BYD beim März-Absatz mit 40 Prozent Auslandsanteil
Im März konnte BYD exakt 300.399 Fahrzeuge ausliefern, wobei es sich wie gehabt ausschließlich um New Energy Vehicles handelte, also vollelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride. Das sind zwar 57,85 Prozent mehr als die 190.190 Einheiten im Februar. Aber es sind zugleich auch 20,4 Prozent weniger als die 377.420 Einheiten vor einem Jahr, also im März 2025. Dabei gilt der Vergleich zum Vorjahreszeitraum im Markt meist als statistisch relevanter, weil er nicht so sehr von saisonalen Effekten abhängig ist. Und was noch mehr Grund zur Sorge ist: Es ist bereits der siebte Monat in Folge, in dem die Absatzzahlen von BYD im Vergleich zum Vorjahresmonat rückläufig sind.
Die durchwachsenen Zahlen gehen dabei weiter auf die verhaltene Kauflaune im Heimatmarkt China zurück, die u.a. an dem bereits 2023 angekündigten Ende der kompletten Befreiung von E-Autos von der Kfz-Kaufsteuer zum 31.12.2025 liegen dürfte. Seit dem Januar müssen E-Auto-Käufer nun eine Kfz-Kaufsteuer von 5 Prozent zahlen, was der Hälfte der Kfz-Kaufsteuer auf Verbrenner entspricht. Das hatte neben dem chinesischen Neujahrsfest auch schon im Februar zu einer Delle im chinesischen E-Auto-Markt geführt.
Dafür entwickelt sich das Auslandsgeschäft von BYD immer mehr zur tragenden Säule: Das Unternehmen konnte im März 120.083 Fahrzeuge jenseits von China ausliefern, das waren 65,12 Prozent mehr als die 72.723 Fahrzeuge im Vorjahresmonat und 19,37 Prozent mehr als die 100.151 Fahrzeuge im Februar. Dabei war der Februar der erste Monat in der Geschichte von BYD, in dem das Übersee-Geschäft den Heimatmarkt bei den Absatzzahlen überflügelt hatte. Dies war im März allerdings nicht wieder so, vielmehr lag der Auslandsanteil am Gesamtabsatz bei rund 40 Prozent. Ebenfalls bemerkenswert: Es war nun schon der fünfte Monat in Folge, in dem BYD einen Auslandsabsatz von mindestens 100.000 Einheiten geschafft hat.
BYD schlüsselt den Gesamtabsatz von 300.399 Fahrzeugen zudem nach unterschiedlichen Kategorien auf. Dabei handelte es sich konkret um 295.412 Pkw und 4.987 Nutzfahrzeuge. Die Pkw wiederum teilen sich auf in 148.666 vollelektrische Autos und 146.746 Plug-in-Hybride. Und die Nutzfahrzeuge unterteilt BYD wiederum in 663 Busse und 4.324 andere Nutzfahrzeuge, was für Transporter und Lkw steht. Auch in diesen Segmenten bietet BYD nur elektrifizierte Fahrzeuge an.
Zudem unterscheidet BYD bei seinen Absatzzahlen auch noch zwischen vier verschiedenen Pkw-Marken des Konzerns. Diese reichen von der Hauptmarke BYD, über die auf SUV fokussierte und in Europa nicht erhältliche Marke Fang Cheng Bao bis hin zur Premium-Marke Denza und der Hypercar-Marke Yanwang. Hier der Überblick:
- BYD: 262.327 Einheiten
- Fang Cheng Bao: 25.926 Einheiten
- Denza: 7.133 Einheiten
- Yangwang: 307 Einheiten
Nach der Hauptmarke BYD soll nun auch Denza den europäischen Markt erobern. Am 8. April soll der der Denza Z9GT im Pariser Opernhaus Palais Garnier offiziell seine Europapremiere feiern – und mit ihm auch das neue Ladesystem „Flash-Charger“, das besonders schnelle Ladezeiten ermöglichen soll. BYD hatte Denza einst als Joint Venture mit Daimler gegründet und die Marke auf den chinesischen Massenmarkt ausgerichtet. Doch 2024 stieg Mercedes bei Denza aus und BYD entwickelte die Marke zum Premiumangebot weiter, das nun international eine Rolle spielen soll.
bydglobal.com (PDF), bydglobal.com (Infografik auf Chinesisch)





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