12.08.2020 - 11:39

MEB-Antriebssteuergerät kommt von Vitesco

Continentals Antriebssparte Vitesco Technologies hat für den Elektro-Baukasten MEB von Volkswagen das Antriebssteuergerät entwickelt. Das Unternehmen mit Sitz in Regensburg ist für die Komponente alleiniger Lieferant für die MEB-Plattform.

Das Antriebssteuergerät ist dabei in die neue, serverbasierte Elektronikarchitektur des MEB integriert und übernimmt dabei einige für das Fahren wichtige Schlüsselfunktionen des E-Antriebs. Es aktiviert unter anderem den Elektromotor und „koordiniert sämtliche Befehle, die per Fahrpedal ausgelöst werden“, wie es Vitesco in der Mitteilung ausdrückt.

Zudem sei das Antriebssteuergerät in das Lade- und Energiemanagement sowie in die Hochvolt-Koordination des Systems eingebunden. Eine weitere wichtige Funktion: Das Antriebssteuergerät bildet die Schnittstelle zu weiteren Steuergeräten im Fahrzeug. „Das wiederum gewährleistet die Vernetzung mit der Außenwelt, so dass Updates, Funktionserweiterungen oder Freischaltungen jederzeit möglich sind“, so Vitesco. Deshalb habe auch das Thema Cyber-Security neben der funktionalen Sicherheit bei der Entwicklung der neuen Komponente einen hohen Stellenwert gehabt.

So stellt der Zulieferer auch selbstbewusst fest, dass das Unternehmen „auch Software- und Integrations-Kompetenz auf höchstem Niveau versammelt“. Man habe eigene Software-Komponenten entwickelt und auch durch Volkswagen bereitgestellte Software-Anteile integriert. „Wir sind damit Teil der Elektrifizierungs-Initiative von Volkswagen“, sagt Wolfgang Breuer, Leiter der Business Unit Electronic Controls, Vitesco Technologies. „Ein Beleg für unsere starke System- und Elektronik-Kompetenz über den gesamten Fahrzeugantrieb und auch darüber hinaus.“

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Das Steuergerät wird derzeit im VW ID.3 – einen Fahrbericht von uns finden Sie hier – verbaut, später soll das Bauteil aber von allen VW-Konzernmarken, die den MEB nutzen, eingesetzt werden. Neben diversen Audi-Modellen (wie den als Studie gezeigten Q4 e-tron und Q4 e-tron Sportback) unter anderem auch im Cupra el-Born und im Škoda Enyaq iV. Bei VW selbst wird noch in diesem Jahr die Fertigung des E-SUV ID.4 starten.

Mit dem wichtigen Großauftrag von VW für die Schlüsselkomponente sieht sich Vitesco Technologies in seiner strategischen Ausrichtung bestätigt. „Bereits jetzt haben wir unsere starke Elektronik- und Mechatronik-Kompetenz sowie unser Verständnis von kompletten Antriebssystemen auf elektrifizierte und reine Elektroantriebe übertragen“, so Breuer. „Regelsysteme und das effiziente Zusammenspiel von komplexen Systemen werden weiterhin im Zentrum unserer Entwicklungen stehen.“
continental.com

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13 Kommentare zu “MEB-Antriebssteuergerät kommt von Vitesco

  1. Peter W

    Dabei habe ich in den letzten Monaten den Eindruck gewonnen, VW würde jetzt alles selbst machen.
    Es bleibt also auch mit der neuen „Architektur“ dabei, dass VW nur zugekaufte Teile in seine Blechdosen einbaut.
    Natürlich ist klar, dass VW keine Computerchips herstellt, aber die Software ist ja offensichtlich auch nicht von VW. Wenn man die Probleme mit den derzeit nicht funktionierenden Extras bedenkt, kann jeder VW-Kunde wohl glücklich darüber sein, dass der Antrieb nicht bei VW programmiert wird.

    • Egon Meier

      komisch … die ganzen Tests der FE in den Medien sprechen eine andere Sprache als du ..
      Probleme sind nicht bekannt .. für sowas ist eher Tesla zuständig: abfallende Lenkräder und Stoßfänger. Lapalien aber dokumentiert.

      Und das VW nicht alles macht sondern die Leistungselektronik von Conti kommt war lange bekannt. Die Fertigungstiefe auch im Softwarebereich hat aber deutlich zugenommen.

      Also .. was soll dieser schräge Kommentar.

  2. D-Tric

    @Peter W Das machen aber alle Automobilhersteller so – einschliesslich Tesla (wenn auch in etwas geringerem Mass als andere). Dass der „Zentralcomputer“ im ID.3 von Continental kommt ist nicht neu. War auf deren Homepage schon vor Monaten zu lesen.

    • BEV

      ach ja, der „Zentralcomputer“ von Tesla kommt von Tesla, dass die Platine nicht von Tesla geätzt wird, ist klar, aber selbst der ARM Chip der Autopilot HW3 trägt das Tesla Logo.
      Die Verantwortung und das Design ist bei Tesla und er holt sich nur das was er braucht vom Zulieferer nicht umgekehrt.

      • Andreas V.

        Na ja, ein Logo auf’m Chip kann man sich für Geld frei wünschen.

        • Herby

          *gäääähn* Sorry was soll man da noch sagen.
          Ein VW Logo auf dem Auto kann ich mir für Geld auch wünschen.

        • Herby

          der Unterschied ist, VW kann Blech biegen aber keine Software, Tesla ist ein Tech Unternehmen aus dem Valley, Blechbiegen und Spaltmaße gehören nicht zur Kernkompetenz, dafür kennst man sich mit Software und Elektronik Design aus und kauft das nicht blind vom Zulieferer.

  3. Roma

    Der langsame Fortschritt ist nicht verwunderlich bei so einem Dickschiff wie VW. Von nicht mal 10% Eigenleistung bei der Software auf über die Hälfte ist ein weiter weg, wo auch sicher nicht jeder Hersteller einfach so mitspielt. Denn warum sollten auf die Sparte verzichten die am meisten Marge bringen kann!?

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