Bund startet neue Förderung für H2-Tankstellen und -Lkw

Die Bundesregierung hat einen neuen Förderaufruf veröffentlicht, über den der Bau von Wasserstoff-Tankstellen und Lkw mit Brennstoffzellen-Antrieb oder Wasserstoff-Verbrennungsmotor mit 220 Millionen Euro gefördert werden. Damit soll ein Grundnetz für den Schwerverkehr entstehen – wie in der AFIR vorgeschrieben (Update am Artikelende).

H2 mobility tankstelle magdeburg
Bild: H2 Mobility

Zunächst hatte „Tagesspiegel Background“ unter Informationen aus Regierungskreisen berichtet, dass der Förderaufruf noch in dieser Woche veröffentlicht werden soll. Wenige Stunden später hat das Bundesverkehrsministerium (BMV) die Förderung in einer eigenen Mitteilung publik gemacht. Dort ist die Rede vom „Aufbau eines deutschlandweiten Initialnetzes von Wasserstofftankstellen für Nutzfahrzeuge“. „Ziel ist es, den Markthochlauf von Wasserstoff-Lkw verlässlich zu unterstützen, damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und die Transformation der deutschen Automobil- und Zulieferindustrie hin zu alternativen Antrieben zu stärken“, so das BMV.

Interessierte Unternehmen können bis zum 31. Mai 2026 ihre Förderanträge einreichen. Dabei geht es nicht um eine Einzel-Förderung von Tankstellen oder Fahrzeugen, sondern von Paketen „aus Station und Lkw, was eine Grundauslastung der Tankstelle sowie eine Betankungsmöglichkeit vor Ort ermöglichen soll“, so „Tagesspiegel Background“. „Im Mittelpunkt steht eine kombinierte Förderung, die die Errichtung öffentlich zugänglicher Wasserstofftankstellen mit der Beschaffung von Nutzfahrzeugen mit Wasserstoffantrieb verbindet“, führt das BMV in seiner Mitteilung aus. „Dieser Ansatz stellt sicher, dass neue Tankstellen von Beginn an über eine ausreichende Grundauslastung verfügen und Speditions- sowie Logistikunternehmen gleichzeitig eine verlässliche Betankungsmöglichkeit vorfinden.“

Auf diese Weise sollen bis zu 40 Tankstellen und rund 400 Fahrzeuge gefördert werden, wie es heißt. Die tatsächliche Anzahl kann aber abweichen, sie ergebe sich „auf Basis der Priorisierung der eingereichten Anträge und den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln“. „Dabei muss eine Auslastung der täglichen Kapazität (über 24h gerechnet) von mindestens 10% der HRS (engl. hydrogen refuelling stations) durch vorhandene und/oder zu beschaffende Fahrzeuge abgedeckt werden. Darüber hinaus können für bestehende oder im Bau bzw. Planung befindliche HRS-Standorte auch Fahrzeugflotten gefördert werden, wenn hierdurch die Anforderung zur Auslastung erfüllt werden“, heißt es in dem Aufruf. Insgesamt werden über den Aufruf vier Varianten der Paketförderung abgedeckt.

Bis zu sieben Millionen Euro je Antrag

Die Wasserstofftankstelle kann mit bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Investitionsausgaben bezuschusst werden – gedeckelt auf maximal vier Millionen Euro. Bei den Fahrzeugen mit wasserstoffbasiertem Antrieb werden bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Investitionsmehrausgaben (im Vergleich zu einem Dieselfahrzeug) bezuschusst. Die Fahrzeugförderung eines Pakets ist aber auf maximal drei Millionen Euro gedeckelt, pro Paketantrag können also maximal sieben Millionen Euro bewilligt werden.

Mit der kombinierten Tankstellen-Fahrzeug-Förderung soll ein Grundnetz an Wasserstoff-Tankstellen für den Schwerverkehr entstehen, das über die geförderten Fahrzeuge direkt zu einem Teil ausgelastet wird. Gerade Deutschland als Transitland kommt im europäischen Schwerverkehr eine wichtige Rolle beim Aufbau einer solchen Infrastruktur vor.

