Batterie-Weltmarkt wächst in Q1/2026 um 9,1 Prozent

Der Weltmarkt für Elektroauto-Batterien liegt weiter fest in asiatischer Hand: Die komplette Top 10 der Hersteller kommt aus China, Südkorea und Japan. Mit weitem Abstand vorn liegt nach wie vor CATL, gefolgt von BYD und LG Energy Solution.

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Batterien von CATL
Bild: CATL

Laut dem südkoreanischen Marktforscher SNE Research wuchs die Produktion von Batteriezellen für E-Auto-Batterien im ersten Quartal 2026 um 9,1 Prozent auf 244,6 GWh. Damit war die Dynamik allerdings deutlich schwächer als im Gesamtjahr 2025, in dem das Wachstum noch bei 31,7 Prozent gelegen hatte. Dabei berücksichtigt SNE Research jeweils nicht nur die Batteriezellen für vollelektrische Fahrzeuge, sondern auch für Plug-in-Hybride und einfache Hybride.

Als südkoreanischer Marktforscher legt SNE Research besonderes Augenmerk auf die heimischen Anbieter LG Energy Solution, SK On und Samsung SDI. Deren kombinierter Marktanteil an der weltweiten Produktion belief sich von Januar bis März 2026 auf 15,6 Prozent, ein Rückgang um 2,1 Prozentpunkte gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. 

Unter diesen drei südkoreanischen Herstellern war LG Energy Solution abermals die Nr. 1 und verzeichnete ein Wachstum von 6,6 Prozent auf 23,7 GWh. SK On und Samsung SDI mussten hingegen Rückgänge verzeichnen: SK On sank um 10,4 Prozent auf 9,0 GWh und Samsung SDI sogar um 27,7 Prozent auf 5,3 GWh. Dabei litt SK On u.a. unter der Einstellung des Ford F-150 Lightning, der in der Vergangenheit mit Batteriezellen des Unternehmens ausgestattet wurde, sowie dem Ende der US-Produktion des VW ID.4.

Derweil konnte der chinesische Platzhirsch CATL seinen Marktanteil weiter ausbauen. Die Produktion des Unternehmens legte um 15,2 Prozent auf 99,5 GWh zu. Dabei verzeichnete CATL einen Nachfrageanstieg chinesischer Hersteller wie Nio oder Zeekr, während Tesla die Abnahmemenge wegen sinkender Verkaufszahlen des Model 3 reduzierte. Zugleich konnte CATL sein Kundenportfolio durch die Ausweitung der Lieferungen an globale Automobilhersteller wie Toyota, Kia und Skoda vergrößern.

BYD, die weltweite und auch chinesische Nr. 2 in der Zellproduktion, verzeichnete einen Rückgang von 8,0 Prozent auf 33,5 GWh. SNE Research führt dies v.a. auf einen Rückgang bei den inländischen Verkaufszahlen der BYD-Automarke zurück, während der Absatz an externe Kunden wie Xiaomi zunahm. Auch die Abnahmezahlen von Großkunden wie Xpeng und Nio oder der BYD-Tochter Denza soll im ersten Quartal schwach gewesen sein. 

Abschließend noch die vollständige Top 10 nach Produktionsvolumen für EV-Batterienzellen – in Klammern jeweils der Marktanteil:

  1. CATL (40,7 Prozent)
  2. BYD (13,7 Prozent)
  3. LG Energy Solution (9,7 Prozent)
  4. CALB (4,8 Prozent)
  5. Gotion (4,2 Prozent)
  6. Panasonic (3,7 Prozent)
  7. SK On (3,7 Prozent)
  8. EVE (3,1 Prozent)
  9. SVOLT (2,7 Prozent)
  10. Sunwoda (2,2 Prozent)

SNE Research sieht aktuell Anzeichen für den Eintritt in eine strukturelle Übergangsphase des Batterie-Weltmarkts, da die Nachfragetrends in den verschiedenen Regionen und bei den verschiedenen Automobilherstellern auseinanderliefen. Konkret ging die Batterienachfrage zuletzt in China und Nordamerika zurück, während sie in anderen asiatischen Märkten, in Europa sowie in einigen Schwellenländern zulegte. Die Zellhersteller stehen nun vor der Herausforderung, sich darauf einzustellen.

sneresearch.com

6 Kommentare

zu „Batterie-Weltmarkt wächst in Q1/2026 um 9,1 Prozent“
Jarn
06.05.2026 um 13:28
let the consolidation begin
Schmack
06.05.2026 um 13:32
Warum nur kein einziges europäisches oder gar amerikanisches Unternehmen dabei ist? Traurig diese erneute Abhängigkeit zu beobachten und dies sang- und klanglos von der Politik so hingenommen wird. 😔 Nach Öl und Gas folgt nun Batterie und Solar.
Tim N.
06.05.2026 um 16:18
Das wurde uns wird nicht "von der Politik hingenommen", sondern vor allem in Deutschland von rechtskonservativer Seite über lange Jahre vorsätzlich und mittels intensiver Lobby-Arbeit verursacht. Unter Verlust tausender Jobs, fast einer ganzen Generation von Industrieingenieuren und -technikerinnen, denen man wiederholt die Arbeitsplätze zerstört hat, und natürlich stillschweigender aber sicher nicht untätiger Unterstützung ihrer politischen "Sponsoren" aus dem In- und Ausland. In Deutschland ist Energiewende "links". Schade. In Polen, Ungarn, Spanien, Schweden, Marokko, Türkei und zahlreichen anderen Ländern ist sie nicht "links". Diese hängen aber auch nicht so bereitwillig am Rockzipfel von Erdgas- und Erdölunternehmen aus dem vorderasiatischen oder nordamerikanischen Raum.
John
07.05.2026 um 12:40
Na ja, Deutschland hat sicher nicht die besten Rahmenbedingungen für Batterien. Keine Rohstoffe und keine billige Energie. Batterien sind Comodities und der Hauptkostentreiber im BEV. Das ist der Hauptgrund weshalb kein OEM in diesem Geschäft sein will. Und ja, es gibt eine neue Abhängigkeit. Das ist aber nicht das Problem der OEMs. Die bauen zur Not auch die ganze Kiste in CN. Leute es ist eure Geiz ist Geil Einstellung. Und natürlich gewinnt der mit dem besten Preisschild.
Battie
06.05.2026 um 18:55
Sehe ich auch so. Mit dem neuen Heizungsgesetz soll jetzt analog die gleiche Richtung eingeschlagen werden. Welch ein verhängnisvoller Anachronismus.
TG
11.05.2026 um 16:39
Erst mit verkorkster Energiewende die Strompreise hochschrauben und dann schreien das Produktion so teuer ist....

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