27.08.2019 - 10:59

CATL verdoppelt Halbjahresgewinn

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Der chinesische Batteriehersteller CATL konnte im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei Umsatz und Gewinn kräftig zulegen. Der größte Umsatztreiber ist nach wie vor das Geschäft mit den Elektroauto-Batterien.

Die Zahlen in Kürze: Der Umsatz im ersten Halbjahr 2019 im Vergleich zum H1 2018 um 116,5 Prozent auf rund 20,3 Milliarden Yuan (2,8 Mrd. Dollar) und der Gewinn um 130,1 Prozent auf  rund 2,1 Milliarden Yuan (293 Mio. Dollar). 83 Prozent des Gesamtumsatzes entfiel auf den Bereich Power Battery System, das Geschäftsfeld für Batteriezellen, Batteriemodul und Batteriepacks.

Dieser hohe Anteil zeigt die Bedeutung des Absatzes von Elektroautos und Plug-in-Hybriden in China (die bekannten New Energy Vehicles) für CATL. Der Bereich mit stationären Energiespeichern wuchs zwar noch schneller (ein Umsatzplus von 369 Prozent), mit 240 Millionen Yuan ist dieses Geschäftsfeld jedoch auch das kleinste. Die Sparte für Litihum-Batterie-Materialien steigerte den Umsatz um 32 Prozent auf 2,3 Milliarden Yuan.

In den vergangenen zwölf Monaten hat CATL seine Produktion stark ausgebaut. Laut dem Quartalsbericht liegt die Kapazität der chinesischen Werke inzwischen bei 30,0 GWh – vor einem Jahr waren es noch 13,8 GWh.

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Trotz der stark steigenden Umsätze und Produktionskapazitäten ist CATL selbst nur vorsichtig optimistisch für die eigenen Geschäftsaussichten. Zum einen sei das Unternehmen noch von dem NEV-Markt in China und damit von der Subventionspolitik der Regierung abhängig, zudem nehme der Wettbewerb immer weiter zu. Ein Indiz hierfür: CATL muss mehr in die Forschung investieren, um im Konkurrenzkampf bestehen zu können. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung stiegen innerhalb eines Jahres um 97 Prozent.

Gelinge es nicht, ein führendes Niveau zu halten und schnelle Upgrades bei der Lithium-Ionen-Batterie – deren Entwicklungsrichtung ungewiss sei – zu bringen, könne die Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität leiden, so CATL. Zuletzt ist der chinesische Batteriehersteller eine enge Kooperation mit Toyota eingegangen.

CATL ist auch für die deutschen Autobauer von großer Bedeutung, für die Elektroautos aus chinesischer Produktion ist CATL ein Schlüssellieferant. Mit dem geplanten Werk bei Erfurt (der Bau soll im Herbst beginnen) werden die Chinesen auch in Elektroautos aus deutscher Produktion (etwa bei BMW) eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Zudem wurde CATL in einem Medienbericht zuletzt auch mit Tesla für die Belieferung der Gigafactory 3 nahe Shanghai in Verbindung gebracht.
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