IG Metall bestätigt Namenswechsel zu ID. Tiguan bei ID.4-Facelift

Der VW ID.4 wird künftig ID. Tiguan heißen. Spekulationen darüber gab es schon länger, jetzt hat die IG Metall Emden die Umbenennung bei einer Veranstaltung öffentlich bestätigt.

Volkswagen id4
Bild: Volkswagen

Der Name ID. Tiguan wird mit dem Facelift des Elektro-SUV im Laufe dieses Jahres eingeführt, zu dem es auch frische Erlkönig-Bilder gibt. Laut der Gewerkschaft soll die Produktion des ID. Tiguan in Emden bis Ende 2031 laufen. Über ein Nachfolgemodell als elektrisches Mittelklasse-SUV aus dem Werk sei noch nicht entschieden.

Der ID.4 wurde ursprünglich nur im sächsischen Werk Zwickau gebaut, das der VW-Konzern komplett auf die Elektroautos der MEB-Plattform umgestellt hatte. In Emden wurde später eine zusätzliche Produktion des ID.4 eingerichtet, zunächst parallel zu den Verbrenner-Modellen Passat und Arteon. Der Arteon hat keinen Nachfolger erhalten, der Passat ist mit dem Generationswechsel nach Bratislava umgezogen. Diese Lücke hat der elektrische ID.7 samt Kombi-Ableger gefüllt. Auch bei diesem MEB-Modell gibt es Gerüchte zu einer Umbenennung in ID. Passat – das ist aber weder von VW noch der IG Metall bestätigt.

Der ID. Tiguan wird künftig nur noch aus Emden kommen. Die ID.4-Fertigung in Zwickau läuft aus, das Werk in Sachsen behält den Audi Q4 e-tron und wohl auch den Cupra Born und teilweise den VW ID.3. Mit dem Facelift kommen dann alle ID. Tiguan aus Niedersachsen. Das in Zwickau gebaute SUV-Coupé ID.5 wird eingestellt und zieht nicht mit in das Werk an der Mündung der Ems in die Nordsee um.

Der Wechsel auf die altbekannten Modellnamen mit vorangestelltem ID.-Kürzel soll die Elektromodelle laut VW emotional aufladen und eine Nähe zu den etablierten Baureihen schaffen – was einem ID.3 oder ID.4 wohl nie so recht gelungen ist. Als erstes Modell dieser neuen Ära wurde rund um die IAA Mobility 2025 der Name ID. Polo für die seriennahe Studie des E-Kleinwagens bestätigt – ursprünglich war die Bezeichnung ID.2 geplant. Das zugehörige SUV-Modell wird vom ID.s2 X zum ID. Cross – in Anlehnung an das Verbrennermodell T-Cross, welches als SUV im Polo-Segment positioniert ist.

Mit dem Facelift wird VW nicht nur die bisher eigenständige Elektro-Optik des ID.4 näher an das Design des Tiguan bringen (auch wenn der ID. Tiguan als eigenständiges Modell zu erkennen bleibt), sondern auch die Technik wird modernisiert. Das E-SUV wechselt dann auf den überarbeiteten MEB+, bekommt einen neuen Einstiegsmotor und auch die Batterien in der Basisvariante dürften auf die kostengünstigere LFP-Zellchemie wechseln. Und die Griffmulden in den Türen werden durch klassische Bügelgriffe ersetzt.

Aber nicht nur bei den Elektromodellen stehen bei den Wolfsburgern einige Änderungen an. In dieser Woche hat VW auch einen neuen Markengruppenvorstand für die Volumenmarken angekündigt. Dabei soll ein Gremium bestehend aus einem zentralen Finanzvorstand, Beschaffungsvorstand, Produktionsvorstand und Entwicklungsvorstand gemeinsam mit dem Marken-Chefs von VW Pkw, VW Nutzfahrzeuge, Skoda und Seat/Cupra die wichtigen Entscheidungen treffen. Auf Markenebene soll es neben dem Marken-CEO noch einen Vorstand für Personal, Finanzen und Vertrieb geben. Eigene Vorstände für Beschaffung, Produktion und Entwicklung auf Markenebene fallen weg. Diese Neuordnung soll allein im Produktionsbereich zu einem Einsparpotenzial von einer Milliarde Euro bis 2030 führen.

automobilwoche.de (ID. Tiguan), carscoops.com (Erlkönig-Bilder)

8 Kommentare

zu „IG Metall bestätigt Namenswechsel zu ID. Tiguan bei ID.4-Facelift“
Daniel
23.01.2026 um 09:26
Was interessiert mich, wie die Karre heißt? Was kann das Auto und wie viel kostet es. Die ID wurden doch nicht kritisiert, weil sie 3, 4, 5, etc. hießen, sondern weil die Software zu Begin grottig war, an manchen Stellen die Oberflächen nicht hinterschäumt waren und Schalter sinnlos eingespart wurden. Manche Kritik war berechtigt, manche heillos übertrieben, offensichtlich weil man VW wegen des Dieselskandals kritisieren musste, egal was sie machen.
EdgarW
23.01.2026 um 12:28
Der Name interssiert mich auch nicht (eigentlich klingt für mich "ID.4" besser als "ID. Tiguan" oder "Tiguan", aber ich und die paar, die auch so denken, sind halt nicht relevant), aber sehr viele Kunden sind halt "Tiguan" geweihnt und wollen irgendwann, wieder, den 2. oder 3. beim VW-Händler "ihres Vertrauens" kaufen. Der kann dann sagen. Tiguan? Gibt's als Verbrenner, als Hybrid oder jetzt auch elektrisch. Der Druck - und die Motiviation (Marge) - auf die Händler, diese "Alternative" gleich mit anzubieten, wird durch VW aufgrund der CO2-Grenzwerte zunehmend an die Händler weitergegeben werden.So können sie mit einem Stückchen mehr "Gewohntem" die Schwelle ein bisschen niedriger legen. Verkaufspsychologie für alle Kunden, die sich nicht wirklich selbst informieren und eben Gewohnheitstiere sind.
Musicman
23.01.2026 um 11:47
Man sollte die Marketingabteilung bei VW wegrationalisieren. Solche Ideen braucht niemand!
Dr. Justus Wohl
23.01.2026 um 12:11
Bitter: in dem Moment, als bei der MEB-fizierung endlich ein Silberstreif am Horizont zu erkennen ist, wird Zwickau – mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus politischen und nicht aus wirtschaftlichen Gründen – zugunsten anderer deutscher Standorte gewissermaßen ausgeschlachtet.
Volker Jaschke
23.01.2026 um 12:13
Wichtig wäre eine 800V Architektur...wie der dann heißt ist doch wumpe. Bei Audi, BMW, Kia usw. hat sich nie jemand beschwert.
Tom
23.01.2026 um 13:10
800V ist bei weitem kein "Muss". Das zeigt der ID.7 perfekt.
dare100em
23.01.2026 um 14:10
Kommt ausserdem mit SPP. Im Konzern mit PPE ausserdem vorhanden.Wie die sehr guten Motoren (APP550, sicher auch der neue APP290) und die sukesivve Verbesserung zeigen ist das aber kein reiner Garant für Erfolg.
R. D.
23.01.2026 um 13:25
Interessant ist ja, z.B. bei BMW stört niemand rein numerische Namen (wohl weil das schon lange so ist). Bei VW darf das einfach nicht sein, auch wenn Polo oder Golf eigentlich ziemlich bescheuert ist (meine Meinung). Ich fand Nummern jedenfalls gut, wie auch nur drei Tasten für die Fensterheber, doch da bin ich wohl in der Minderheit.

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