Lexus nimmt E-Version des UX vom Markt

Die Toyota-Marke Lexus hat in zahlreichen Märkten den rein elektrischen UX 300e aus dem Angebot genommen. Die UX-Baureihe bieten die Japaner zwar weiter an, aber nur noch mit Hybridantrieb – auch in Deutschland.

Lexus ux 300e min e
Bild: Lexus

Der Lexus UX 300e war einst das erste Batterie-Elektroautos der Premium-Marke aus dem Toyota-Konzern. Das kompakte E-Crossover basiert auf dem gleichnamigen Hybridmodell und kam je nach Land 2020 oder 2021 auf den Markt. Anfangs war ein 54,3 kWh großer Akku verbaut, 2022 gab es ein Batterie-Upgrade auf 72,8 kWh Energiegehalt – für rund 450 Kilometer Reichweite nach WLTP. Mit der DC-Ladung per CHAdeMO blieb der Lexus aber eher ein Exot, da sich in den meisten Märkten CCS1, CCS2 oder Teslas NACS als Schnelllade-Standard etabliert haben und der Ausbau vorrangig auf diesen Standards lag.

Wie jetzt das britische Portal Auto Express berichtet, ist der rein elektrische UX 300e aus dem Online-Konfigurator von Lexus UK verschwunden, der optisch identische UX 300h mit Hybridantrieb ist hingegen weiter verfügbar. Auf Anfrage bestätigte ein Sprecher von Lexus UK, dass der elektrische UX „Ende 2025 aus dem Angebot genommen“ wurde, ohne aber einen Grund zu nennen – die Ursache dürften aber höchstwahrscheinlich die mauen Verkaufszahlen sein.

Ausgehend von dieser Meldung haben wir exemplarisch einige Länder-Webseiten von Lexus gecheckt. Und siehe da: Auch in Deutschland, Frankreich und den USA als prominente Beispiele gibt es den UX nur noch mit Hybridantrieb. Lexus Deutschland ruft für den UX 300h etwa ab 45.200 Euro auf, in der „F Sport“-Ausstattung können es bei dem identischen Antrieb auch 63.100 Euro Grundpreis werden. In Frankreich werden mindestens 45.000 Euro für den Hybrid-UX fällig, in den USA werden 38.250 Dollar aufgerufen – wobei es sich dort um einen Netto-Preis handelt.

Komplett vom Markt verschwunden ist der Batterie-elektrische UX aber noch nicht: In Norwegen wird der UX 300e noch angeboten, zumindest als Edition35. In dieser Ausstattung verlangt Lexus Norwegen 405.000 NOK, also umgerechnet etwa 36.100 Euro.

autoexpress.co.uk, lexus.de (Deutschland), lexus.fr (Frankreich), lexus.com (USA), lexus.no (Norwegen)

2 Kommentare

zu „Lexus nimmt E-Version des UX vom Markt“
erFahrer
05.03.2026 um 15:09
R.I.P. Toyota / Lexus und all die anderen Japan Hersteller. Keinen Markt im Inland, global erfolglos und dabei hat das Land noch nicht mal eigene Ölvorkommen, oder liegt es genau daran. Die USA müssen Japan ganz heftig in der Mangel haben, wenn selbst einer der wichtigsten Industriezweige aufgegeben bzw zur Resterampe wird.
dare100em
06.03.2026 um 08:03
Also Toyota als "global erfolglos" zu titulieren ist schon gewagt.Sie sind nach-wie-vor der größte Hersteller der Welt, Modelle wie der RAV4 sind quasi Standartautos in x globalen Märkten.Natürlich waren sie keine Frontrunner mit Bereich BEV, aber im Gegensatz zur Buble hier spielt das ausserhalb China nur eine untergeordnete Rolle. Und in China tun sich japanische Hesrteller - aus Gründen - historisch schwer.Mitleerweile gibt es aber durchaus interesannte Modelle, wie der Blick in den Zulassungssieger von Dänemark im letzten Monat zeigt.

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