16.10.2020 - 09:51

Chevrolet ruft Bolt wegen Batterie-Problemen zurück

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Die Serie von Batterieproblemen bei Elektroautos und Plug-in-Hybriden reißt nicht ab. Die NHTSA hat in Reaktion auf Beschwerden im Zusammenhang mit in Brand geratenen E-Autos des Typs Chevrolet Bolt eine Untersuchung eingeleitet. Auch hier liegt offenbar ein Problem mit den Batterien vor. Einen offiziellen Rückruf gibt es diesem Fall aber bislang nicht.

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Offen ist auch, ob der baugleiche und im selben Werk montierte Opel Ampera-e ebenfalls betroffen ist. Den US-Berichten sind die Bolt ab 2017 betroffen – in diesem Zeitraum wurde der Ampera-e noch in größeren Stückzahlen gebaut.

Der Bolt reiht sich damit aber in eine Serie von Batterieproblemen ein, die in den vergangenen Wochen bekannt wurden: Hyundai arbeitet offenbar an einem weltweiten Rückruf des Kona Electric, wobei der Batterielieferant LG Chem eine Verantwortung von sich weißt. BMW ruft erneut Plug-in-Hybride zurück, dieses Mal wegen Unreinheiten in der Batterie. Und die Auslieferungen des Ford Kuga PHEV sind immer noch unterbrochen, da Ford das Problem mit der überhitzenden Batterie offenbar noch nicht gelöst hat – deshalb ist hier auch noch kein Rückruf angelaufen.

Update 14.11.2020: Nachdem die US-Verkehrsbehörde NHTSA vor einem Monat in Reaktion auf Beschwerden im Zusammenhang mit in Brand geratenen E-Autos des Typs Chevrolet Bolt eine Untersuchung eingeleitet, folgt nun ein offizieller Rückruf. Betroffen sind 68.667 Bolt der Modelljahre 2017 bis 2019, davon 50.932 in den USA. Die NHTSA warnt Besitzer, die Autos wegen des Risikos von Batteriebränden nicht in Garagen oder in der Nähe von Häusern abzustellen. GM empfiehlt, den maximalen Ladezustand auf 90 Prozent zu begrenzen und will ab dem 17. November Updates der Batteriesoftware durchführen.

Update 20.11.2020: Nachdem GM vergangene Woche wegen Brandrisikos knapp 70.000 Chevrolet Bolt zurückrufen musste, ist jetzt klar, dass von demselben Problem auch das Schwesternmodell Opel Ampera-E betroffen ist. Es soll in Deutschland um knapp 1.500 Exemplare der Baujahre 2017 bis 2020 gehen.

Update 23.02.2021: Während sich Hyundai nun wohl dazu entschlossen hat, die kompletten Batterien aller weltweit rund 77.000 Kona Electric mit den offenbar fehlerhaften LG-Zellen auszutauschen, hat General Motors für seinen Chevrolet Bolt nun eine Software-Lösung angekündigt, die das Problem voraussichtlich ab April aus der Welt schaffen soll. Bei Hyundai hat die Software-Lösung offenkundig nicht gereicht.

GM betonte nun gegenüber „InsideEVs“, dass im Chevrolet Bolt nicht die gleichen LG-Zellen wie im Hyundai Kona Electric zum Einsatz kommen – der Separator sei unterschiedlich. Ob das tatsächlich der Grund ist oder es sich bei dieser Erklärung nur um den Versuch von GM handelt, einen teuren Austausch der Akkus zu umgehen? Wir werden es wohl erst nach dem Software-Updates des Bolt erfahren.

Update 05.05.2021: General Motors hat nun die angekündigte Software-Lösung bereit gestellt, mit der die Batterieprobleme beim Bolt endgültig aus der Welt geschafft werden sollen. Unterdessen wird ein weiterer Fall eines in Brand geratenen Chevy Bolt aus Ashburn im US-Bundesstaat Virginia gemeldet. Die Umstände sind aber noch unklar.

Update 02.06.2021: General Motors hatte kürzlich eine Software-Lösung bereitgestellt, mit der die Batterieprobleme beim Elektromodell Bolt endgültig aus der Welt geschafft werden sollen. Wie die Kollegen von Inside EVs nun berichten, gibt es aber weiterhin keine eindeutige Antwort des Konzerns, was die genaue Ursache des Problems ist. Zudem kauft GM nun offenbar vereinzelt betroffene Fahrzeuge zurück.

Update 15.07.2021: Die Batterieprobleme beim Chevrolet Bolt reißen trotz des Software-Updates  nicht ab: Die US-Verkehrsbehörde NHTSA hat nun eine Warnung veröffentlicht, in der Besitzer des bestimmter Exemplare des Stromers aus des Modelljahren 2017-2019 aufgefordert werden, ihre Autos aufgrund der Brandgefahr nur noch im Freien und nicht mehr in der Nähe zu Häusern zu parken. Außerdem sollen die Wagen nicht unbeaufsichtigt über Nacht geladen werden.

Update 26.07.2021: Inzwischen gibt es einen zweiten offiziellen Rückruf für den Bolt. Betroffen sind rund 69.000 Fahrzeuge aus dem Produktionsszeitraum 2017 bis 2019 mit LG-Zellen. Der Großteil, rund 51.000 Fahrzeuge, sind in den USA unterwegs. Die dortige Verkehrsbehörde NHTSA warnte Besitzer erneut, die Autos wegen des Risikos von Batteriebränden nicht in Garagen oder in der Nähe von Häusern abzustellen.

Trotz der 2020 durchgeführten Rückrufaktion von bereits damals 69.000 Bolt sind erneut Batterien in einigen Fahrzeugen in Brand geraten, so die NHTSA. Zwei dieser Brände ereigneten sich erst in der vergangenen Wochen, obwohl sie das aktuellste Software-Update aufgespielt hatten – das laut GM ja die Lösung der Probleme sein sollte. GM wird jetzt betroffene Module tauschen – im Zweifel wohl auch alle Module eines Batteriepacks.
reuters.com, insideevs.com │ electrek.co, chevrolet.com, nhtsa.gov (alle drei Update I), kfz-betrieb.vogel.de (Update II), insideevs.com, insideevs.com (beide Update III), insideevs.com, insideevs.com (beide Update IV), insideevs.com (Update V), nhtsa.gov (Update VI), electrek.co, chevrolet.com (beide Update VII)

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16.10.2020 09:23