Verkehrsministerium fördert H2 im ÖPNV im Rheinland

Verkehrsminister Volker Wissing hat Förderbescheide in Höhe von rund 81,6 Millionen Euro für den ÖPNV in den Kreisen Düren und Euskirchen in Nordrhein-Westfalen überreicht. Gefördert werden sowohl H2-Züge sowie Betankungsinfrastruktur – auch für H2-Busse.

Der Zweckverband go.Rheinland wird insgesamt 17 Brennstoffzellenzüge beschaffen. Diese sollen ab dem Jahr 2026 sukzessive im „Netz Düren“ auf den Linien RB 21 Nord – Nordast der Rurtalbahn –, RB 21 Süd – Südast der Rurtalbahn – und RB 28 – Eifel-Bördebahn eingesetzt werden.

Die Wasserstoffinfrastruktur für den Zugbetrieb liefert die Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH gemeinsam mit der HyDN GmbH. Hierbei handelt es sich um eine Betankungsanlage inklusive Elektrolyseur für die Herstellung von grünem Wasserstoff.

Auch der Regionalverkehr Köln erhielt ein Stück vom Kuchen. Er wird eine öffentliche Wasserstofftankstelle in Mechernich im Kreis Euskirchen errichten, an der auch Brennstoffzellenbusse betankt werden können. Auch hier ist ein Elektrolyseur zur Herstellung des grünen Wasserstoffs eingeplant.

Der Großteil der Förderungen, nämlich 66,8 Millionen Euro, werden über das Investitionsgesetz Kohleregionen (InvKG) zur Verfügung gestellt. Hinzu kommen 14,8 Millionen Euro aus Mitteln des Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP). Diese fließen in den Aufbau des Elektrolyseurs für die Produktion des grünen Wasserstoffs für den Schienenverkehr.

„Unser Ziel ist es, im Verkehrssektor die Dynamik in Richtung Klimaneutralität weiter zu beschleunigen“, sagt Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr. „Wir brauchen wasserstoffbasierte Busse und Züge dort, wo wir mit der Elektrifizierung an Grenzen stoßen. Hier im Rheinland werden mit unserer Unterstützung 17 Wasserstoffzüge und die für den grünen Wasserstoff benötigte Infrastruktur sowie eine Wasserstofftankstelle mit Elektrolyseanlage für Busse angeschafft. Die Region demonstriert, wie wir uns eine optimale, lokale Wertschöpfungskette vorstellen – vom Erzeugen über das Verteilen bis hin zum Nutzen von Wasserstoff.“

Erst kürzlich hatte der Regionalverkehr Köln in Brühl sechs neue Wasserstoffbusse in den Linienverkehr integriert. Auch in Hürth und in Wesseling sind bereits Wasserstoffbusse im Einsatz.
bmdv.bund.de

2 Kommentare

zu „Verkehrsministerium fördert H2 im ÖPNV im Rheinland“
Andi_xe
11.05.2023 um 16:45
Hier sind wohl hoffentlich Millionen und nicht Milliarden gemeint..... nämlich 66,8 Milliarden Euro,
Carl
12.05.2023 um 09:06
Wieder so ein Quatsch Projekt, nach der Saarbahn. Andere Verkehrsverbünde haben nur Probleme mit H2 und stoßen die Technik wieder ab. Und jetzt fördert der Bund das vollkommen sinnlos....

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