„Wasserstoff spielt technisch, wirtschaftlich und geopolitisch eine wichtige Rolle für einen klimafreundlichen Schwerlastverkehr und ergänzt batterieelektrische Antriebe sinnvoll. Deshalb haben wir im Koalitionsvertrag die Förderung einer Wasserstoffbetankungsinfrastruktur vereinbart“, sagt Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU). „Heute setzen wir dies konkret um: Wir fördern Wasserstofftankstellen und – in Verbindung mit diesen Tankstellen – auch Wassererstoff-LKW. Damit lösen wir das Henne-Ei-Problem: Die Lkw-Fahrer finden verlässliche Betankungsmöglichkeiten und die Tankstellen werden von Beginn an ausgelastet. Schritt für Schritt entsteht so ein zuverlässiges Grundnetz – ein wichtiges Puzzleteil für den Umstieg auf klimafreundliche Antriebe im Schwerlastverkehr.“

Deutschland muss AFIR-Vorgaben erfüllen

Zwar hat sich die schwarz-rote Bundesregierung immer wieder für die „Technologie-Offenheit“ stark gemacht (etwa bei den CO2-Zielen der EU für Neuwagen), der neue Förderaufruf dürfte aber wohl nur zum Teil damit zusammenhängen. Denn in erster Linie muss Deutschland auch die Ziele der europäischen Verordnung über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFIR) erfüllen. Bei den Ladepunkten für Batterie-elektrische Fahrzeuge schafft Deutschland die Vorgaben schon heute, beim Wasserstoff gibt es noch Nachholbedarf.

Laut der AFIR-Regelung der Europäischen Union müssen Mitgliedstaaten bis 2030 sicherstellen, dass in allen relevanten urbanen Knotenpunkten mindestens eine öffentlich zugängliche H2-Tankstelle existiert. Zudem muss entlang des TEN-V-Kernnetzes mindestens alle 200 Kilometer eine H2-Tankstelle verfügbar sein. Beim TEN-V-Kernnetz handelt es sich um wichtige Autobahnstrecken wie z.B. die A2 von Berlin nach Dortmund oder die A9 von Berlin nach München.

Mitte Januar hatten wir noch berichtet, dass das deutsche Wasserstoff-Tankstellennetz sogar schrumpft und es nur noch rund 50 öffentliche H2-Tankstellen in Deutschland gibt – es waren schon einmal mehr als 90. Das liegt allerdings daran, dass vor allem ältere Tankstellen des Betreibers H2 Mobility außer Betrieb gegangen sind – dabei handelt es sich um Tankstellen mit 700 bar Druck, die vor allem für Brennstoffzellen-Pkw gedacht waren. Dieser Markt hat sich aber nie wie erwartet entwickelt, weshalb diese Tankstellen am Ende ihrer Nutzungsdauer nicht ersetzt, sondern abgebaut werden. Den Fokus hat H2 Mobility längst auf Nutzfahrzeuge mit 350 bar gelegt, wie es bei schweren Lkw und Bussen eher üblich ist – an einigen der neuen Standorten werden auch 700 bar für Pkw und Transporter angeboten. Aktuell gibt es rund 35 Stationen, die für H2-Lkw tauglich sind.

Das große Aber: 350 bar Druck sind zwar bei Nutzfahrzeugen üblich, aber nicht unbedingt der Standard für die Zukunft. Daimler Truck setzt bei seinem kommenden H2-Sattelschlepper bekanntlich auf tiefgekühlten, flüssigen Wasserstoff. Für die Brennstoffzelle im Fahrzeug macht das keinen großen Unterschied, wohl aber für die im Lkw verbauten Tanks und auch die Tankstellen. Ob dort gasförmiger Wasserstoff mit 350 bar vorgehalten und vertankt werden muss oder der sLH2 genannte Flüssig-Wasserstoff mit -253 Grad Celsius lagert, benötigt vollkommen unterschiedliche Technologien.

