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Hyundai steigt bei Nickel-Verarbeiter Korea Zinc ein

Die Hyundai Motor Group hat mit Korea Zinc eine umfassende Zusammenarbeit entlang der gesamten Nickel-Wertschöpfungskette für Elektroauto-Batterien vereinbart. Die Partnerschaft umfasst die gemeinsame Beschaffung und Verarbeitung von Nickel-Rohstoffen bis hin zum Recycling. In diesem Zuge beteiligt sich der Autobauer auch an Korea Zinc.

Die Zusammenarbeit umfasst laut der Mitteilung neben der gemeinsamen Beschaffung und Verarbeitung auch die „Gewährleistung einer stabilen Versorgung mit verarbeitetem Nickel sowie die Erkundung neuer Geschäftsfelder, einschließlich des Batterierecyclings“. Der Hyundai-Konzern beteiligt sich nach eigenen Angaben mit 527,2 Milliarden Won (366 Millionen Euro) auch finanziell an Korea Zinc und erhält dafür fünf Prozent der Unternehmensanteile.

Korea Zinc hatte bereits 2017 eine Tochtergesellschaft für die Produktion von Nickelsulfat für E-Auto-Batterien gegründet und soll den Hyundai-Konzern ab 2026 mit Nickel beliefern. Bis 2031 will die Hyundai Motor Group 50 Prozent des Nickels, das zur Herstellung von E-Auto-Batterien benötigt wird, welche die Anforderungen des Inflation Reduction Act (IRA) in den USA erfüllen, aus der Partnerschaft mit Korea Zinc beziehen. Hierfür wollen beide Unternehmen in „Minenentwicklungsprojekte investieren, um Rohstoffe zu beschaffen, die den IRA-Anforderungen entsprechen“. Auch Vorgaben des Critical Raw Material Acts (CRMA) der Europäischen Union sollen erfüllt werden.

Aber: Noch handelt es sich um eine Absichtserklärung, die nun in Seoul von Vertretern beider Firmen unterzeichnet wurde. Eine verbindliche Vereinbarung gibt es noch nicht. Geplant ist allerdings, dass HMG Global (ein Joint Venture von Hyundai Motor, Kia und Hyundai Mobis) konkret am 12. September die Aktien von Korea Zinc im Wert von 366 Millionen Euro kauft.

Korea Zinc will mit dem Geld seine bestehende Produktion für Nickel-Batterimaterialien und Vorläufer erweitern. Konkret soll eine neue Tochtergesellschaft zur Herstellung von Vorläufern für Elektrofahrzeugbatterien gegründet werden. Zudem plant Korea Zinc, noch in diesem Jahr mit dem Bau einer Nickelhütte im Industriekomplex Ulsan zu beginnen. In der Hafenstadt verfügt auch Hyundai über ein großes Fahrzeugwerk.

Im November 2022 hatte Korea Zinc zudem eine Kooperation mit LG Energy Solution geschlossen. Der Deal sah neben der Belieferung mit Nickel-Materialien auch eine gegenseitige finanzielle Beteiligung in Form eines Aktientauschs vor.

Hyundai hatte im April 2023 seine derzeit gültige eMobility-Strategie vorgestellt. Erklärtes Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 zu den führenden drei Elektroauto-Herstellern weltweit zu gehören. Dazu will der südkoreanische Konzern bis zu 24 Billionen Won (umgerechnet rund 16,6 Milliarden Euro) investieren, um Produktion und Exporte zu steigern.
hyundai.com

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