VW muss fast 100.000 MEB-Stromer zurückrufen
Die betroffenen Fahrzeuge verließen laut der KBA-Rückrufdatenbank zu unterschiedlichen Zeiträumen zwischen 7. Februar 2022 und 23. August 2024 ihre jeweiligen Werke. Die Baureihen ID.3, ID.4, ID.5 und der Cupra Born wurden in Zwickau gefertigt, die beiden ID.-Buzz-Derivate bei VW Nutzfahrzeuge in Hannover. Auf den Heimatmarkt entfallen den Angaben zufolge 22.182 Stromer der Marke VW und 5.976 der spanischen Marke Cupra.
Bei diesen Fahrzeugen kann es offenbar vorkommen, dass einzelne Module der Hochvoltbatterie nicht den Vorgaben entsprechen. „Nicht der Spezifikation entsprechende Module in der Hochvoltbatterie können zu einer Reichweitenabnahme und dem Aufleuchten einer gelben Kontrollleuchte führen. Es besteht Brandgefahr“, heißt es in der Mangelbeschreibung der Rückrufdatenbank. Wie genau das Problem bekannt geworden ist, geht daraus nicht hervor, es gibt aber keine Vorfälle mit Sach- und/oder Personenschäden. Das deutet darauf hin, dass die Problematik bei internen Untersuchungen aufgefallen ist und es zu keinem Schaden oder Brand mit Kundenfahrzeugen kam.
Als Maßnahme wird bei der Rückrufaktion ein Softwareupdate durchgeführt. Zudem werden die Module der Hochvoltbatterie geprüft. Wird dabei eine Abweichung von den Vorgaben festgestellt, werden einzelne Module ersetzt.
Der VW-Konzern hat für diese Jahrgänge seiner MEB-Modelle die Batteriezellen extern eingekauft, die Zulieferer übernehmen auch die Montage der Module aus diesen Batteriezellen. Erst die einbaufertigen Batteriepacks werden dann in VW-Fabriken hergestellt. Worin genau die potenzielle Abweichung von den Spezifikationen besteht, geht aus den KBA-Veröffentlichungen nicht hervor. Bei dieser Formulierung kann das eine Vielzahl an möglichen Ursachen haben.
Allerdings lassen einige Details aufhorchen. So sollen beim Cupra Born Fahrzeuge im Produktionszeitraum vom 07.02.2022 – 21.04.2024 betroffen sein. Beim VW ID.3, der gemeinsam mit dem Born auf der gleichen Linie im VW-Werk Zwickau gebaut wird, sollen es aber nur Fahrzeuge sein, die zwischen dem 24.06.2023 und 23.08.2024 gebaut wurden – diese Abweichung wird nicht erklärt. Und der ID.4 und dessen SUV-Coupé-Ableger ID.5 werden eigentlich zusammen mit dem Audi Q4 e-tron und dessen SUV-Coupé-Ableger mit dem Namenszusatz Sportback auf einer zweiten Linie in Zwickau gebaut. Die beiden Audi-Modelle werden in dem KBA-Rückruf aber nicht erwähnt.
Für den Rückruf der VW-Modelle ist die KBA-Referenznummer 16271R, bei VW wird die Aktion intern mit dem Code 93MI geführt. Und beim separat zurückgerufenen Cupra Born lautet die KBA-Referenznummer 16269R, der interne Coda ist 93S4.
kfz-betrieb.vogel.de, kba-online.de (KBA-Referenznummer nötig)





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