16.08.2018

CAM-Studie: Tesla treibt EV-Innovationen voran / Chinesen holen auf

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Die deutschen Autobauer führen das Innovationsranking des Center of Automotive Management (CAM) weiter an. Doch die 2018er Studie zeigt: In puncto Elektromobilität hinken die Deutschen hinterher, Tesla ist ihnen in dieser Hinsicht weit voraus – und Chinas Hersteller werden immer innovativer.

Fassen wir kurz zusammen: Das CAM der FH Bergisch Gladbach hat zu der Analyse namens „AutomotiveINNOVATIONS“ mehr als 1.200 kategorisierte und einzeln bewertete Innovationen des Jahres 2017/18 herangezogen, um die Innovationsstärke von 36 Autokonzernen aus Europa, Japan, den USA und China sichtbar zu machen.

In der Gesamtbewertung führen Volkswagen, BMW und Daimler das Feld an, wobei die Wolfsburger (samt ihrer Konzernmarken VW, Audi und Porsche) mit 233 Einzel-Innovationen, darunter 45 Weltneuheiten, mit großem Abstand an der Spitze stehen. Kam vor zwei Jahren mit Geely nur ein einziger chinesischer Hersteller unter die Top-25 sind es nun bereits acht. Tesla ist nach einem fulminanten Platz drei im vergangenen Jahr auf einen immer noch guten fünften Platz gerutscht.

Neben der E-Mobilität haben die Macher der Studie um CAM-Direktor Prof. Dr. Stefan Bratzel Zukunftsfelder wie Connectivity, Assistenzsysteme, Neuerungen im Bereich Verbrennungsmotor usw. in ihre Bewertung integriert. Betrachtet man das Ranking durch die Brille der Elektromobilität fällt auf, dass das deutsche Führungstrio seine Innovationsstärke nur zu 3 bis 1 Prozent aus diesem Bereich (und zu 13 bis 11 Prozent aus der Verbesserung des Verbrennungsmotors!) bezieht. Zum Vergleich: Bei Tesla sind 40 Prozent der Innovationskraft im eMobility-Feld verankert. Das CAM relativiert das mickrige Resultat der Deutschen allerdings mit den Worten, dass sich die Prozentzahlen angesichts aktueller Produktentwicklungen in den kommenden Jahren ändern werden. Wir hoffen’s stark.

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Tesla verbucht in der Studie 24 Innovationen, darunter acht Weltneuheiten. Auffällig ist nach Angaben des CAM die starke Fokussierung der Kalifornier auf die Zukunftsfelder Connectivity, ADAS und reine E-Mobilität, die 86 Prozent der Gesamt-Innovationsstärke ausmachen. Apropos auffällig: Die Innovationsstudie skizziert auch in bemerkenswerter Weise, wie schnell die Chinesen aufholen. Nio, Geely und Great Wall belegen die Ränge 13 bis 15, auf den hinteren Plätzen folgen noch fünf weitere Hersteller aus dem Reich der Mitte. Allesamt setzen aus technischer Sicht vor allem auf die Zukunftsfelder alternative Antriebe und Vernetzung/autonomes Fahren, heißt es in der Studie. Das Technologiefeld Verbrennungsmotor blendeten die chinesischen Hersteller dagegen fast vollständig aus.

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Zur Erstellung seiner Studie erhebt das CAM seit 13 Jahren pro Quartal mehrere Hundert fahrzeugtechnische Innovationen nach ca. 50 definierten Kriterien wie Technologiefeld, Innovationstyp, Originalität, Reifegrad etc., um diese anschließend nach dem MOBIL-Ansatz einzeln zu bewerten. So ergibt sich für jede Innovation ein Indexwert, der zu Gesamtwerten für einzelne Konzerne, Marken oder Modelle verdichtet werden kann. Das CAM versteht sich selbst als unabhängiges Institut für empirische Automobilforschung und strategische Beratung.
auto-institut.de

 




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