Schnellecke Logistics integriert 20 E-Lkw von MAN
Schnellecke Logistics will binnen eineinhalb Jahren auf eine große E-Flotte kommen: Die ersten zehn Fahrzeuge sollen noch bis Ende 2026 in Betrieb gehen, die weitere zehn Einheiten bis Ende 2027. Parallel zur Fahrzeugbeschaffung bereitet Schnellecke Logistics schon länger den Aufbau eigener Lader sowie die Erzeugung von grünem Stroms in Braunschweig vor. „Die Umsetzung ist für 2026 geplant“, bestätigt das Unternehmen in einer uns per E-Mail vorliegenden Mitteilung.
Schnellecke Logistics ist ein 1939 gegründeter Logistikdienstleister, der sich im Laufe der Jahre von einem kleinen Familienbetrieb zu einem global agierenden Mittelständler entwickelt hat. Der Werdegang von Schnellecke Logistics ist dabei eng mit der Entwicklung der Volkswagen-Konzernlogistik verwoben: Schnellecke Logistics ist seit Jahrzehnten in der Werkslogistik des Autobauers aktiv. So kam es auch, dass Geschäftsführer Thomas Lammer den Letter of Intent zur Beschaffung der MAN eTGX vergangenes Jahr auf einer gemeinsam von MAN und der Volkswagen Konzernlogistik ausgerichteten Veranstaltung, dem MAN E-Experience Day 2025, unterzeichnet hatte.
Mit den neuen E-Lkw verwirklicht das in Familienbesitz befindliche Unternehmen „einen konkreten Schritt, um alternative Antriebstechnologien in der Transportlogistik auszubauen und die eigene Flotte schrittweise emissionsärmer aufzustellen“. Vor der offiziellen Übergabe der ersten zwei strombetriebenen MAN-Trucks hatte Schnellecke Logistics zunächst Praxiserfahrungen mit dem Fahrzeugtyp gesammelt: „Im August 2025 war ein MAN eTGX für zwei Wochen in Braunschweig bei der Schnellecke Transportlogistik GmbH im Testeinsatz, ein weiterer Praxiseinsatz erfolgte im März 2026 in Zwickau. Die Fahrzeuge kamen dabei in unterschiedlichen Einsatzbereichen zum Einsatz. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen
nun in die weitere Integration der Elektro-Lkw in den operativen Betrieb ein“, teilt der Logistikdienstleister mit.
Unterdessen hat auch der Aufbau der betriebseigenen Ladeinfrastruktur und die Installation von Anlagen zur Eigenstrom-Produktion in Braunschweig begonnen. Damit schaffe man die infrastrukturellen Voraussetzungen, „um den Einsatz elektrischer Nutzfahrzeuge künftig standortnah und langfristig zu unterstützen“, so die Verantwortlichen.
Ergänzend zur Elektrifizierung der Flotte stellt Schnellecke Logistics zudem seit dem 1. April 2026 an der ersten Betriebstankstelle des Unternehmens von Diesel auf HVO100 um. Der Kraftstoff könne in geeigneten Bestandsfahrzeugen ohne technische Umrüstung eingesetzt werden, heißt es. Und: „Auf diese Weise lassen sich Emissionen bereits kurzfristig reduzieren, während die Elektrifizierung parallel weiter vorangetrieben wird.“ Für die Jahre 2026 und 2027 verfolgt Schnellecke das Ziel, durch die Umstellung weiterer Betriebstankstellen an zusätzlichen Standorten deutlich mehr als eine Million Liter HVO100 einzusetzen.
Alle beschriebenen Maßnahmen stehen dabei in Zusammenhang mit der gruppenweiten Nachhaltigkeitsstrategie von Schnellecke Logistics. Ziel ist es, Emissionen zu reduzieren und bis 2040 Netto Null zu erreichen.
Quelle: Infos per E-Mail





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