Neue Fastned-Standorte in Deutschland und der Schweiz

Der Schnellladeanbieter Fastned hat sein Ladenetz um drei neue Standorte erweitert. Der erste neue Lade-Hub wurde im Rahmen des Deutschlandnetzes errichtet. Dieser befindet sich auf dem Parkplatz Löwenburg an der A2 bei Porta Westfalica. Zwei weitere Standorte wurden hingegen in der italienischsprachigen Schweiz in Betrieb genommen.

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Bild: Die Autobahn GmbH des Bundes

Im Rahmen des Deutschlandnetzes erhielten im Februar 2024 vier Betreiber den Zuschlag zum Aufbau von nahezu 1.000 Schnellladepunkten an 200 unbewirtschafteten Rastanlagen. Die Zuschläge wurden an E.ON, die Bietergemeinschaft Autostrom Nord (Autostrom plus), TotalEnergies und auch an Fastned erteilt. Die Niederländer konnten sich eines von sechs Losen sichern, das 34 Standorte umfasst.

Der erste Schnellladestandort aus dem Autobahn-Los am Rastplatz Neufelder Heide-Süd ging im Juli dieses Jahres in Betrieb. Im September folgten zwei Standorte in Schleswig-Holstein – auf den Parkplätzen Jalm und Jalmer Moor an der A7. Nun teilte die Autobahn GmbH des Bundes mit, dass auf dem Parkplatz Löwenburg bei Porta Westfalica ein weiterer Lade-Hub in Betrieb ging.

Am neuen Fastned-Standort an der A2 in Richtung Dortmund stehen drei Alpitronic Hypercharger vom Typ HYC400 mit insgesamt sechs Ladepunkten zur Verfügung. Jeder Ladepunkt bietet eine Ladeleistung von mindestens 200 kW, maximal sind bis zu 400 kW möglich. Wie an all seinen Deutschlandnetz-Standorten ruft Fastned auch hier einen Preis von 0,73 Euro/kWh auf – sowohl über die eigene App als auch per Ad-hoc mit EC- oder Kreditkarte.

Auch der neue Lade-Hub ist auf den ersten Blick nicht eindeutig als Fastned-Standort zu erkennen. Schon an den drei bisherigen Autobahnstandorten haben die Niederländer beim Dach auf ihr typisches Design verzichtet. Immerhin erinnert die Folierung der Ladesäulen noch an das Erscheinungsbild der markanten Fastned-Dächer. Bei den Regionallosen im Deutschlandnetz bleibt es bisher aber beim gewohnten Bild.

Außerhalb des Deutschlandnetzes bleibt der Schnellladeanbieter seinem Dach-Design treu. Das trifft auch auf die beiden ersten Fastned-Standorte in der italienischsprachigen Schweiz zu. Die neuen Lade-Hubs auf den Rastplätzen Lavorgo Nord und Süd sind mit Fastneds charakteristischen gelben Überdachungen ausgestattet. Jeder Standort ist mit zwei HYC400 von Alpitronic ausgestattet. Jede Schnellladesäule verfügt wiederum über zwei CCS-Anschlüsse (bis zu 400 kW) und einen CHAdeMO-Anschluss (bis zu 50 kW). Kunden zahlen hier 0,73 Schweizer Franken (ca. 0,78 Euro) pro Kilowattstunde.

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Bild: Fastned

Für Fastned sind die beiden Schnellladestandorte eigenen Angaben zufolge „strategisch von herausragender Bedeutung“. Die unmittelbar vor dem Gotthard-Tunnel-Südportal gelegenen Ladeparks verbinden das Fastned-Ladenetz in der Schweiz mit Italien. „Sie positionieren das Schnellladeunternehmen an einem der wichtigsten Verkehrskorridore Europas und ergänzen das europäische Ladenetzwerk damit perfekt“, heißt es.

Die beiden ersten Standorte in der Schweiz sind die Ladeparks in Lavorgo jedoch nicht. Sie ergänzen die elf weiteren Fastned-Standorte in der Schweiz, die alle Teil der ASTRA-Ausschreibung für Schnellladestationen auf Rastplätzen entlang von Nationalstraßen sind. Von den 100 ausgeschriebenen Rastplätzen hat Fastned bereits im Jahr 2019 den Zuschlag für 20 Standorte erhalten.

Noch im November will das Unternehmen einen weiteren Standort in der Gemeinde Kloten eröffnen. Dieser soll der erste Standort der Schweiz sein, welcher mit einem Kiosk und Toiletten ausgestattet ist und nicht zu den ASTRA-Standorten zählt.

autobahn.de (Porta Westfalica), fastnedcharging.com (Lavorgo)

2 Kommentare

zu „Neue Fastned-Standorte in Deutschland und der Schweiz“
André Wassermann
25.11.2025 um 18:52
0,79€/kwh ist vergleichbar wie der Diesel Preis auf der Autobahn zu einer Tankstelle an der Bundes- oder Landstraße mit 0,40€ Unterschied. Selbst ohne vertragliche Vereinbarung sind kwh Preise < 0,49€ eigentlich die Normalität. Der ad hoc Preis für DC Ladung ist mit der Gerd BremerApp einfach nachvollziehbar. Falls die Politik etwas sinnvolles regulieren möchte, sollte man die moderne "Wegelagerei" endlich beenden und Durchleitungspreise ermöglichen.
Kim
26.11.2025 um 10:43
Das Durchleitungsmodell bringt bzgl. der Preise rein gar nichts. Die Betreiber dürfen und müssen sich im Durchleitungsmodell als Aufschlag auf den Kundenstrompreis aus ihrem Tarif ein "Infrastrukturentgelt" nehmen, mit dem Sie den Aufbau und Betrieb eines Standorts finanzieren und der ihre Gewinnmarge enthält. Die Betreiber, die heute 0,79 ct/kWh nehmen, werden dann einfach ein entsprechend hohes Infrastrukturentgelt im Durchleitungsmodell ansetzen.Nebenbei: 79 ct/kWh ist zu teuer. Zu erwarten, dass Laden an Schnellladeinfrastruktur genauso viel kostet wie zuhause ist jedoch realitätsfern. Die Standorte kosten mehrere hunter tausend Euro im Bau und haben extrem hohe und teure Netzanschlüsse.

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