Zudem ist jetzt auch klar, dass mit der neuen Förderung ein bekanntes Problem der früheren Richtlinie KsNI vermieden werden soll: Über dieses Förderprogramm konnten zwar auch Tankstellen und Ladepunkte mit Fahrzeugen gefördert werden, allerdings durfte die Infrastruktur nur von den geförderten Fahrzeugen genutzt werden. Es war aufgrund der Auflagen also nicht möglich, die Ladepunkte oder Wasserstoff-Tankstellen Dritten zugänglich zu machen, um die Auslastung zu erhöhen und die Wirtschaftlichkeit der Investition zu verbessern. Jetzt ist in der Förderrichtlinie ausdrücklich die Rede davon, dass die Wasserstoff-Tankstellen „öffentlich zugänglich“ sein müssen.

Der Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) begrüßt die Aussicht auf eine neue Förderung. „Ein Förderprogramm ist interessant, um die technische Entwicklung in Echtzeit zu erproben und den Herstellern ein direktes Feedback zu geben“, sagt Simon Brück, Leiter Umwelt-, Klima- und Energiepolitik beim DSLV zu „Tagesspiegel Background“. Wichtig sei, dass den Tankstellen eine gewisse Abnahme garantiert wird, damit diese wirtschaftlich betrieben werden können.

Und auch für die Spediteure muss sich die Investition trotz Bundes-Förderung lohnen. Derzeit sind H2-Lkw in Deutschland noch eine absolute Nische, auch mangels in der Breite verfügbarer Serienfahrzeuge. Der Markt für Batterie-elektrische Lkw wächst schneller, die Hersteller gehen im Schnitt davon aus, dass 2030 die Hälfte ihres Absatzes auf Batterie-Lkw entfällt. Der Rest sind Verbrenner mit Diesel, HVO oder eben Wasserstoff als Verbrenner oder mit Brennstoffzelle.

Update 21.04.2026: Das Bundesministerium für Verkehr verlängert die Antragsfrist des im Januar gestarteten Förderaufrufs für Wasserstoff-Tankstellen und -Lkw um einen Monat bis zum 30. Juni 2026. Als Grund gibt das Ressort „das bundesweit sehr große Interesse am Förderaufruf“ an.

bmv.de, ptj.de (Förderaufruf), background.tagesspiegel.de, now-gmbh.de (Update)

