Honda nimmt e:Ny1 von vielen Märkten
In Frankreich und Österreich ist er noch konfigurierbar, wie etwa InsideEVs und Autocar berichten. Das E-SUV mit dem etwas sperrigen Namen war als kompaktes Modell für Europa konzipiert und sollte gemäß der Honda-Hoffnungen „die wachsende Kundennachfrage nach vollelektrischen SUV im B-Segment erfüllen“. Diese haben sich aber nie so ganz erfüllt, denn er e:Ny1 war bei den Stückzahlen in den meisten Ländern kein großer Erfolg.
Technisch basiert der e:Ny1 auf der neu entwickelten e:N Architecture F von Honda, bei der es sich um eine Plattform mit Frontmotorantrieb handelt. Der E-Motor des neuen Modells leistet 150 kW sowie 310 Nm und wird mit einem 68,8-kWh-Akku gekoppelt, was 412 Kilometer WLTP-Reichweite erlauben soll – und für den Standard-Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent satte 45 Minuten benötigt.
Bei dem Motor handelt es sich um den EMR3 von Vitesco Technologies, der schon 2023 nicht mehr das modernste Modell des deutschen Zulieferers war – 2021 wurde der Nachfolger EMR4 vorgestellt. Und dafür, dass der e:Ny1 schon zum Marktstart nicht die neueste Technik und für 2023er Verhältnisse überschaubare Reichweiten geboten hatte, war er mit Preisen ab 47.590 Euro im Verhältnis recht teuer. Später wurde der Preis zwar gesenkt, die zuletzt 38.990 Euro waren für die Kunden aber wohl immer noch nicht überzeugend genug.
Die Kollegen von InsideEVs haben im KBA-Archiv nachgesehen: Im Premierenjahr 2023, in dem der e:Ny1 aber nicht voll verfügbar war, wurden 266 Exemplare in Deutschland zugelassen, 2024 immerhin 795 Stück. 2025 ging der Absatz dann aber schon auf 105 e:Ny1 zurück, womit man wohl nur noch von einem Nischenmodell sprechen kann.
Eine offizielle Bestätigung seitens Honda für das Aus den e:Ny1 gibt es noch nicht, aber die Tatsache, dass das Modell von der Hersteller-Website in vielen Ländern verschwunden ist, dürfte als Message ausreichen: Die Tage des e:Ny1 dürften gezählt sein.





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