24.02.2021 - 10:59

Voith liefert E-Antriebe für Wrightbus

Der nordirische Bushersteller Wrightbus hat Voith als exklusiven Partner zur Lieferung des elektrischen Antriebsystems für die zweite Generation seiner Batterie-elektrischen und Brennstoffzellen-Busse für Europa ausgewählt.

Das Unternehmen wird zukünftig alle diese Fahrzeuge standardmäßig mit dem Voith Electrical Drive System (VEDS) ausstatten. Der erste gemeinsame Großauftrag soll laut der Mitteilung im August 2021 ausgeliefert werden. Dann will Wrightbus die ersten von 80 StreetDeck BEV Doppeldeckerbussen mit dem Voith-Antrieb an Translink, den größten Betreiber von Bussen in Nordirland, übergeben. Translink will die neuen Doppeldeckerbusse in den ÖPNV-Systemen von Belfast und Derry einsetzen.

Der deutsche Zulieferer hat nach eigenen Angaben das VDES speziell für die Anforderungen des öffentlichen Verkehrs entwickelt. Der 340 kW starke E-Motor soll selbst Doppeldecker-, schwere Gelenkbusse und Lkw über große Distanzen antreiben können. Zu dem System gehört noch ein wassergekühltes Umrichtersystem, ein Antriebsmanagement (DMU genannt), weitere Umrichter für Nebenaggregate sowie das fahrzeugseitige Lademanagement inklusive der Verkabelung. Davon verspricht sich Voith eine möglichst hohe Effizienz, da alle Komponenten aufeinander abgestimmt seien.

Ein Punkt, der laut der aktuellen Mitteilung den Ausschlag für den Wrightbus-Auftrag gegeben haben soll. Im Vorfeld habe der Hersteller aus Ballymena „alle in Europa verfügbaren elektrischen Antriebssysteme analysiert“ – das VDES habe mit dem höchsten Wirkungsgrad überzeugt. „Der limitierende Faktor bei Batterie-betriebenen Fahrzeugen ist die Reichweite“, sagt Brian Maybin, Leiter der Abteilung Advanced Technology bei Wrightbus. „Die Effizienz des Antriebsstrangs ist daher der entscheidende Faktor im täglichen Fahrbetrieb. Das gilt umso mehr für Doppeldeckerbusse, bei denen nur begrenzter Platz sowie eine begrenzte Gewichtskapazität für zusätzliche Batterien vorhanden sind.“

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INSYS

Voith hatte das VDES 2017 angekündigt und ein Jahr später erste Details zu dem Antriebssystem genannt. Im November 2020 gab das Unternehmen zudem bekannt, dass Orten Electric-Trucks ebenfalls auf das VDES setze.

Wrightbus hatte 2019 Insolvenz anmelden müssen, wurde dann aber von der Industriellenfamilie Bamford übernommen. Unter Führung der Bamford Group hatte Wrightbus neue Aufträge gewonnen (unter anderem 20 H2-Doppeldecker für Birmingham) und konnte neue Partnerschaften eingehen. Die Batterien liefert etwa der französische Hersteller Forsee Power in einer exklusiven Partnerschaft – ähnlich wie nun Voith beim Antrieb.
voith.com

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24.02.2021 10:32