Alexander Lutz wird neuer Europa-Chef von Lucid

Ein ehemaliger Polestar-Manager soll das Europa-Geschäft des US-Elektroauto-Herstellers Lucid Motors beleben. Alexander Lutz ist seit dem 1. Januar 2024 der neue Europachef von Lucid.

Bilder: Lucid Motors, Polestar; Montage: electrive

Lutz kommt von Polestar, wo er bis April 2022 für das Geschäft in Deutschland und danach für den italienischen Markt verantwortlich war. Der Deutsche folgt als Europachef von Lucid Motors auf Michael van der Sande, der diesen Posten erst im März 2023 angetreten hatte.

Den Wechsel und Umzug nach Amsterdam teilte Lutz selbst über sein LinkedIn-Konto mit. Demnach ist er Managing Director Europe von Lucid Motors. Eine Pressemitteilung von Lucid Motors zu der Personalie gibt es bisher nicht – daher sind auch keine Gründe für den Abgang von van der Sande nach nicht einmal einem Jahr bekannt.

Lutz hat sich noch nicht selbst in einem Post zu seiner neuen Funktion geäußert, sondern lediglich seinen Arbeitgeber im Lebenslauf aktualisiert. In der dortigen Beschreibung heißt es, dass er direkt an den COO berichtet — diese Führungsposition hatte Lucid erst Ende 2023 geschaffen und mit dem Deutschen Marc Winterhoff besetzt. Lutz gibt in seinem Profil auch an, die Mission des Unternehmens voranzutreiben, „den Einsatz nachhaltiger Energien zu fördern und die konventionelle Landschaft in der Automobilindustrie kontinuierlich zu verändern“.

Da es noch keine Pressemitteilung mit Zitaten von Lutz, Winterhoff oder Lucid-CEO Peter Rawlinson zu der Strategie für das Europa-Geschäft von Lucid Motors gibt, sind die genauen Aufgaben von Lutz in Amsterdam noch nicht bekannt. Er verfügt aber über Erfahrung beim Aufbau und Etablieren neuer Marken. Nach Stationen bei Audi und Maserati wurde Lutz 2019, also noch vor dem Marktstart, erster Deutschland-Chef von Polestar und hat die Marke hierzulande aufgebaut. Nach seinem Polestar-internen Wechsel nach Italien sollte er dort ebenfalls die Marke bekannter machen und den Absatz steigern.

Lucid hat mit der Luxuslimousine Air derzeit nur ein Modell im Angebot, das SUV Gravity soll in diesem Jahr folgen. Für das Jahr 2023 hat Lucid das einst angepeilte Absatzziel von 10.000 Fahrzeugen verpasst, tatsächlich konnten rund 8.400 Air gebaut und recht genau 6.000 Einheiten ausgeliefert werden. Seine vollständigen Finanzergebnisse will Lucid Motors am 21. Februar 2024 vorstellen. In den ersten drei Quartalen war Lucid aber stark defizitär, daher hatte CFO Sherry House das Unternehmen im Dezember verlassen.

linkedin.com, automobilwoche.de

1 Kommentar

zu „Alexander Lutz wird neuer Europa-Chef von Lucid“
Batteriemaschine80
03.02.2024 um 13:10
Da kann man für Lucid Hoffnung schöpfen... dem Anschein nach ein deutscher Top Manager.

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