31 Kommentare

zu „Bund startet neue Förderung für H2-Tankstellen und -Lkw“
Chris
29.01.2026 um 10:36
Das ist leider, mal wieder komplette Geldverschwendung. Es wird sich bei den aktuellen Preisen für H2 niemand einen solchen LKW kaufen.
Musicman
29.01.2026 um 11:08
Der Staat hat zwar kein Geld die bestehende Infrastruktur in akzeptablen Zustand zu erhalten vergeudet jedoch Millionen für ein totes Pferd. Erschreckend wohin uns Lobbyismus gebracht hat.
Tobias
29.01.2026 um 11:13
Das ist auch meiner Sicht komplette Verschwendung von Steuergeldern ohne Aussicht auf Erfolg. Die CDU/CSU zeichnet sich mal wieder durch miserable Wirtschaftskompetenz aus. Allerdings haben natürlich auch Teile der Wirtschaft ihren Anteil daran, die das Wasserstoffmärchen fröhlich weiter erzählen.
Jörg
29.01.2026 um 11:48
Daß man Unsummen für die Oberleitungs-Teststrecken für LKW zum Fenster herausgeworfen hat, war bei den seinerzeitigen Batteriepreisen und ihrer nicht so konkret absehbaren Entwicklung ja noch ok. Inzwischen bauen div. Hersteller vollelektrische LKW, die zwar noch teuer, aber selbst auf der Langstrecke alltagstauglich sind. Daß man zum heutigen Zeitpunkt noch in H2 investiert (, dessen Ineffizienz schon die Tesla-Gründer Eberhard und Tapenning 2008 be- und vorgerechnet haben), ist nicht nachvollziehbar. Die Millionen wären wirklich andernorts deutlich sinnvoller investiert (s.o.)
Heinz
29.01.2026 um 14:11
Ja diese Berechnungen hängen wie immer vom Aufsatzpunkt ab. Tank to wheel ist einfach falsch. D wird immer Energieimporteur bleiben und die Bsatteriefanatiker müssen sich von HV-Kabel-Idee von Chile und Schottland nach D endlich verabschieden. Meine kurze Rechnung: Batterie da wo sinnvoll, nämlich genügend grüne Energie. Der Rest wird als H2 importiert und getankt. Übrigens Wirkungsgrad ist Erzeugung zu Rad bei H2 höher, da z.B. PV Stromernte im Sonnengürtel 3x so hoch ist wie in D, Die BZ Effizienz aber nur um das 2,5 fache niedriger als BEV ...
Arndt Schäffler
29.01.2026 um 17:19
Deutschland und Europa können ihren Bruttoenergiebedarf vollständig aus erneuerbaren Energien decken. Bei entsprechendem Ausbau sind Energieimporte weder notwendig noch strategisch sinnvoll. Die Studien- und Faktenlage hierzu ist eindeutig. Dass in Deutschland im Jahr 2026 weiterhin Fördermittel für eine Infrastruktur ausgeschrieben werden, die vielerorts brachliegt, zerfällt oder bereits zurückgebaut wird, ist aus wissenschaftlicher Sicht nicht nachvollziehbar. Die AFIR ist kein unverrückbares Dogma: Sie kann verletzt werden, sie muss nicht bedingungslos umgesetzt werden. Andere EU-Mitgliedstaaten warten die absehbare Anpassung der AFIR ab. Es besteht daher kein Anlass, sich hinter überholten Vorgaben zu verstecken.
Volker
29.01.2026 um 14:27
Ich würde eher sagen: Batterie da wenn sinnvoll, nämlich genügend grüne Energie im Sommer.Und für knappe Tage im Winter kann man den angeblich so billig importierbaren Wasserstoff auch stationär verstromen, statt in ganzjährig im LKW zu vergeuden.
Gerd
29.01.2026 um 14:23
Batterie-Fanatiker und HV-Kabel von Chile nach Europa sind gut :-D Dabei sind in meinen Augen die „Wasserstoff-Fanatiker“ diejenigen, die immer wieder Luftschlösser bauen… Wo sind denn die ganzen H2-Tankschiffe, die das Zeugs von Patagonien hier her schippern? Wäre es nicht so langsam mal Zwit, die zu bauen? Oder die Infrastruktur für den Import zu errichten? Und die Anlagen, die das irgendwo produzieren sollen in Chile oder der Sahara?
Heinz
29.01.2026 um 14:49
