BMW kooperiert mit Rimac Technology bei der Entwicklung des Gen6-Batteriesystems

BMW arbeitet mit dem kroatischen Zulieferer Rimac Technology zusammen, um den überarbeiteten vollelektrischen BMW i7 mit zylindrischen Gen6-Batteriezellen auszustatten. Ziele sind eine höhere Energiedichte, eine größere Reichweite und schnellere Ladezeiten.

Bmw group rimac batteries cropped
Bild: BMW

Kern des neuen Systems sind zylindrische Lithium-Ionen-Zellen im 4695-Format. Damit wird die Gen6-Zelltechnologie in BMWs Luxussegment eingeführt. Laut BMW bieten die Zellen eine um rund 20 Prozent höhere volumetrische Energiedichte als die prismatischen Zellen der vorherigen Gen5-Architektur. Die Batterie kombiniert diese Gen6-Zellen mit einem bewährten Gen5-Moduldesign. Dieser Hybridansatz soll die Markteinführung beschleunigen.

BMW gibt an, dass diese Konfiguration eine deutlich höhere Reichweite für den überarbeiteten i7 ermöglicht. Konkrete Zahlen werden jedoch erst bei der Weltpremiere des Fahrzeugs am 22. April auf der Auto China 2026 in Peking bekannt gegeben. Der aktuelle i7 xDrive60 bietet eine Reichweite von bis zu 624 Kilometern (WLTP), ein Wert, der vom überarbeiteten Modell voraussichtlich übertroffen wird. Parallel dazu wird die Ladetechnik verbessert, mit höherer Ladeleistung und entsprechend kürzeren Ladezeiten.

„Schnell rollen wir die Technologien der Neuen Klasse in unser gesamtes Modellportfolio aus – selbstverständlich auch in unserer vollelektrischen Luxuslimousine. Die Entwicklungsteams beider Unternehmen haben eine maßgeschneiderte Lösung für den neuen BMW i7 entwickelt“, so Dr. Thomas Engelhardt, Senior VP Entwicklung Hochvoltspeicher und Laden der BMW Group. „Die hervorragende Zusammenarbeit mit Rimac Technology ist ein gutes Beispiel für europäische Innovationskraft.“

Die Hochvoltbatteriesysteme werden von Rimac Technology auf dem Werksgelände bei Zagreb in einer Produktionshalle mit einer Fläche von rund 15.000 Quadratmetern gefertigt. Die Systeme werden montagefertig an das BMW Group Werk Dingolfing in Deutschland geliefert, dem einzigen Produktionsstandort für die BMW 7er Reihe, wo sie in den Fahrzeugboden integriert werden.

Rimac Technology ist ein Tier-1-Zulieferer aus der Rimac Group und auf Elektrifizierungssysteme spezialisiert, darunter Hochvoltbatterien, E-Achsen und elektronische Steuergeräte. Die Zusammenarbeit mit BMW markiert einen weiteren Schritt im Wandel der Rimac Group vom Nischenanbieter für Hochleistungsfahrzeuge der Marken Bugatti und Rimac zum Partner für groß angelegte Automobilprogramme.

Gründer und CEO Mate Rimac sagt: „BMW ist seit jeher dafür bekannt, die Technik auf höchstem Niveau voranzutreiben, was diese Zusammenarbeit für uns besonders spannend macht. Gemeinsam haben wir in Rekordzeit ein Hochvolt-Batteriesystem entwickelt, das das volle Potenzial der neuen zylindrischen Zellen ausschöpft und deutliche Verbesserungen bei Energie, Reichweite und Ladeleistung bringt. Wir sind stolz darauf, dass dieses System nun auf unserem neuen Rimac-Campus in großem Maßstab produziert wird.“

BMW und Rimac hatten ihre Zusammenarbeit bereits 2024 angekündigt. Damals schien es, als würde Rimac nicht an der Entwicklung der sechsten Generation der BMW eDrive-Technologie beteiligt sein. Stattdessen erklärten die Partner damals, sie würden bei ausgewählten Fahrzeugprojekten zusammenarbeiten.

Der überarbeitete i7 wird voraussichtlich ausgewählte Elemente der kommenden BMW-Technologieplattform „Neue Klasse“ übernehmen und gleichzeitig Teile der bestehenden Gen5-Antriebsarchitektur beibehalten. Neben dem Batterie-Upgrade sollen weitere Details zu Design- und Interieuränderungen bei der Premiere in Peking Ende des Monats bekannt gegeben werden.

bmwgroup.com

Dieser Artikel von Carla Westerheide ist zuerst in unserer englischsprachigen Ausgabe electrive.com erschienen.

1 Kommentar

zu „BMW kooperiert mit Rimac Technology bei der Entwicklung des Gen6-Batteriesystems“
Branchenkenner
08.04.2026 um 21:02
Nice

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