22.10.2018

CAM-Studie: China enteilt mit hohen Wachstumsraten

Chinas Dominanz auf dem Elektromobilitätsmarkt ist ungebrochen. Das ist eines von mehreren Ergebnissen der neuesten Branchenstudie des Center of Automotive Management (CAM) zu Absatztrends in den wichtigsten globalen Automobilmärkten.

Die Untersuchung befasst sich mit dem ersten bis einschließlich dritten Quartal 2018 und stellt diese in Relation zum selben Zeitraum ein Jahr zuvor. Als Kernaussagen hält das CAM fest: China ist und bleibt weltweiter Leitmarkt für Elektrofahrzeuge, auch in den USA steigen die Neuzulassungen erheblich, in Norwegen ist fast jede zweite Neuzulassung ein E-Fahrzeug und Deutschland erreicht nur einen geringen Elektroauto-Marktanteil.

Schauen wir auf die Zahlen: Während in China im Zeitraum Januar bis September 2017 insgesamt 398.000 elektrifizierte Autos verkauft bzw. zugelassen wurden, wuchs diese Zahl 2018 um 80 Prozent auf 718.000 – und das, obwohl seit Juni Subventionen teils stark gekürzt wurden. Der PHEV-Anteil beträgt rund 25 Prozent, der Marktanteil von E-Autos an den Gesamtzulassungen stieg auf einen Höchstwert von 3,5 Prozent (Vorjahreszeitraum: 2,0 Prozent). Weitere Erkenntnis: Mehr als 90 Prozent der E-Autos werden im Reich der Mitte von inländischen Herstellern abgesetzt, die stärksten Importeure sind Tesla (3 Prozent) und BMW (2 Prozent), wobei das Startup Nio Tesla im Luxusbereich zunehmend Konkurrenz macht.

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Zweitgrößter Elektroauto-Markt nach Absatzzahlen bleibt die USA. Dort stieg die Zulassungszahl von 139.824 elektrifizierten Pkw in 2017 um 62 Prozent auf 228.226 in 2018 – das sind 1,8 Prozent (2017: 1,1) des Gesamtabsatzes. Rein elektrische Autos hatten diesmal gegenüber Plug-in-Hybriden deutlich die Nase vorne (von 53 Prozent auf 64 Prozent), was vor allem an der starken Nachfrage nach dem Tesla Model 3 liegt. Zusammen mit dem Model S und X stellt Tesla fast die Hälfte des Elektroautomobilmarktes in den USA.

Norwegen baut unterdessen seine Ausnahmeposition in puncto Markanteil unbeirrt weiter aus: von 37 Prozent in 2017 auf 46,7 Prozent in 2018. Die Zulassungen neuer Elektroautos legten von 43.096 auf jetzt 52.022 zu, rund 60 Prozent sind reine E-Autos. Der Verbrennungsmotor rutscht in Norwegen langsam in eine Nischenrolle. Im September wurden nur noch 16 Prozent der Pkw mit Benzinmotoren zugelassen und 12 Prozent mit Dieselmotoren.

Deutschland konnte sich bei den Neuzulassungen elektrifizierter Autos zwischen Januar und September 2018 nur um 36 Prozent von 36.849 auf 50.141 Zugänge steigern. Der Marktanteil steigt relativ moderat von 1,4 auf 1,9 Prozent, wobei die Anteile von Elektroautos und Plug-in-Hybriden etwa gleichauf liegen. Damit können E-Fahrzeuge CAM zufolge derzeit noch kaum von der Verunsicherung mit Blick auf den Diesel profitieren.

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Mit 44.855 Neuzulassungen (2017: 36.831) bleibt Großbritannien nicht allzu weit hinter Deutschland zurück. Hinsichtlich der erreichten Marktanteile von 1,8 bzw. 2,3 Prozent liegt UK sogar deutlich vorn. Bemerkenswert ist die große Bedeutung von Plug-in-Hybriden die drei Viertel aller elektrifizierten Neuzulassungen ausmachen. Frankreich weist 31.080 E-Zugänge (2017: 26.546) auf, der Marktanteil bleibt mit einem Anstieg von 1,7 auf 1,9 Prozent bescheiden. Ganz anders in den Niederlanden: Dort springt der Marktanteil dank eines Zulassungsplus von 6.137 auf nunmehr 14.941 E-Fahrzeuge deutlich von 1,9 auf 4,2 Prozent.
Pressemitteilung (PDF)

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22.10.2018 13:03