Also wir haben auf jeden Fall keine Infrastruktur für Strom. Die H2 Infrastruktur liegt Dank Habeck schon vor unserer Küste. Die Flüssiggasdocks können nämlich auf H2 umgestellt werden. H2 Erzeugungsprojekte gibt es in der Zwischenzeit weltweit: Dubai, Saudi-Arabien, Marokko, tunesien, Namibia, Chile, Peru, Kanada, Schottland, ...
Gerd
29.01.2026 um 16:15
Nochmals: Wo sind die Schiffe, die all das Zeugs transportieren? Und wie verteilen wir das innerhalb von Deutschland weiter? Wasserstoff ist seit den 1970ern eine never ending story. Wenn es so einfach wäre, wie immer getan wird, warum wurde es seit über 50 Jahren nicht umgesetzt?Und von den Erzeugungsländern sehe ich vielleicht Schottland und Kanada als Staaten, die zuverlässig sind. Vom Rest will ich mich und meine Infrastruktur nicht abhängig machen.
David W
29.01.2026 um 12:22
Was für eine Verschwendung von (Steuer-)Geld, Zeit, Arbeitskraft und Energie. Traurig. Es mangelt ja nicht an der technischen Machbarkeit, es ist einfach kommerziell kompletter Irrsinn.
Robert
29.01.2026 um 13:14
"Deutschland muss AFIR-Vorgaben erfüllen" so so und warum wird das bei den Ladepreisen für E-Autos nicht gemacht? Auch dort gibt es Vorgaben der AFIT dort steht z.B. das der Zugang zum Laden Diskriminerungsfrei sein sollte das ist aber bisher nicht der Fall siehe AD-Hoc Laden oft zum doppelten Preis hier wird man massiv diskrimiert wenn mann mit Kreditkarte zahlen will
Frank
29.01.2026 um 14:11
In den Niederlanden war dieses Förderprogramm (was dort SWIM heißt) ein voller Erfolg. Die beiden CAlls waren mehr als überzeichnet. Das zeigt, dass anders als die Batteriefans in diesem Newsletter immer meinen, es in der Logistikbranche durchaus ein großes Interesse an diesen Fahrzeugen gibt. In den Niederlanden ist man nämlich schon so weit, dass Großkunden ihre Batterie-LKW-Flotten nicht mehr geladen bekommen, weil das Netz schlapp macht. Die Supermarktkette Albert Heijn hatte sich für das Programm stark gemacht. So wurden dort 200 H2 LKW gefördert. Nicht viel, was an den beschränkten Mitteln liegt, aber ein Anfang. Und eine Chance, dass diese Technologie auch mal eine Chance bekommt, sich zu beweisen. Es war noch nie gut, nur auf eine Karte zu setzen.
Arndt Schäffler
29.01.2026 um 17:33
Frank, in der Niederlande herrscht Katerstimmung und defintiv keine Euphorie was Wasserstoff angeht https://fuelcellsworks.com/2025/07/21/green-technology/gasunie-s-dutch-hydrogen-network-hits-delays-costs-climb-to-3-8bn-but-commitment-and-state-support-hold-strong .. Zitat "plagued by soaring costs" .. Der Ausbau des Stromnetzes ist definitiv kostengünstiger. Wasserstoff eine Chance zu geben heißt, neue Abhängigkeiten zu schaffen und den Energiebedarf künstlich aufzublähen, statt ihn konsequent zu senken.
John
30.01.2026 um 20:54
Ich sehe H2 auch kritisch. Aber was wäre die Alternative? Und mit Batterien begeben wir uns nicht in Abhängigkeit? Grüner H2 kann tatsächlich in ausreichenden Mengen in der freien Welt hergestellt werden. Außerdem kann es in der Prozess- und Chemischen Industrie eingesetzt werden. Ebenfalls gibt es in der EU auch ein CNG-Leitungsnetz dass auch für H2 genutzt werden könnte. Aus meiner Sicht ist es sinnvoll an grünem H2 weiterhin dranzubleiben. Allerdings sollte man die Anwendungsseite genau prüfen bevor man dort Steuergeld reinsteckt. Natürlich stimmt es dass niemand ein kg H2 für 15 € an einer Tanke kaufen würde. Das dürfte nicht mehr als 5 €/kg kosten (eher 4 €/kg). Wenn dann noch die Tanke da wäre, dann könnte sich das rechnen. Aber bitte nicht immer so tun als ob Batterien die Lösung für alles sind.
Battie
31.01.2026 um 21:11
