Waymo startet Robotaxi-Service gleich in vier weiteren US-Städten
Den Start in den texanischen Städten Dallas, Houston und San Antonio sowie im Urlauberparadies Orlando in Florida hatte Waymo im November bereits angekündigt. Doch dass der Rollout nun in allen vier Metropolen parallel erfolgt, kommt überraschend – schließlich hatte sich Waymo bislang oft viel Zeit zwischen den Startterminen gelassen. Denn zwischen dem ersten Launch in Phoenix im Jahr 2020 und der Öffnung des zweiten Betriebsgebiets für alle Interessenten in San Francisco im Jahr 2024 vergingen fast vier Jahre. Danach zog das Expansionstempo aber mit dem Launch in Los Angeles, Austin und Atlanta und zuletzt im Januar 2026 in Miami bereits an.
„Waymo befördert mehr Fahrgäste als je zuvor und ist auf Kurs, bis Ende des Jahres über eine Million Fahrten pro Woche zu ermöglichen“, sagt Tekedra Mawakana, Co-CEO von Waymo. „Dallas, Houston, San Antonio und Orlando sind für unsere Pläne von entscheidender Bedeutung, da wir die Grundlage für unseren Service in über 20 Städten schaffen. Jede Stadt hat ihren eigenen Charme und ihre eigenen Transportbedürfnisse, und wir freuen uns darauf, Einheimischen und Besuchern eine sichere, zuverlässige und angenehme Art des Reisens zu bieten.“
Zunächst steht der Robotaxi-Dienst in den vier neuen Städten aber nicht allen Menschen offen, vielmehr haben ausgewählte Nutzer aus diesen Städten, die die Waymo-App heruntergeladen haben, nun eine Einladung zu ihrer ersten Fahrt vor Ort erhalten. Nach und nach will Waymo weitere Nutzer einladen, bis der Service später in diesem Jahr für alle öffnen soll. Dieses Verfahren dürfte der Kapazitätssteuerung dienen und somit dafür sorgen, dass nicht zu viele Menschen auf einmal Fahrzeuge aus der anfangs noch überschaubaren Flotte buchen wollen.
Dass es Waymo nun schafft, in vier Städten gleichzeitig zu starten und fürs Gesamtjahr gleich 20 neue Städte anzupeilen, liegt daran, dass das Unternehmen seine KI mit der Zeit deutlich verbessert hat und nun über einen „generalizable Driver“ verfügt: Während die KI früher für jede Stadt mühsam neu trainiert werden musste, stellt dieser „generalizable Driver“ für Waymo nun ein Basismodell dar, das das Fahren in Großstädten im Allgemeinen beherrscht. Lokale Nuancen – wie die extrem breiten Kreuzungen in Houston oder die Touristenströme in Orlando – werden nur noch als „Feinschliff“ (Fine-Tuning) obenauf gesetzt. Das reduziert die Validierungszeit pro Stadt für Waymo deutlich.
Waymo gibt an, bereits über 200 Millionen Meilen mit seinen Robotaxis im vollautonomen Betrieb zurückgelegt zu haben und daran mitzuwirken, die Verkehrssicherheit in den Städten, in denen es tätig ist, zu verbessern. Laut eigenen Erhebungen sind Waymos Robotaxis um ein Vielfaches seltener in Unfälle und schwere Unfälle verwickelt als Autos mit menschlichen Fahrern.
Gerade erst hat das Google-Schwesterunternehmen eine Finanzierungsrunde über 16 Milliarden US-Dollar für die weitere Expansion abgeschlossen und dabei bekräftigt, noch in diesem Jahr erstmals auch in Städten außerhalb der USA aktiv werden zu wollen, nämlich in London und Tokio.





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