Lucid-Partner Nuro bekommt Genehmigungen für Robotaxi-Pilotfahrten

Das auf autonome Fahrtechnologie spezialisierte Unternehmen Nuro hat die Genehmigung erhalten, in Kalifornien die Erprobung von Robotaxis mit Fahrgästen an Bord auf öffentlichen Straßen zu starten. Dieses Pilotprojekt soll den Start des gemeinsam Robotaxi-Programms von Lucid, Nuro und Uber vorbereiten.

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Bild: Nuro

Dass die Ride-Hailing-App Uber in den nächsten Jahren Tausende Robotaxis der E-Auto-Herstellers Lucid auf ihre Plattform bringen will, ist seit Juli 2025 bekannt. Dabei sollen die Fahrzeuge mit autonomer Fahrtechnologie ausgestattet werden, die vom kalifornischen Unternehmen Nuro stammt – und damit einer indirekten Ausgründung des Google Self-Driving Car Projects, aus dem später Waymo hervorging. Denn die beiden Nuro-Gründer Jiajun Zhu und Dave Ferguson verließen Google/Waymo im Jahr 2016, um Nuro zu gründen, da sie eine Marktlücke sahen: Während Waymo sich auf den Personentransport (Robotaxis) konzentrierte, wollten Zhu und Ferguson die Technologie damals für den lokalen Warentransport (Last-Mile-Delivery) nutzen.

Das hat sich heute geändert und Nuro will nun in Kooperation mit Uber und Lucid ebenfalls bei Robotaxis mitmischen. Wichtige Meilensteine seit Bekanntgabe der Kooperation waren eine Finanzierungsrunde über 203 Millionen US-Dollar mit u.a. Uber und Nvidia im August, der Beginn von Straßentests im Dezember (mit Sicherheitsfahrer und ohne Passagiere an Bord) in San Francisco sowie die Vorstellung des ersten gemeinsamen Robotaxis auf Basis des Lucid Gravity auf der CES in Las Vegas im Januar 2026.

Anknüpfend an die ersten Tests mit einem Sicherheitsfahrer an Bord, aber ohne Passagiere, hat Nuro in Kalifornien mittlerweile zwei weitere wichtige Genehmigungen erhalten: Einerseits für Testfahrten komplett ohne Menschen an Bord, also ohne Sicherheitsfahrer und ohne Passagieren. Und andererseits für Testfahrten mit Sicherheitsfahrer und erstmals auch Passagieren an Bord.

Heißt zugleich: Nuro darf weiterhin keine komplett autonom fahrenden Robotaxis auf Kalifornien schicken, bei denen Passagiere im Fond sitzen. Ein echter Robotaxi-Betrieb ist also noch nicht möglich. Und auch die Fahrten mit Passagieren und Sicherheitsfahrer an Bord dürfen aktuell noch nicht kommerzialisiert werden, sprich: Nuro darf von den Fahrgästen kein Geld verlangen.

„Diese Genehmigungen sind ein weiterer wichtiger Schritt auf unserem Weg zur Markteinführung in Kalifornien“, sagte James Owens, Chief Legal and Policy Officer von Nuro. „Sie erweitern unsere Möglichkeiten, Tests im öffentlichen Straßenverkehr durchzuführen, und spiegeln die stetigen Fortschritte unseres Teams in den Bereichen Technologie, Betrieb, Nutzererfahrung und regulatorische Vorbereitung wider.“

Die Testflotte umfasst bereits 100 Einheiten des Lucid Gravity, die mit speziellen Sensoren, Hardware und Software von Nuro für autonomes Fahren präpariert worden sind. Neben Nuro-Mitarbeitern, die als Sicherheitsfahrer am Steuer sitzen, können seit April auch Mitarbeiter von Uber die Fahrzeuge nutzen, dann aber als Passagier. Für diese internen Tests der Partner können die Fahrzeuge bereits über die Uber-App bestellt werden.

nuro.ai

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