Kann er nicht! Warum wird grüner H2 wohl noch immer nicht in rauen Mengen hergestellt? Liegt das vielleicht am Preis? Ah, bloß nicht nachdenken, könnte ja der Technologieoffenheit schaden ...
Jarn
29.01.2026 um 15:50
Nur weil etwas gemacht werden kann, heißt es nicht, dass es ökonomisch sinnvoll ist, dies zu tun.
Michael
29.01.2026 um 14:16
Traurig, dass mit Steuergeldern diese (auf nicht absehbare Zeit) nicht wirtschaftliche Technologie immer und immer weiter bezuschusst wird. Die bereitgestellten Millionen könnten an wichtiger und richtiger Stelle so viel sinnvoller eingesetzt werden. Ärgerlich, traurig und schade zugleich!
Thomas
29.01.2026 um 15:12
Ein Totes Pferd......... Wo soll der grüne Wasserstoff herkommen? Es ist doch wirtschaftlicher Strom in eine Batterie zu laden als daraus Wasserstoff herzustellen und diesen mehrfach umzuwandeln. Wenn man Angst hat unsere Stromnetze verkraften es nicht, ist es sinnvoller das Geld in den Ausbau der Netze zu Investieren. Warum werden nicht Wissenschaftler zu Rate gezogen anstatt Lobyisten? Und Wasserstoff rettet unsere Automabilindustrie? Unsere Regierung denkt nur in Legislaturperioden, und wer am meisten "schmiert".
Chris
29.01.2026 um 15:23
Die Verfügbarkeit von Wasserstoff war in den vergangen beiden Jahren eine Katastrophe und das bei einer wirklich überschaubaren Anzahl an Tankstellen. Wissentlich in eine erneut deutliche Abhängigkeit von Drittländern zu gehen, unklare und aktuell umweltschädliche Transportwege spricht für sich. Hinzu kommen die teuren Kosten für Wasserstoff an sich aber auch für den Unterhalt solcher Tankstellen. Das viele Geld wäre tatsächlich an anderer Stelle besser und effizienter eingesetzt, notwendige Beispiele gibt es genug. Eines zieht sich wirklich konstant seit vielen Jahren durch, vollmundige politische Versprechen, bei der Umsetzung dann absoluter Unfug und Steuerverschwendung - und das ohne Konsequenzen!
Mark Müller
29.01.2026 um 18:35
Die Verfügbarkeit von Benzin war vor 1890 auch eine Katastrophe. Trotzdem wurden Benzin-Autos dann ein ziemlich grosser Erfolg, nicht?
Ben B.
29.01.2026 um 21:05
Hallo schweizer Märchen-Mark. Ihr Argument ist eine falsche Analogie. Wasserstoff im Straßenverkehr ist tot, Wiederbelebung zwecklos. An vielen Orten in Europa stehen 2026 einst für kommunale Betriebe angeschafte FCEV still, weil die örtliche H2-Tanke mangels Rentabilität geschlossen wurde. Ganze Busflotten wurden ausgemustert. H2-Tankstellen verschrottet. Unmengen an öffentlichen Finanzen verbrannt. Das alles Dank verabscheuungswürdigen H2-Lobbyisten. Die Gesellschaft sollte Ihnen, wie auch allen anderen H2-Top-Lobbyisten SEHR deutlich die Grenzen aufzeigen! Sehr sehr deutlich!!
Tim N.
29.01.2026 um 16:13
Die FDP schrieb nach eigenen Angaben kürzlich auf ein Wahlplakat: "Wir schreiben 'Öko-' wieder mit '-nomie'."Oder, in meinen Worten: "nomos" über "logos". Das Urprinzip westdeutscher schwarz-gelber Politiker/-innen ohne relevante MINT-Ausbildung. Also fast aller.Leute mit MINT-Ausbildung, die das Gegenteil anerkennen, werden über kurz oder lang dieses Land freiwillig verlassen müssen, sofern man nicht zum X-ten Mal ihre Jobs in laufenden Fabriken mit schwarzen Zahlen laut Gründungs-Business-Case bereits zerstört hat.Diese ganze H2-Politik ist nichts anderes als gezielte Tritte in die Weichteile derer, die die energetische und volkswirtschaftliche Sinnhaftigkeit festkörperchemischer Energiespeicher in bestimmten Szenarien längst erkannt haben und gegen den offenen Widerstand der Bundesregierung tagtäglich umzusetzen versuchen.
NoFake
29.01.2026 um 17:14
