Robotaxis von Waymo haben Probleme auf Autobahnen und mit Überflutungen
Bei Waymo schien es zuletzt in atemberaubenden Tempo voran zu gehen: Der Nachfolger des Google Self-Driving Car Projects hat Anfang des Jahres 16 Milliarden US-Dollar von Investoren bekommen, bietet seinen Robotaxi-Service mittlerweile schon in elf US-Städten an und hat auf seiner Roadmap bereits den Start in 21 weiteren Städten in Vorbereitung, darunter auch die Internationalisierung nach London und Tokio.
Doch nun ist etwas Sand im Getriebe – oder sollte man eher Wasser sagen? Denn wie sich nun herausgestellt hat, sind die KI-Systeme der Robotaxis offenbar noch nicht genug auf extreme Wetterlagen vorbereitet. So fuhr laut Medienberichten am Mittwoch ein Waymo-Fahrzeug in Atlanta in eine überflutete Straße und blieb dort für etwa eine Stunde stecken, bis es befreit werden konnte. Daraufhin wurde der Betrieb in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia vorerst eingestellt. Und auch in Texas ruht der Dienst aktuell wegen Unwettern. Dort sind gleich drei Städte betroffen, nämlich Dallas, Houston und San Antonio.
Das Problem mit den überschwemmten Straßen wollte Waymo vergangene Woche eigentlich mit einem Update der KI-Software der Fahrzeuge gelöst haben. Doch der erwähnte Vorfall in Atlanta ereignete sich erst nach dem Update, so dass die Fahrzeuge nun zur Sicherheit vorerst nicht mehr verkehren.
Und auch auf Autobahnen hatten Waymo-Fahrzeuge laut Medienberichten zuletzt Probleme, weshalb Waymo die Autobahnfahrten nun vorerst gestoppt hat. Betroffen sind davon die Betriebsgebiete in San Francisco, Los Angeles, Phoenix und Miami. Gegenüber dem US-Blog Techcrunch hat Waymo mitgeteilt, dass dies dazu dienen soll, die Leistung der Robotaxis in Baustellenbereichen zu verbessern. Waymo erklärte weiter, man sei dabei, jüngste technische Erkenntnisse in die Software zu integrieren und rechne damit, diese Strecken bald wieder aufnehmen zu können. Waymo war ursprünglich nur mit Innenstadtfahrten gestartet, bietet seit November 2025 aber auch Autobahnfahrten an. Dafür benötigte die KI der Fahrzeuge aber zuvor ein entsprechendes Training – und bei dem kamen womöglich Baustellen zu kurz.
Update vom 19. Juni 2026
Waymo ruft fast 4.000 Robotertaxis zurück, um Probleme der Fahrzeuge im Bereich von Baustellen auf Autobahnen zu beheben. Der Rückruf erfolgt, nachdem Waymo mindestens 13 Fälle registriert hat, in denen seine Robotaxis in für Bauarbeiten gesperrte Autobahnabschnitte gefahren sind. Der Rückruf bedeutet allerdings nicht, dass alle Fahrzeuge in die Werkstatt müssen. Vielmehr werden Autobahnfahrten solange ausgesetzt, bis Waymo eine Lösung des Problems gefunden hat. Dieses wird dann als Software-Update „over the air“, also ohne Werkstattbesuch, aufgespielt werden.
heise.de, techcrunch.com, techcrunch.com (Update)





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