09.12.2020 - 14:21

Förderprogramm „München emobil“ verlängert

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Der Umweltausschuss des Münchner Stadtrats hat das zunächst bis Ende 2020 laufende Münchner Förderprogramm „München emobil“ jetzt mit einigen Änderungen um ein weiteres Jahr verlängert. Nächstes Jahr soll der Stadtrat dann die Fortschreibung für die Jahre 2022 bis 2025 beschließen.

Über „München emobil“ fördert die bayerische Landeshauptstadt seit 2016 die Anschaffung von E-Fahrzeugen, privater Ladeinfrastruktur sowie Beratungsleistungen. Neu gilt ab 1. Januar, dass Private nur noch einen Zuschuss erhalten, wenn sie für ihre Elektrofahrzeuge Ökostrom nutzen und dies anhand eines aktuellen Stromliefervertrag nachweisen können. „Dafür entfällt der sogenannte Ökobonus, den es vorher für Nutzer von Ökostrom gab“, meldet die Süddeutsche Zeitung. Die somit wegfallende Förderung von 200 respektive 500 Euro werde jedoch auf den maximalen Förderbetrag hinzugerechnet, um die Mehrkosten für die Antragsteller auszugleichen.

Die neuen Fördersätze lesen sich also wie folgt: zwei- und dreirädrige Leichtfahrzeuge der Klassen L1e bis L4e werden ab dem Jahreswechsel mit bis zu 1.200 Euro gefördert, drei- und vierrädrige Leichtfahrzeuge der Klassen L5e bis L7e mit bis zu 3.500 Euro und E-Autos der Klassen M1 und N1 mit bis zu 2.000 Euro.

Für Ladepunkte und Beratungen bleiben die Fördersätze unverändert: Bei Ladepunkten erstattet die Stadt 40 Prozent der Nettokosten bei maximal 3.000 Euro pro Normal- und 10.000 Euro pro Schnellladepunkt. Beratungskosten werden zu 80 Prozent übernommen, höchstens aber 6.000 Euro. Die Bezuschussung von E-Autos der Klasse M1 und N1 und privaten AC-Ladepunkten ist dabei nicht mit den jeweiligen Bundesprogrammen (Umweltbonus und Förderung für privates Laden) kumulierbar. Antragsteller müssen sich für je ein Förderprogramm entscheiden.

ZF

Nach Angaben der „SZ“ sind über das Programm in München mittlerweile mehr als 12.000 elektrifizierte Fahrzeuge und über 1.300 Ladepunkte auf Privatgrund gefördert worden. Gingen beim zuständigen Referat für Gesundheit und Umwelt 2016 nur knapp 600 Anträge ein, waren es 2019 mehr als 4000. Dieses Jahr verzeichnete die Behörde bis zum 1. November 3.300 Anträge. Seit Projektstart hat die Stadt 11,8 Millionen Euro an Förderung bewilligt. Die Summe könnte bis zum Jahreswechsel noch auf 13 Millionen Euro steigen. Da das Gesamtbudget knapp 16 Millionen Euro beträgt, blieben für 2021 nur drei Millionen Euro übrig. Geplant ist laut „SZ“, diesen Betrag um weitere drei Millionen Euro aus unverbrauchten Mitteln zur Elektrifizierung des ÖPNV aufzustocken.

Das am 1. April 2016 in Kraft getretene Förderprogramm ist Teil des Integrierten Handelungsprogramms zur Förderung der Elektromobilität in München (IHFEM), in dessen Rahmen für den Zeitraum von 2015 bis 2020 insgesamt 60 Millionen Euro für E-Mobilitätsprojekte locker gemacht wurden. Anträge können von Privatpersonen, Unternehmen, gemeinnützigen Organisationen und Wohnungseigentümergemeinschaften eingereicht werden. Weitere Details gibt es hier.
sueddeutsche.de

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