BZ-Busse: Ballard erhält großen Folgeauftrag von New Flyer

Der kanadische Brennstoffzellenspezialist Ballard Power Systems hat vom nordamerikanischen Bushersteller New Flyer einen neuen Auftrag über 500 BZ-Module mit einer Gesamtleistung von 50 MW erhalten.

new flyer h2 bus wasserstoff usa kalifornien xcelsior charge fc 2024
Bild: NFI Group Inc

Diese werden in Brennstoffzellen-Bussen des Typs Xcelsior Charge FC von New Flyer in ganz Nordamerika eingesetzt, wie Ballard mitteilt. Die Lieferungen beginnen in diesem Jahr. Es handelt sich dabei um das Brennstoffzellenmodul FCmove -HD+, jede Einheit leistet 100 kW und wiegt rund 250 Kilogramm.

Die Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen besteht seit über zehn Jahren. Die aktuelle Rahmenvereinbarung geht auf das Jahr 2024 zurück und wurde offiziell von Ballard mit NFI geschlossen, dem Mutterkonzern von New Flyer. Zu NFI gehören auch Marken wie Alexander Dennis und MCI, die über den Kontrakt auch Brennstoffzellen bei Ballard bestellen können. Die aktuelle Bestellung betrifft jedoch ausschließlich New Flyer.

Und dabei handelt es sich um die bis dato größte Order aus dem Rahmenvertrag. Bei der Erstbestellung im Januar 2024 wurden 100 Module bestellt, im November des gleichen Jahres hatte New Flyer 200 Module für das Jahr 2025 beauftragt. Diese Module sind nun wohl alle in Kundenfahrzeugen verbaut, weshalb der nächst, noch größere Auftrag an Ballard vergeben wurde.

„Wir sind stolz darauf, dass New Flyer Ballard weiterhin als langjährigen Technologiepartner vertraut und damit eine über zehnjährige Partnerschaft aufbaut“, sagt Oben Uluc, Vice President für Marketing und Vertrieb bei Ballard. „Unsere Brennstoffzellenmodule, ergänzt durch zusätzliche Flottenservices, bieten die Reichweite, die schnelle Betankung und die zuverlässige Leistung, die New Flyers Flotten benötigen. Mit der Ballard-Technologie im Kern dieser Fahrzeuge ist New Flyer bestens aufgestellt, um die Einführung emissionsfreier Fahrzeuge in Nordamerika zu beschleunigen.“

„Diese Vereinbarung ist der nächste Schritt in unserer langjährigen Partnerschaft mit Ballard und ein wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung unseres führenden Angebots an Brennstoffzellenbussen“, ergänzt David White, Executive Vice President für Supply Management bei New Flyer. „Im vergangenen Jahrzehnt haben wir in verschiedenen Regionen der USA Busse mit Ballard-Technologie ausgeliefert und damit ihre Leistungsfähigkeit in unterschiedlichen Umgebungen und auf verschiedenen Strecken als vollwertiger Dieselersatz unter Beweis gestellt. Angesichts der steigenden Nachfrage nach Brennstoffzellenbussen freuen wir uns, diese Partnerschaft fortzusetzen und den Übergang zu emissionsfreiem Verkehr zu unterstützen.“  

ballard.com

5 Kommentare

zu „BZ-Busse: Ballard erhält großen Folgeauftrag von New Flyer“
Andreas Scholz
11.03.2026 um 14:40
Ich bin gespannt, ob in 10 Jahren noch BZ-Busse beschafft werden oder ob BEV-Busse hinsichtlich der Reichweite und Kosten bereits zu deutlich überlegen sind.
Heinz
12.03.2026 um 10:58
Hinsichtlich Reichweite werden BEVs niemals überlegen sein, hinsichtlich Gewicht schon gar nicht. Hinsichtlich Anschaffungskosten auch nicht, wenn ich gleiche Stückzahlen vergleichen. Bleiben nur noch die Betriebskosten, die Voraussetzten, dass überall genügend Strom vorhanden ist.
erFahrer
14.03.2026 um 08:07
Sehe hier kleine Tippfehler: Hinsichtlich Reichweite werden BEVs in kürze überlegen sein, hinsichtlich Gewicht mittelfristig . Hinsichtlich Anschaffungskosten schon längst wenn ich gleiche Stückzahlen vergleichen. Bleiben nur noch die Betriebskosten schon heute, weil die Voraussetztung passt, dass überall genügend Strom vorhanden ist und so viel einfacher ist als H2 Tankstellen zu betreiben. Und Logistiker sind schlau, sie wollen nicht lieber als von Treibstofflieferanten (egal ob Diesel oder 100% Grüner Wasserstoff) unabhängig zu werden und die Fahrenergie vom eigenen Dach zu nutzen. Diese Energie in 100% Grüner Wasserstoff zu wandeln bleibt physikalisch 3-4 fach teuerer, ohne Mehrwert und damit schon seit 20 Jahren wie auch künftig unnötig. Einzig Unternehmen mit guten Zugang zu Steuergeldern ziehen einen zeitweiligen Nutzen daraus.
erFahrer
12.03.2026 um 07:42
Danke für die gute Frage und genau darum geht es wohl, nochmal 10 Jahre zu gewinnen um mit H2 aus klimaüberhitzendes Erdgas gewonnen, die Einkünfte der Konzerne zu sichern. Ölsande von Alberta aufzukochen sind ein wichtiger Bestandteil für die Kanadische Wirtschaft. Google Earth zeigt da bedrohliche Bilder in mitten der Wälder.
Joe Green
15.03.2026 um 14:51
Wasserstoffunsinn at its best. Wesentlich teuerer in Anschaffung und Unterhalt, nicht leichter, Wesentlich höhere Wartungskosten. Wasserstoff wird zudem heute zu 99% aus klimaschädlichem Erdgas hergestellt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert