17.06.2019 - 16:06

E-Carsharing: Wien will neuen Mobilitätsdienst aufbauen

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Die Stadt Wien kündigt eine Konzessionsausschreibung für einen integrierten und umweltfreundlichen Mobilitätsdienst an. Das Herzstück soll ein Free-Floating-Carsharing mit mindestens 500 Elektroautos sein. Aber auch der ÖPNV spielt eine Rolle.

Gesucht wird ein eMobility-Anbieter, der elektrisches Carsharing mit den bestehenden Mobilitätsangeboten, etwa der Jahreskarte der Wiener Linien, den Angeboten der Bahnbetreiber, den City Bikes und diversen E-Rollerangeboten der Stadt Wien kombiniert.

Die österreichische Hauptstadt hat sich zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen und den Energieverbrauch des Verkehrs bis 2025 im Vergleich zu 2010 um 20 Prozent zu reduzieren. Mit dem neuen Angebot solle „eine ernstzunehmende und attraktive Alternative zum Besitz und der Verwendung eines fossil betriebenen PKWs geboten werden“, so die Stadt. Eine Bewerbungsfrist hat die Stadtverwaltung in der Pressemitteilung nicht genannt.

Der Vertrag, der auf „zumindest“ fünf Jahre ausgelegt ist, soll über das Elektroauto-Sharing hinaus zu einer multimodalen Mobilitätsplattform werden. Über unterschiedliche Abo-Varianten sollen die Bürger das Mobilitätsangebot an ihren Lebensstil und ihre Bedürfnisse anpassen können – etwa auch Urlaubsreisen mit der Bahn oder Mietautos (vorzugsweise Hybride).

Mit der Elektroauto-Flotte soll auch die Ladeinfrastruktur der Stadt besser ausgelastet werden. Am Flughafen testet der Energieversorger „Wien Energie“ zudem eine neue Schnellladestation, die auf einen Schwungmassenspeicher von Chakratec setzt. Obwohl die Netzanschlussleistung hier nur 40 Kilowatt beträgt, kann ein E-Auto an dieser Ladestelle mit bis zu 100 Kilowatt Leistung geladen werden. „Damit können wir auch dort High-Speed-Ladestellen anbieten, wo nur eine niedrige Netzanschlussleistung vorhanden ist“, sagt Michael Strebl, Geschäftsführer von Wien Energie. Der Schwungmassenspeicher kann als eine Art Puffer aus dem Netz langsam geladen werden, im Bedarfsfall seine Energie aber schnell an ein ladendes Elektroauto abgeben.
ots.at, wienenergie.at

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17.06.2019 16:56