Österreich: Zulassungsanteil von E-Autos klettert auf 26%
Statistik Austria hat für den April 7.122 neue Elektro-Pkw (BEV) in Österreich gezählt. Das entspricht einem Zuwachs von 25,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, verfehlt aber das März-Ergebnis um knapp 900 Stromer (März: 8.206 E-Pkw). Da im April aber auch die Gesamtzahl neuer Pkw gegenüber dem Vormonat leicht auf 27.509 Einheiten zurückging, kletterte der E-Anteil als wichtiger Indikator für die Elektroauto-Stimmung im Land über die 25-Prozent-Marke. Der Anstieg erfolgte im Januar (20,5%) und Februar (20,9%) erst moderat, ehe der Marktanteil im März bereits auf 24,9 Prozent hochstieg. Nun meldet Statistik Austria also 25,9 Prozent Elektroanteil. Damit waren BEV im April die zweitbeliebteste Antriebsart der Österreicher.
Grundsätzlich gilt in der Alpenrepublik: Deutlich mehr als die Hälfte aller Neuzulassungen haben ein „alternatives Antriebssystem“. Dazu zählt Statistik Austria neben den BEV (als „Elektro“ bezeichnet) auch die Benzin-Hybride und Diesel-Hybride sowie „andere alternative Antriebe“ – in letztgenannter Kategorie gab es aber seit Jahresanfang nur eine einzige Neuzulassung. Bei den beiden Hybrid-Kategorien wird aber nicht weiter nach dem Grad der Elektrifizierung unterschieden: Vom Mildhybrid über den Vollhybrid bis zum Plug-in-Hybrid werden hier alle Arten zusammengezählt.
Und speziell Benzin-Hybride waren in Österreich auch im April stark nachgefragt: 10.116 Neuzulassungen bedeuteten hier einen Zuwachs von 21,5 Prozent zum April 2025, womit diese Antriebsart für 36,8 Prozent des Marktes steht. Dabei kann aber, wie erwähnt, nicht gesagt werden, wie viele davon Mildhybride sind (also beim Kundenverhalten de facto Verbrenner) und wie viele Plug-in-Hybride auch nennenswerte Strecken rein elektrisch fahren könnten. Die Diesel-Hybride waren verglichen mit dem Vorjahr mit 1.247 Einheiten mit 6,2 Prozent im Minus – im März lag noch ein Plus von 11,4 Prozent vor.
Weiter an Boden verloren haben im April 2026 die reinen Benziner, die sich mit 6.368 Neuzulassungen (-4,7% YoY) knapp hinter den Elektroautos einreihen mussten. Ihr Marktanteil lag im vergangenen Monat bei 23,1 Prozent. Die Diesel-Pkw kamen auf 2.655 Einheiten und einen Marktanteil von 9,7 Prozent. Für sie ging es im Vergleich zum März 2025 um 6,1 Prozent nach unten.
Mit Blick auf den bisherigen Jahresverlauf legte der Gesamtmarkt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15,3 Prozent auf 104 744 Einheiten zu. Im kompletten ersten Quartal wurden in der Alpenrepublik 24.469 E-Autos neu registriert, was einem Zuwachs um 23,2 Prozent gegenüber 2025 entspricht. Der Marktanteil von Januar bis April dieses Jahres lag bei den BEV bei 23,4 Prozent.
Zu den beliebtesten Marken und Modellen mit Elektroantrieb äußert sich Statistik Austria nicht dezidiert, sondern nur über alle Antriebsarten hinweg. Erwähnt wird im aktuellen Bericht aber, dass BYD in den ersten vier Monaten des Jahres mit +69 Prozent „den stärksten prozentualen Zuwachs aller Top-10-Marken verzeichnet hat“. Absolute Zahlen werden nicht erwähnt. BYD importiert bekanntlich Elektroautos und Plug-in-Hybride.
Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria, fasst die Lage auf dem österreichischen Automarkt wie folgt zusammen: „Seit zehn Monaten steigen die Pkw-Zulassungen im Vergleich zu den Vorjahresmonaten deutlich. Im April 2026 hat der Neuwagenmarkt in Österreich um 10,7 % auf 27.509 Pkw-Neuzulassungen zugelegt. Damit wurden heuer seit Jahresbeginn in Summe 104.744 neue Pkw auf die Straße gebracht. Das sind um 15,3 % mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Zuwachs geht vor allem auf die kräftig gestiegenen Zulassungszahlen bei Benzin-Hybriden und E-Autos zurück.“
statistik.at (PDF)





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