minder komplett Deutschland. DANN wäre das eine news wert gewesen.
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          Aber jetzt die 13 oder 17 Standorte sind ein lauerwarmer Witz.

      • Christian

        Nur, dass Tesla im Gegensatz zu Aral bei Benzin nur gewöhnlichen Strom überträgt und keinen speziell veredelten. Da sollte Tesla noch nachbessern.

        • alupo

          Aral-Benzin speziell veredelt?

          Du arbeitest sicher nicht in einer Raffinerie oder hast Zugang zu dort arbeitenden Personen mit Ahnung. Aber der Glaube hilft bekanntlich fast immer…

          • Sebastian

            Das Aditive nichts bringen ist schon eine sehr steile These.

  2. Sebastian

    Mit ist schleierhaft, was Tesla mit der jetzigen Öffnung erreichen möchte?
    In Hamburg gibt es einen SuC, in Köln etc. zwei Stück, zwei in Stuttgart, Ulm und einer unterm Starnberger See. 1x Nürnberg, 1x Kassel.
    .
    Aus welchem Grund sollte auch nur ein einziger Non-Tesla sich dazu verleiten lassen, jetzt bei Tesla zu laden? Das ergibt absolut null Sinn…
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    Ich kann weder von München nach Frankfurt fahren, noch von Köln nach Berlin oder von Füssen nach Hamburg.
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    70 cents ohne Abo für die kWh… LOL.
    und ein Abo lohnt sich aus welchem Grund? Macht nur Sinn, wenn ich Strecke fahren könnte.
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    Als Test wäre es wenigstens wichtig gewesen, die Hauptroute fahren zu können… diese vereinzelte geöffnete SuCs bringen absolut null an Kunden, null an Erkenntnisse.

    • alupo

      Ich kann als langjähriger Teslafahrer auch gut damit leben wenn kein Nichtteslafahrer an den SuCn lädt. Von mir aus hätte Tesla den Preis für Nicht-Teslafahrer auch auf einen Euro festlegen können.

      Alles gut, niemand muss sich deshalb aufregen

      • Sebastian

        Niemand regt sich auf… man bespricht nur ein oben eröffnetes Thema, das einen mehr oder minder interessiert. In Fachkreisen nennt man das Gespräch…
        .
        ein Euro wird es nicht geben… obwohl, wenn über Herbst/Winter die Energiekrise so richtig rein knallt, wird ein Euro noch günstig sein, auch für Teslas.
        .
        machen wir uns nichts vor… die dt. / europäische Wirtschaftspolitik gleicht eher einen geplanten Suizid, als irgend etwas mit Zukunft.

  3. Sebastian

    Wenn man wenigstens von München zum Gardasee fahren könnte… allein das wäre schon nett gewesen von Elon Musk, dann könnte sein Kumpel Herbert Diess endlich stressfrei fahren…

    • alupo

      Wer weiss, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

    • Daniel

      Geht ohne Tesla völlig stressfrei

      • Sebastian

        Herbert hatte letztes Jahr so seine Probleme.

  4. Adi

    Preise in der Schweiz bei den Superchargern Oftringen und Egerkingen ohne Abo CHF 0.70/KWh mit Mitgliedschaft CHF 0.58/KWh.
    In der nähe vier GoFast Ladestationen mit ad hoc CCS laden zwischen CHF 0.45 – 0.49KWh.
    zu den Preisen lädt doch nicht mal ein Teslafahrer am Supercharger.
    Wenn ich mal in der Nähe bin, werde ich aber auf jedenfall mit meinem Seat Mii am Supercharger laden.

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Gefunden bei electrive.net
https://www.electrive.net/2022/06/17/tesla-oeffnet-erste-supercharger-in-deutschland-fuer-fremdmarken/
17.06.2022 09:15