An all jene die sich hier über angebliche "Batteriefetischisten" aufregen, stellt mal die Berechnung beginnend von der PRIMÄRENERGIE hin bis zum Ende zum Verbrauch am Rad an. Das ist die einzige und richtige Berechnung und dass am Ende Woasserschdoff teurer ist, sollte minimal Einzug in die Überlegungen halten. Und dann noch die Dunkelflauteverschwörer, wir leben in Europa in einem Verbund-Stromnetz. Wenn die Sonne bei uns im Land nicht scheint, der Wind nicht weht, dann soll es da doch Länder im Verbundnetz geben, da weht der Wind und es scheint die Sonne. Ach ja und dann bitte ich doch darum, sich einmal die anerkannte "Wasserstoffleiter" von Michael Liebreich zu Gemüte zu führen und erklärt, warum wir doch fast sinnlos den Wasserstoff im Verkehr verbrennen sollen ?? Wenn Ihr Euch gründlich und ehrlich auf Faktenbasis damit beschäftigt habt und mal keine Narrative auf die Menschheit loslassen wollt, ja dann sollten wir nochmal aber ernsthaft darüber diskutieren, für den Fall es gibt dann noch etwa zu diskutieren ob H2 oder Batterie, den in beiden "Antriebsarten" wird immer und der gemeinsam vorhandene E-Motor mit Energie versorgt.
Ralf
29.01.2026 um 17:47
Ja klar, neue H2 Tankstellen fördern. Hier in Osnabrück steht ein Fahrzeug der Müllabfuhr und zwei Fahrzeuge der Polizei nutzlos herum weil die einzige H2 Tankstelle zu gemacht hat. Über eine Halbe Million versenkt, ich bin ja dafür das man alle Technologien ausprobiert aber wie passt das zusammen? Ich habe selbst das Fiasko mit meinem CNG Auto erlebt, als ich ihn gekauft habe sollten noch viele neue Tankstellen kommen. Es war sehr sauber und günstiger gab es nicht, aber die zusätzlichen Tankstellen sind nie gekommen.
Markus Walter
30.01.2026 um 08:29
Ich sehe nirgendwo eine Angabe, dass es sich um grünen Wasserstoff handeln soll und wo der herkommen soll. Ansonsten kann man gleich beim Diesel bleiben. Warum wird sowas gefördert?
erFahrer
30.01.2026 um 10:34
Bravo CDU-BMV für diesen Effizienzsprung. Der CSU-Führung ist das nicht gelungen. Da kosteten Unterschriften (A.Scheuer) schon deutlich mehr. Hier gibt dafür sogar Industriedenkmale über ganz Deutschland verteilt. Ob es UNESCO -Qualität erreicht bleibt abzuwarten. Noch ist das Geld nicht ausgegeben. Doch viele Kommentare sind überzeugt dass sich jemand findet, der sich beReiche rn wird.
FSM
30.01.2026 um 14:57
Lasst uns mal einen Gang zurückschalten... Abwarten und Tee trinken. Dann mal schauen wieviel von der Fürdersumme abgerufen wird. Und wenigstens kann dann keiner sagen man hätte es nicht probiert.
Holger
30.01.2026 um 17:30
"...man hätte es nicht probiert." ?? Die unzähligen gescheiterten H2-Projekte im Straßenverkehr in Deutschland, Europa und aller Welt bringen keinerlei Erkenntnisgewinn für Sie? Bei den Milliarden an $ und € die sich die transformierten Nachfolger der Erdgas- und Ölindustrie einstecken, um die Verkehrswende nachhaltig auszubremsen, schreiben Sie "Abwarten und Tee trinken"?? Bei soviel Naivität platzt mir echt der Puls!!
Roma
01.02.2026 um 09:00
Sinnvoller wäre es, den Stromnetzausbau voranzutreiben, auch den des europäischen Verbundnetzes! Dann noch den Smartmeter Rollout beschleunigen und schlussendlich braucht die Industrie grünen Wasserstoff, aber nicht der Straßenverkehr!
Peter Kass
07.02.2026 um 00:56
Die AFIR muss schleunigst überarbeitet werden und Wasserstoff für die Mobilität sofort rausgekickt werden. Das wird bis 55 und auch später niemals eine Businesscase, der sich ohne permanente hohe Subventionen selber tragen kann und ist längst durch BEVs ersetzt.

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